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  • 09.06.2015, 16:09h           20      Teilen:   |

Rote Karte

Norwegen: Null Toleranz für Homophobie im Fußball

Artikelbild
Fußballprofi Simen Juklerød soll einen gegnerischen Spieler als "Scheißschwulen" bezeichnet haben

Im norwegischen Fußball gibt es diese Saison die Anweisung, bei homophoben Beschimpfungen sofort die Rote Karte zu zücken – am Wochenende musste das ein 20-jähriger Zweitligaspieler am eigenen Leib erfahren.

Der norwegische Fußballspieler Simen Juklerød vom Zweitligaverein Bærum SK ist am Sonntag wegen einer homophoben Beschimpfung vom Platz gestellt worden. Damit greift eine neue Regelung im norwegischen Fußball, wonach eine homosexuellenfeindliche Beleidigung glatt Rot bedeutet.

Der Vorfall ereignete sich in der zweiten Halbzeit des Auswärtsspiels von Bærum SK bei Sandnes Ulf. In der 69. Minute erhielt Bærum beim Stand von 2:2 einen Freistoß 18 Meter vor dem Tor. Kurz vor der Ausführung rannte der Schiedsrichter mit der Roten Karte in der Hand zu Juklerød, der sich im Strafraum befand. Der 20-Jährige reagierte verdutzt auf den Platzverweis. Später musste sich sein Team Sandes mit 3:2 geschlagen geben.

Noch am Abend gab Juklerød zu, dass er ein homophobes Schimpfwort während des Spiels verwendet habe. Sein eigener Club versprach daraufhin auch interne Ermittlungen gegen den Mittelfeldspieler.

Fortsetzung nach Anzeige


Juklerød beschimpfte offenbar Gegner als "Scheißschwulen"

Laut der Tageszeitung "Stavanger Aftenblad" soll Juklerød einen Spieler des gegnerischen Teams als "jævla homo" (Scheißschwulen) bezeichnet haben. Der Spieler bestreitet jedoch, das obszöne Wort "jævla" gesagt zu haben.

Der norwegische Chef-Schiedsrichter Terje Hauge erklärte nach dem Vorfall, dass homophobe Beleidigungen seit Anfang der Saison immer zu einer Roten Karte führen würden: "Das hatten wir wiederholt diskutiert nach einem Vorfall vor ein paar Jahren, als ein Spieler in einer ähnlichen Situation eine Gelbe Karte erhalten hatte", so Hauge. "Wir haben den Schiedsrichtern gesagt, dass sie die Rote Karte in jedem Fall zücken sollen, wenn sie zweifelsfrei eine derartige Äußerung hören."

Der 49-Jährige sagte weiter, er habe viel positives Feedback für diese Regelung erhalten. Zum aktuellen Fall könne er sich aber nicht äußern. Das Sportgericht müsse entscheiden, ob und für wie lange Juklerød gesperrt wird. (dk)

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Tags: fußball, norwegen, sport
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 Fußball
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Reaktionen zu "Norwegen: Null Toleranz für Homophobie im Fußball"


 20 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
09.06.2015
16:47:06


(+1, 9 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Richtig, nur diese Sprache verstehen diese Penner!


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#2
09.06.2015
16:48:08


(+7, 9 Votes)

Von MichaelTh
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Prima! So soll's sein!


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#3
09.06.2015
17:00:24


(-11, 15 Votes)

Von Norge


Also ich finde, dass die rote Karte etwas übertrieben ist. Andere Schimpfwörter werden nämlich nicht mit der roten Karte bestraft. Also gibt es keinen Grund warum hier Homosexuelle mehr geschützt werden sollten als andere.


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#4
09.06.2015
17:06:48


(-11, 15 Votes)

Von Klaro


Man kann nicht alles regeln. Wenn jemand im sportlichen Eifer einen Mitspieler als "Scheißschwulen" bezeichnet, sollte dieser ihm einen Tritt in den Arsch geben und die Sache wäre vorbei.
Diese Überregulierung in allen Bereichen ist eine Erscheinung der letzten zwei bis drei Jahrzehnte und hat seine Ursache u.a. in der Politik der (europäischen) Grünen.


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#5
09.06.2015
17:23:39
Via Handy


(+7, 11 Votes)

Von Krayzee
Antwort zu Kommentar #4 von Klaro


selten hab ich etwas, entschuldigung, dümmeres gelesen!


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#6
09.06.2015
17:25:08


(+9, 11 Votes)

Von Loren
Aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 02.11.2013
Antwort zu Kommentar #4 von Klaro


Als ich in den 70ern in einer Jugendmannschaft spielte, wurde uns bereits eingetrichtert, dass Beleidigungen mit roter Karte bestraft werden können. Wenn ich mich richtig erinnere, waren da die Grünen (in Deutschland) noch im Werden.
Wir haben das damals übrigens nicht als "Überregulierung" aufgefasst, sondern als Selbstverständlichkeit (fair play). Und körperliche Angriffe wie ein "Tritt in den Arsch" waren damals und sind heute ein Freiticket für einen Abflug vom Platz. Alles klaro?


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#7
09.06.2015
17:52:26


(+6, 8 Votes)

Von Nico


Sehr gut!

Wieso gibt es sowas nicht in Deutschland?

Da solche hasserfüllten Leute nicht auf Fakten und Argumente reagieren, kann man die nur so beim Schlafittchen kriegen.


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#8
09.06.2015
18:16:32


(+3, 7 Votes)

Von Pascal


Solche Hetzer sollten mal eine einjährige Sperre bekommen. Dann hätten sie genug Zeit, nochmal darüber nachzudenken...


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#9
09.06.2015
19:34:49


(+5, 7 Votes)

Von Markus44


Sehr gute Aktion in Norwegen...

Das sollte in der Deutschen Bundesliga und generell im Fussballsport auch dringend eingeführt werden.


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#10
09.06.2015
20:13:45


(+8, 10 Votes)

Von ehemaligem User yelimS


Das sollte ..

Das ist schon.

Grobe Beleidigung (und da zählt Scheißschwuchtel mal ganz locker dazu) ist eine grobe Unsportlichkeit und wird mit Platzverweis geahndet. Rote Karten ziehen durchaus auch Sperren (und Geldstrafen) nach sich, siehe Regelwerk:

Spielordnung §2: Vorläufige Sperre bei Feldverweis
1. Bei einem Feldverweis (Rote Karte) ist der Spieler bis zur Entscheidung durch die zuständige Instanz gesperrt, ohne dass es eines besonderen Verfahrens oder einer besonderen Benachrichtigung bedarf. § 11 der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB bleibt unberührt.

Link zu www.dfb.de

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