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Erzbischof John Nienstedt hat sich auch politisch gegen LGBT-Rechte engagiert - jetzt muss er gehen, weil seine Kirche nichts gegen Pfarrer unternommen hat, die Kinder sexuell missbrauchten

Wenn Schwule heiraten, ist das für US-Erzbischof John Nienstedt so schlimm wie Mord – jetzt muss er nach mehreren Skandalen seinen Hut nehmen.

Der wohl schärfste Kritiker von gleichgeschlechtlichen Paaren innerhalb der katholischen Kirche der USA tritt ab: John Nienstedt, der Erzbischof von St. Paul und Minneapolis, hat am Montagmorgen um 5 Uhr Ortszeit auf der Website seines Erzbistums mitgeteilt, dass er von seinem Amt zurücktreten wird. Papst Franziskus habe den Rücktritt bereits akzeptiert.

Mit seinem Rücktritt wolle er der Kirche einen "Neuanfang" ermöglichen, erklärte Nienstedt. Der 68-Jährige betonte, er habe ein "reines Gewissen". Er rief außerdem seine Schäfchen auf, für die Diözese, das zukünftige Führungspersonal und für ihn persönlich zu beten.

Staatsanwaltschaft: Kirche hat nichts gegen Kindesmissbrauch getan

Nach einer Skandalserie war der Druck auf Nienstedt zuletzt immer größer geworden. Erst Anfang des Monats hat die Staatsanwaltschaft von St. Paul das Erzbistum scharf angegriffen, weil die Kirchenführung in mehreren Fällen den Missbrauch von Kindern durch Priester nicht nur zugelassen, sondern anschließend die Täter vor den staatlichen Behörden geschützt habe. "Die Kirchenführung hat ein ums andere Mal ein Auge zugedrückt", erklärte der verantwortliche Staatsanwaltschaft.

So locker Nienstedt offenbar mit Kindesmissbrauch umging, so hart war seine Kritik an heiratswilligen Schwulen und Lesben: So hatte er während seiner Amtszeit unter anderem erklärt, dass der Teufel persönlich die gleichgeschlechtliche Eheschließung erfunden habe. Ohnehin sei die Ehe für alle so schlimm wie Mord, so Nienstedt im Jahre 2012. In diesem Jahr hatte der Bischof 600.000 US-Dollar aus Kirchengeldern in den Kampf um einen Bürgerentscheid in Minnesota gesteckt, der die Ehe als Verbindung von Mann und Frau festschreiben sollte – trotz des erheblichen Finanzaufwandes entschied sich die Mehrheit des Volkes dazu, das Referendum abzulehnen.

Im letzten Jahr erklärte Nienstedt, dass er nicht schwul sei, nachdem auch ihm selbst vorgeworfen worden war, mit Seminaristen, Priestern und anderen Männern sexuelle Kontakte gehabt zu haben (queer.de berichtete). (dk)



#1 DefragmentierungEhemaliges Profil
  • 15.06.2015, 15:56h
  • "Ohnehin sei die Ehe für alle so schlimm wie Mord, so Nienstedt im Jahre 2012."

    Der als Kleriker getarnte Kinderschänder zeigt mit seinen blutigen Krallen auf die Liebe und nennt sie Mord.
    Ich hoffe ein fähiger Künstler nimmt sich dieses Motivs einmal an, es gibt wohl wenig bessere Sinnbilder für die zerstörungswütigen Verbrecher der RKK.

    Wäre eine solche Aussage in Deutschland justiziable?
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#2 daVinci6667
  • 15.06.2015, 16:06h

  • "Erst Anfang des Monats hat die Staats­an­walt­schaft von St. Paul das Erzbistum scharf angegriffen, weil die Kirchenführung in mehreren Fällen den Missbrauch von Kindern durch Priester nicht nur zugelassen hätten, sondern anschließend die Täter vor den staatlichen Behörden schützte."

    Hätte die Kirche nicht so eine enorme Macht, wäre sie schön längst als kriminelle Organisation verboten worden!

    Wie lange schauen wir da noch zu? Wie viele Kinder sollen von solch teuflischen pädophilen Pfaffen eigentlich noch missbraucht werden? Das sind schon seit Jahren keine Einzelfälle mehr sondern hat System!

    Aber immer schön ablenken mit perversen Schwulen.

    Wirklich besorgte Eltern fürchten sich nicht vor Bildungsplänen und unserer vollständigen Gleichstellung sondern vor der Kirche! Hätte ich Kinder würde ich mit bereits Sorgen machen wenn die auch nur in die Nähe einer solchen kämen.

    Und das ehrlich ganz ernsthaft!
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#3 -hw-Anonym
  • 15.06.2015, 16:14h
  • "Der israelische Psychotherapeut Natan P. F. Kellermann ist überzeugt, dass der Verfolgungskomplex der Eltern auch den Nachwuchs über Generationen hinweg infizieren kann. Er benutzt dafür den Begriff der neurobiologischen oder epigenetischen Vererbung: Eltern könnten jegliche Arten von Konflikten, Leidens- und Lernprozessen, posttraumatische Emotionen, sogar einen Gemütszustand oder Angst, Leiden und Vulnerabilität im Allgemeinen weiterreichen."

    www.tagesspiegel.de/weltspiegel/sonntag/kinder-von-nazi-opfe
    rn-gibt-es-eine-dna-markierung/11910658-2.html


    "Apparently, not only children of Holocaust survivors, but offspring of other PTSD parents are also vulnerable to such a burdensome legacy, including descendants of war veterans (1), survivors of war trauma and childhood sexual abuse, refugees, torture victims and many others(2). "

    doctorsonly.co.il/wp-content/uploads/2013/07/08_Epigenetic-T
    ransmission.pdf


    (Vom prä- und post-natalen Zerquetschen von Kinderhirnen durch Kinderarmut (s. Hartz IV, paritätische Wohlfahrtsverbände) mal ganz abgesehen.)
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#4 daVinci6667
  • 15.06.2015, 16:31h
  • Antwort auf #3 von -hw-

  • "Vom prä- und post-natalen Zerquetschen von Kinderhirnen durch Kinderarmut (s. Hartz IV, paritätische Wohlfahrtsverbände) mal ganz abgesehen.)"

    Stimme dir in allem sehr zu.

    Man kann nirgends so effizient und nachhaltig eine Psyche, sein Innerstes Selbst zerstören wie durch sexuellen Missbrauch.

    Ergänzen möchte ich noch die vielen tiefsitzenden Traumen der Jungs, die grundlos an ihrem empfindlichsten Teil ihres Körpers amputiert wurden. Wird natürlich alles tabuisiert, lächerlich gemacht und negiert. Wir haben als Gesellschaft noch so viel zu lernen!
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#6 natureAnonym
#7 HonestAbeProfil
  • 15.06.2015, 16:38hBonn
  • Was für ein grauenhafter Mensch!

    Dies zeigt nur wieder überdeutlich, dass jene die am meisten gegen andere hetzen, selbst am allermeisten Dreck am Stecken haben.

    Möge sich diese Erkenntnis in den Köpfen der Menschen festsetzen auf dass sie all jenen, die aus willkürlichen Gründen (wie Religion) gegen andere Vorgehen, mit tiefstem Misstrauen begegnen.

    Nichts anderes als das tiefste Misstrauen der gesamten aufgeklärten Menschheit hat diese katholische Kirche verdient. Tiefstes Misstrauen und Verachtung!
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#8 FredinbkkProfil
  • 15.06.2015, 16:50hBangkok
  • Antwort auf #2 von daVinci6667
  • ..man wusste es schon im Mittelalter,
    eine Lebensweisheit welche Vaeter schon damals an ihre Soehnlein vermittelten;

    eines aber sag ich dir mein Sohn,gehe nie zu nahe hinter einem bockigen Eseln..
    und nie zu nahe vor einem katholischen Pfaffen..

    Kinderschaender sind sie nicht erst seit einigen Jahrzehnten...sie waren es schon immer....

    und haetten wir keine modernen Medien ..wuerden wir nie davon erfahren...

    Dass viele der Gross-Sekte die Verbrechen der Vergangenheit nicht vorwerfen und entsprechend die "Organisation" verlassen ,
    kann ich nicht verstehen ....

    ich reg mich jeden frueh auf ,wenn hier in Thailand vor den Nachrichten ein Bild eingeblendet wird ,mit Personen aller Berufe und Personengruppen ,und genau in der Mitte gleich in der ersten Reihe ,ein stolzer kathol.Pfaffe steht,vor sich eine Gruppe kleiner Kinder...

    (weis leider nicht wie ich eine Aufnahme davon hier her bringen kann ,Link zu meinem Bild geht ja nicht oder ?)

    und das ,obwohl die Katholiban hier nur 200 000
    "Glaeubige haben( bei 62 Mill.Einwohnern) und eine kleine Sekte sind..
    (Aber sie haben hier grossen Landbesitz)

    der muesste ,wenn ueberhaupt in der hintersten dunklen Ecke stehen...

    aber so sind sie..immer nach vorne ...

    Die RKK mit ihrem Anspruch.
    .die Fuehrerinn der Menschheit zu sein... ...

    Kirchenaustritt ,am besten heute noch ,
    es tut einfach gut ,und nicht vergessen andre Sekten sind auch nicht wahrer oder besser ,alles nur VERDUMMUNG
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#9 kuesschen11Profil
  • 15.06.2015, 16:53hDarmstadt
  • Wer eine geschlossene Ehe von zwei liebenden Menschen mit "Mord" vergleicht wie dieser Erzbischof, sollte therapeutisch behandelt werden. Das ist krank.

    Wenn man die Aussage aber ernst nehmen würde, dann ist es in Deutschland wohl ein Straftatbestand wie Volksverhetzung, Üble Nachrede, Verleumdung oder Beleidigung.

    Ich glaube aber auch, dass in der Rechtsprechung diese Straftat-Paragraphen gerne als Gummi-Paragraphen benutzt werden.

    Die Katholische Kirche hat doch weltweit kriminelle Handlungen auf ihrem Gewissen, die seit jeher vertuscht werden. Der Klerus ignoriert, vertuscht oder kauft sich frei.

    Der größte Skandal ist das Verbraten von Steuer- und Kirchengeldern, die zur Diskriminierung von Menschengruppen verwendet wurden. Das Verhindern der Ehe-Öffnung in Frankreich hat schließlich vom Klerus auch mit Geld funktionieren sollen. Aber die Kirche musste dort ihren homophoben Kampf erfolglos aufgeben.
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#10 RobinAnonym
  • 15.06.2015, 17:14h
  • Wer Liebe mit Mord vergleicht um damit von den eigenen Verbrechen abzulenken, gehört in die Pampa.
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