Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?23966

Anne Will ist mit ihrer ARD-Talkshow bereits seit acht Jahren auf Sendung, derzeit am späten Mittwochabend (Bild: NDR)

Die lesbische Moderatorin Anne Will wird nach dem Rückzug von Günther Jauch offenbar kommendes Jahr wieder ihren alten Sendeplatz am Sonntagabend um 21.45 Uhr übernehmen – am kommenden Mittwoch diskutiert sie über die Ehe-Öffnung für lesbische und schwule Paare.

Nach einem Bericht des "Spiegel" würde die 49-Jährige nach vier Jahren wieder auf den Sendeplatz zurückkehren, von dem sie damals 2011 vertrieben wurde, nachdem die ARD Jauch als Talker verpflichtet hatte. Seither meldet sich Will immer mittwochs um 22.45 Uhr. Nach Angaben des Nachrichtenmagazins sei Will in Intendantenkreisen "unumstritten". Noch ist unklar, welche Sendung künftig auf diesem Sendeplatz ausgestrahlt werden wird.

Jauch hatte erst am Wochenende angekündigt, sich zum Ende des Jahres aus beruflichen und privaten Gründen von seiner ARD-Talkshow zurückziehen zu wollen. Hier konnte er nach dem "Tatort" in der Regel fünf Millionen Zuschauer anziehen, mehr als alle anderen ARD-Talkshows.

Anne Will hatte ihre Karriere Anfang der Neunzigerjahre als Volontärin beim Sender Freies Berlin gestartet und moderierte unter anderem die Talkshow "Mal ehrlich" und den "Sportpalast". Von 2001 bis 2007 war sie Moderatorin der ARD-"Tagesthemen" und übernahm anschließend am Sonntagabend die Talkshow von Sabine Christiansen. Wenige Wochen nach ihrer ersten Sendung hatte sie ihr Coming-out und erklärte, mit der Kommunikationswissenschaftlerin Miriam Meckel liiert zu sein (queer.de berichtete).

In der kommenden Sendung am Mittwoch, die wegen des Fußball-Länderspiels Deutschland – USA erst um Mitternacht beginnt, diskutiert Anne Will über den "Streitfall Homo-Ehe – Bekommen wir bald irische Verhältnisse?". Als Gäste sind CSU-Rechtsaußen Thomas Goppel, AfD-Sprecherin Frauke Petry, SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi und der schwule katholische Priester Norbert Reicherts geladen. (dk)



#1 Markus44Anonym
  • 09.06.2015, 14:33h
  • Anne Will ist sowieso besser als Jauch im politischen Talkbereich: sie ist besser und intensiver vorbereitet als Jauch, der einfach bei seinen ganzen sonstigen Fernsehsendungen "am Rande des zeitlichen Limits" tätig ist.

    Zum anderen ist Anne Will auch in der Fragetechnik: sie hakt besser nach, läßt Luftblassenantworten entsprechend platzen, ist strukturierter im Sendungsablauf und ist auch schärfer als Jauch, der die Statements der Talkshowteilnehmer oftmals im Raum stehen läßt.

    An die politische Talkshowstärke reicht derzeit ansonsten nur noch Sandra Maischberger heran und allenfalls noch Frank Plasberg.

    Mir gefällt Anne Will gut.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FinnAnonym
  • 09.06.2015, 14:37h
  • Finde ich gut!

    Ich finde sie tausendmal besser als Günther Jauch und habe nie verstanden, warum sie trotz guter Quoten für ihn ihren Sendeplatz räumen musste.

    Und endlich gibt es dann auch wieder etwas weniger Talkshows. Da gab es ja die letzten Jahre eine regelrechte Schwemme. Ich finde es besser, sich da nur auf die besten zu konzentrieren. Klasse statt Masse.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 -hw-Anonym
#4 FrankHHAnonym
  • 09.06.2015, 17:39h
  • Antwort auf #1 von Markus44
  • Aber warum man immer diesen Leuten von rechtsaußen eine Bühne bieten muss, ist mir unklar.
    Und ob nun Anne Will selbst lesbisch ist und Sandra Maischberger schwule Freunde hat ... die Meinung von menschenrechtsfeindlichen Personen gleichwertig darzustellen, ist ein Verstoß gegen den Waldschlösschen-Appell (
    www.der-appell.de/).

    Noch eine Anregung: Es geht um die Ehe für alle, speziell um die Ehe für gleichgeschlechtliche Menschen, nicht um die Ehe für Homosexuelle. Auch Bisexuelle u.a. möchten vielleicht die Ehe mit einer Person des gleichen Geschlechts ...
  • Antworten » | Direktlink »
#5 NicoAnonym
  • 09.06.2015, 17:59h
  • Was für eine bescheuerte Gästeauswahl.

    Zwei Rechtsaußen von der CSU und AfD. Ein Unions-Schoßhündchen von der SPD. Und ein katholischer Priester, der zwar schwul ist, aber sicher nichts negatives über die katholische Kirche sagen wird.

    Da kann man es auch gleich bleiben lassen.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 PascalAnonym
  • 09.06.2015, 18:07h
  • Mal eine Frage an Anne Will und ihre Redaktion:

    Redefreiheit schön und gut. Aber würden die zum Thema Rassismus auch Leute einladen, die dasselbe was Thomas Goppel und Frauke Petry über Homosexuelle sagen, über Schwarze, Juden oder Moslems sagen?
  • Antworten » | Direktlink »
#7 HeinerAnonym
  • 09.06.2015, 18:13h
  • Antwort auf #5 von Nico
  • Ja, mein erster Gedanke war:
    na toll, eine Sendung zu diesem Thema wird natürlich wieder mal erst um Mitternach gezeigt.

    Aber nach dieser einseitigen Gästeauswahl bin ich froh darum.

    Wieso erlaubt man überhaupt solche Hetzern, die gebührenfinanzierten Sender für ihre Hass-Propaganda zu missbrauchen?!
  • Antworten » | Direktlink »
#8 TimonAnonym
  • 09.06.2015, 18:30h
  • Antwort auf #7 von Heiner
  • >> Wieso erlaubt man überhaupt solche Hetzern, die gebührenfinanzierten Sender für ihre Hass-Propaganda zu missbrauchen?!

    Das frage ich mich allerdings auch immer.

    Homophobe Hetze hat (genau wie Rassismus und Sexismus) nichts mehr mit Meinungs-Pluralismus zu tun.

    Nur dass Homohassern halt (im Gegensatz zu Rassisten) laufend ein Forum in den Medien geboten wird.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Patroklos
  • 09.06.2015, 21:19h
  • Antwort auf #2 von Finn
  • Trotzdem wäre es besser, den Sendeplatz Sonntag Abend um 21 Uhr 45 statt einer Polittalkshow wie "Anne Will" etwas Anderes zu senden, z. B. Filme mit LGBTIPA-Themen.

    Komisch, Tante Becky bekam keine Einladung!
  • Antworten » | Direktlink »
#10 Homonklin44Profil
  • 10.06.2015, 12:07hTauroa Point
  • Ich nutze Fernsehen nicht und sehe mir das vermutlich erst hinterher im Web an,aber mit dieser kipplastigen Besetzung kann das ja 'heiter' werden.

    Sendezeit ... na ja. Sicher,hätte besser früher sein dürfen,aber Sport- und Politveranstaltungen werden häufig vorgezogen,besoders König Fußball.

    Die Präsentation von homophoben "Ultras" haben wir wohl der Verunsinnungs-Untergrabung unserer Regierungsebene zu verdanken. Zu viel Mumpitz im Tee macht ein Schuss Logik nicht grade.
  • Antworten » | Direktlink »