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  • 09.06.2015, 17:41h           9      Teilen:   |

USA

Prediger Franklin Graham ruft zum LGBT-Boykott auf

Franklin Graham bei einem Auftritt im Fox News Channel
Franklin Graham bei einem Auftritt im Fox News Channel

Einer der bekanntesten evangelikalen Pastoren der USA ruft zum Boykott von homofreundlichen Organisationen auf: Franklin Graham, der Sohn des 96-jährigen Erweckungspredigers Billy Graham, will keine Geschäfte mehr mit Firmen machen, die auch um schwule und lesbische Kunden werben – und ruft "Christen" auf, ihm zu folgen.

Via Facebook empörte sich Graham am vergangenen Wochenende über Werbekampagnen des Schmuckherstellers Tiffany & Co. und der Bank Wells Fargo. Tiffany hatte mit einem schwulen Paar für Ehe-Ringe geworben (queer.de berichtete), während Wells Fargo ein lesbisches Paar in einem Werbespot zeigte.

"Wir sind mit den Konten der 'Billy Graham Evangelistic Association' von Wells Fargo zu einer anderen Bank umgezogen. Und stellt euch vor: Wir müssen nicht bei Tiffany & Co. einkaufen, es gibt viele andere Schmuckläden", so Graham. "Auf diese Art können Christen ihre Meinung sagen – wir haben die Macht. Lasst uns aufhören, bei denen einzukaufen, die Werbung für Sünde machen und sich gegen die Gesetze und Normen des allmächtigen Gottes richten."

Franklin Graham ist seit dem Rückzug seines Vaters Chef der "Billy Graham Evangelistic Association", die die weltweite Missionierung zum Ziel hat. Billy Graham war über Jahrzehnte der einflussreichste Pfarrer der USA und beriet mehrere US-Präsidenten. Er führte mehrfach Missionierungsveranstaltungen durch, die er martialisch als "Kreuzzüge" (Crusades) bezeichnete – etwa die Euro '70 in der Westfalenhalle Dortmund. Außerdem half er dabei, die deutsche Gruppe ProChrist aufzubauen, die ebenfalls LGBT-feindlich eingestellt ist.

Franklin Graham gilt allerdings als weit weniger charismatisch als sein Vater. Daher hat die Organisation seit seiner Machtübernahme an Einfluss verloren. (dk)

Youtube | So sieht für einen evangelikalen Christen wie Franklin Graham der Weltuntergang aus: Ein lesbisches Paar lernt die Zeichensprache - und hat ein Konto bei Wells Fargo.
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Tags: franklin graham, billy graham, evangelikale
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Reaktionen zu "Prediger Franklin Graham ruft zum LGBT-Boykott auf"


 9 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
09.06.2015
18:01:41


(+9, 9 Votes)

Von Nico


Dann muss der aber auch auf Computer, Handys, Tablets, etc. verzichten. Denn Apple, Google, Microsoft, etc. unterstützen Homorechte. Und viele andere Hersteller, Händler und Dienstleister ebenfalls.

Dann sollen er und seine Anhänger halt auch im Alltag dahin zurück, wo sie geistig eh schon sind:
im Mittelalter.


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#2
09.06.2015
18:09:37


(+9, 9 Votes)

Von Heiner


Solche Hassprediger hetzen doch nur, weil sie ihre Macht und ihr Geld retten wollen, indem sie sich ihre dummen Anhänger so gefügig machen.

Kein normales Unternehmen wird sich davon einschüchtern lassen...


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#3
09.06.2015
21:09:29


(+3, 5 Votes)

Von TheDad
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Antwort zu Kommentar #1 von Nico


Keine Auto´s von Volkswagen, Ford oder Chrysler, keine Flüge mit American Airlines oder Lufthansa, und keine Snack´s mehr bei McDonalds, Burger King und Kentucky Fried Chicken..
Kein Eis von Ben&Jerry´s, keine Donuts..

Und der Spot von Wells Fargo ist klasse..


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#4
09.06.2015
21:14:36


(0, 6 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Noch ein Spinner, den man nicht frei herumlaufen lassen kann!


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#5
10.06.2015
08:07:48


(+7, 7 Votes)

Von xHaraldx
Aus Wiesbaden (Baden-Württemberg)
Mitglied seit 03.09.2013
Antwort zu Kommentar #3 von TheDad


Und keine Computer von IBM!


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#6
10.06.2015
11:49:28


(+5, 5 Votes)

Von Klaro


"Franklin Graham, der Sohn des 96-jährigen Erweckungspredigers Billy Graham"

Das Problem Graham wird sich nur biologisch lösen...


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#7
10.06.2015
14:46:34


(+3, 5 Votes)

Von ehemaligem User Defragmentierung


"Franklin Graham gilt allerdings als weit weniger charismatisch als sein Vater. Daher hat die Organisation seit seiner Machtübernahme an Einfluss verloren. "

Weniger charismatisch? Na ja, so kann man einen Mangel an krimineller Energie, die eine solche Position zwingend erfordert, auch nennen.

Aber der Grund für den schwindenden Einfluss der Grahams liegt vor allem auch an sinkenden Einnahmen, bedingt durch die noch stärkere Verelendung der bildungsfernen Schichten, die traditionell die Stammanhängerschaft der christlichen Hass-Sekten ausmacht und den damit zurückgehenden "Spenden". Aber auch - und das ist die gute Nachricht - durch die wachsende Ablehnung des Theofaschismus innerhalb der US-Bevölkerung.


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#8
14.06.2015
11:47:46


(+2, 2 Votes)

Von saltgay
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Es war zu meiner Konfirmandenzeit, als Billy Graham in der Kongresshalle in Berlin auftrat. Die mediale Aufmerksamkeit durch die Springerpresse war ihm sicher. Zu dieser Zeit wurden Langhaarige gejagt, sollten am besten nach Sibirien ins Lager, wo sie arbeiten lernen sollten, statt zu studieren. Da tat so ein Wanderprediger dem urdeutsch-faschistischem Gemüte wohl.

Aber auch unser Diakon nahm an so einer Veranstaltung teil und berichtete uns amüsiert über den Ablauf einer solchen Missionierung. Wer dort spontan sich zu Gott Graham bekannte, durfte nach der Predigt hinter die Bühne gehen, wo ein Mitarbeitercorps die "Erweckten" ideologisch weiter bearbeitete. So etwas kennt man eigentlich nur von Scientology und ähnlichen Psychosekten - und nicht zu vergessen - die dubiosen Straßenwerbungen des Bertelsmann-Buchclubs zu jener Zeit.

Diese plumpe Werbung wird nicht in Deutschland verfangen. Aber viel subtiler ist ist die Arbeit der evangelikalen Kreise innerhalb der evangelischen Landeskirchen. Auch dort wird Vetternwirtschaft betrieben und der Auftrag zum Ersetzen einer eingeworfenen Fensterscheibe wird an den ehrbaren kinderreichen CDU-wählenden Handwerker gehen, der zugleich im Kirchenvorstand sitzt.

Verbraucherboykotte haben selten einen langen Atem und der Herr auf dem Bild sieht auch aus, als täte er nicht mehr lange nach Luft schnappen.


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#9
15.06.2015
11:43:14


(+2, 2 Votes)

Von Christoph


Die Bank, zu der er jetzt gewechselt hat, unterstützt seit Jahren Gay Pride in Florida...


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