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  • 10.06.2015, 12:10h           4      Teilen:   |

USA

Arkansas: Erneuter juristischer Sieg für LGBT-Aktivisten

Vor dem großen Showdown beim amerikanischen Supreme Court fahren LGBT-Aktivisten einen weiteren Sieg ein - Quelle: Art&Music Woo-Hoo / CC by 3.0
Vor dem großen Showdown beim amerikanischen Supreme Court fahren LGBT-Aktivisten einen weiteren Sieg ein (Bild: Art&Music Woo-Hoo / CC by 3.0)

Vor der noch in diesem Monat erwarteten Supreme-Court-Entscheidung zur Ehe-Öffnung konnten LGBT-Aktivisten wieder einen juristischen Sieg in der Provinz einfahren: Ein Bezirksgericht in Little Rock (Arkansas) erkannte am Dienstag mehr als 500 Eheschließungen zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren im Bundesstaat an.

Diese Ehen waren im Mai 2014 innerhalb von zwei Wochen geschlossen worden, in denen die Ehe im Bundesstaat kurzzeitig für Schwule und Lesben geöffnet war. Ein Bezirksgericht hatte damals die Gleichstellung angeordnet, bevor ein anderes Gericht diese Entscheidung wieder vorläufig aussetzte. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich jedoch bereits hunderte homosexuelle Paare das Ja-Wort gegeben. Der republikanisch kontrollierte Staat wollte diese Ehen allerdings nicht anerkennen, wogegen mehrere Paare klagten.

Bezirksrichter Wendell Griffen erklärte in seiner Urteilsbegründung, die Paare hätten rechtskräftig geheiratet und müssten anerkannt werden. Damit kann ihnen der Staat nun nicht mehr Vorteile der Ehe vorenthalten, etwa eine Familienkrankenversicherung oder eine gemeinsame Steuererklärung.

Gegenwärtig dürfen Schwule und Lesben in 36 der 50 US-Bundesstaaten, in 24 Indianerreservaten, in der Hauptstadt Washington, sowie im US-Außengebiet Guam heiraten. Der Supreme Court hat zudem im April Anhörungen abgehalten, weil Schwule und Lesben gegen Ehe-Verbote in den Prohibitionsstaaten geklagt hatten. Ein Urteil wird in den nächsten drei Wochen erwartet und könnte die landesweite Öffnung der Ehe zur Folge haben. (dk)

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Tags: ehe-öffnung, ehe für alle, arkansas, usa
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Reaktionen zu "Arkansas: Erneuter juristischer Sieg für LGBT-Aktivisten"


 4 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
10.06.2015
12:25:50


(+10, 10 Votes)

Von Nico


Das ist doch wieder mal eine sehr schöne Nachricht und ein weiterer Erfolg!

Jetzt hoffe ich nur, dass diese Flickschusterei und die ständig neuen Einsprüche, Berufungen und Verzögerungen bald ein Ende finden und dass der Supreme Courst bald die Ehe US-weit öffnet.

Das wäre eine ähnlich wichtige und längst überfällige Jahrhundertentscheidung wie die Gleichstellung von Schwarzen.


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#2
10.06.2015
13:00:39


(+9, 9 Votes)

Von Finn
Antwort zu Kommentar #1 von Nico


Ja, eine vollständige Eheöffnung in den kompletten USA wäre wirklich ein enormer Fortschritt und Sieg für die LGBTI vor Ort. Das gebietet übrigens auch die US-Verfassung und auch die Mehrheit der Bürger will das. Aber am Ende hängt es auch dort nur von einem einzelnen Richter ab, der im gespaltenen Supreme Court das Zünglein an der Waage ist und dessen Entscheidung noch in den Sternen steht.

Und das wäre nicht nur für die Amerikaner ein Sieg. Sondern das würde auch weltweit viel bewegen und hätte noch viel größeren Einfluss als die Eheöffnung in Irland.

Man sieht ja auch:
die Eheöffnungen in den einzelnen US-Staaten sind z.B. in europäischen Medien kein Thema. Aber die US-weite Eheöffnung wäre auf den Titelseiten aller Zeitungen und Zeitschriften und wäre in allen Nachrichtensendungen das Top-Thema an erster Stelle!

Das würde auch weltweit so viel bewegen.

(Und noch mehr Menschen würde klar, wie unsere schwarz-rote Regierung uns im Mittelalter festhalten will. Zum Nachteil aller Bürger, weil das auch wirtschaftlich von Nachteil ist.)


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#3
10.06.2015
13:41:55


(+9, 9 Votes)

Von Timon
Antwort zu Kommentar #2 von Finn


Ja, die Entscheidung in den USA ist tatsächlich nicht nur von nationaler Bedeutung, sondern auch von immenser internationaler Bedeutung.

Noch mehr als bei Irland; alleine schon aufgrund der Größe und der politischen wie wirtschaftlichen Stellung.

Wir können nur hoffen, dass die Menschenrechte und die Verfassung in den USA siegen werden. Das wäre gut für die Amerikaner. Und das würde auch in Deutschland und ganz Europa vieles ins Rollen bringen...


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#4
10.06.2015
17:35:26


(+2, 4 Votes)

Von Patroklos
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Super! Ich hätte gerne die saublöden Visagen der Republikaner und davon insbesondere denen der "Tea-Party"-Knalltüten gesehen!


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