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Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) fordert eine intensive Debatte über die Ehe für alle - als hätte es die die letzten Jahre nicht längst gegeben (Bild: Olaf Kosinsky, wiki commons, by sa 3.0)

In einem Interview betont die Ministerpräsidentin des Saarlands, bei ihrer Ablehnung der Ehe-Öffnung gehe es um "das Wohl der Kinder".

Saarlands Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat am Samstag in einem Interview mit der "Welt" ihre Ablehnung einer Ehe-Öffnung für schwule und lesbische Paare verteidigt.

Die damit verbundene Frage des Adoptionsrechts sei "eine schwierige Frage, und ich möchte, dass sie intensiv diskutiert wird. Denn schließlich geht es nicht darum, wer welche Rechte hat, sondern um das Wohl der Kinder", so Kramp-Karrenbauer in dem Interview. Wenige Zeilen zuvor hatte sie noch behauptet: "Ich kenne liebevolle homosexuelle Menschen, die in guten Partnerschaften leben und sehr gute Eltern sein könnten."

Zur Kritik an ihrer Aussage, die Ehe-Öffnung könne zur Anerkennung von Viel- oder Verwandten-Ehen führen (queer.de berichtete), sagte Kramp-Karrenbauer der Zeitung: "Für viele Menschen ist das eine höchst persönliche Frage. Deswegen kann ich deren emotionale Reaktionen verstehen." Anstatt sich für die Äußerung zu entschuldigen, kritisierte sie erneut ihre Kritiker: "Die Debatte hat aber auch gezeigt, dass es einige nicht aushalten können, wenn es andere Meinungen zum Thema Ehe für alle gibt. Das wirft kein gutes Licht auf die Diskussionskultur in Deutschland."

Dass ihr SPD-Generalsekretärin Fahimi einen Tiefpunkt in der Debatte vorgeworfen hatte, münzte Kramp-Karrenbauer ebenfalls um: "Dahinter stand ein klares politisches Kalkül und eine bewusste Missdeutung, um die Diskussion darüber zu diffamieren und in der eigenen Partei erst gar nicht entstehen zu lassen. Ich habe jedenfalls viele Reaktionen von SPD-Mitgliedern bekommen, die meine Position teilen."

Ernsthaft ernste Debatte gefordert

Im weiteren Verlauf des Interviews sagte Karrenbauer, das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Ehegattensplitting für Homo-Paare sei "kein Problem": "Ich bin dafür, Diskriminierungen abzubauen." Es sei auch "durchaus möglich", dass Karlsruhe das gemeinschaftliche Adoptionsrecht bringen werde.

"Wir sollten uns aber unabhängig davon mit aller Ernsthaftigkeit mit dem Thema Ehe für alle auseinandersetzen", so Karrenbauer. "Es darf nicht den Reflex geben, dass wir in Deutschland innerhalb von zwei Wochen nachvollziehen müssen, was die Iren nach langen Diskussionen in einem Referendum entschieden haben. Dafür hätten viele Menschen in der Bevölkerung und in der CDU kein Verständnis. Das ist die Quintessenz, die ich aus all den Reaktionen und Zuschriften ziehe, die ich bekommen habe."

Karrenbauer hatte Anfang Juni von queer.de die Homo-Gurke erhalten, auch weil sie statt einer Entschuldigung für die Polygamie-Warnung weitere beleidigende Sätze äußerte (queer.de berichtete). Die Polygamie-Sätze hatten ihr auch eine Strafanzeige eingebracht, die laut Karrenbauer aber von der Staatsanwaltschaft nicht verfolgt wird.

Kritik von Beck

In einer ersten Reaktion auf das neue Interview hat der Grünenpolitiker Volker Beck Kramp-Karrenbauer vorgeworfen, "antihomosexuelle Ressentiments" zu bedienen: "Wer keine Argumente in der Sache mehr hat, sollte dies einräumen, statt mit dem Schüren von Ressentiments das gesellschaftliche Klima zu vergiften."

Es gebe keinen Gegensatz zwischen Kindeswohl und dem gemeinschaftlichen Adoptionsrecht, so Beck weiter. Adoptionen durch Homo-Paare seien längst gesetzliche und gesellschaftliche Realität. Es gehe nur noch um die Frage, ob dies auch in einem Verwaltungsakt möglich ist – was dem Kindeswohl durchaus diene. (cw)



#1 nieCDSUwählenAnonym
  • 20.06.2015, 17:38h
  • hat die alte NZ immer noch nicht genug Unheil angerichtet?
    Dann braucht sie einen stärkeren Tobak!!
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#2 JadugharProfil
  • 20.06.2015, 17:56hHamburg
  • Frau Kramp-Karrenbauer blamiert sich immer mehr. Überall wo Adoptivkinder aufwachsen, werden die Zieheltern sich Mühe geben, daß ein solches Kind Geborgenheit findet, sonst könnte man sich Adoptivkinder sparen. Da zur Zeit Homosexuelle pflegebedürftige Kinder pflegen dürfen, scheint keiner um das Wohl dieser Kinder zu krähen, doch bei Adoptivkindern macht man einen solchen Aufstand zu Lasten der Kinder und der Homosexuellen, um sie bewußt zu diskriminieren und zu diffamieren!
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#3 J-eyeAnonym
  • 20.06.2015, 18:19h
  • "Ich habe jedenfalls viele Reaktionen von SPD-Mitgliedern bekommen, die meine Position teilen."

    Was ich von dieser Frau halte, habe ich schon deutlich ausgedrückt (unhaltbare Ewiggestrige). Aber hier nehme ich ihr das durchaus ab. Die SPD verweist immer auf ihrem Koalitionspartner, wenn sie mal wieder die Öffnung der Ehe verweigert. Dass es da auch Personen gibt, die sich insgeheim freuen kann ich mir gut vorstellen. Möchte man aus Kalkül aber so nicht sagen...
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#4 Harry1972Profil
  • 20.06.2015, 18:22hBad Oeynhausen
  • "Es darf nicht den Reflex geben, dass wir in Deutschland innerhalb von zwei Wochen nachvollziehen müssen, was die Iren nach langen Diskussionen in einem Referendum entschieden haben."

    Zwei Wochen? Seit fast 25 Jahren wird diskuiert!
    Wo war diese Tante in der ganzen Zeit?
    Ist ja unfassbar, wie doof die ist!
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#5 JW GrimmAnonym
  • 20.06.2015, 18:49h
  • Es zeigt sich leider, dass Ihre Formulierungen kein Aurutscher waren, sondern dass Ihre tiefbraune Gesinnung durch und durch geht.

    Auf jeden Fall gebührt ihr der fragwürdige Preis, am meisten Schmutz in die Diskussion über die #Ehefüralle gekippt zu haben. Und offensichtlich macht es Ihr Spaß, noch genüßlich umzurühren.

    Erschreckend, was sich so alles in der gewählten politischen Klasse dieses Landes tummelt.
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#6 Athlone
  • 20.06.2015, 18:58h
  • Wenn AKK nicht als "homophobe Nazi-Schlampe" betitelt werden möchte, dann soll sie sich nicht wie eine solche verhalten.

    Es geht in erster Linie eben doch darum, wer welche Recht hat (= GleichbeRECHTigung) - das Wohl der Kinder bleibt unabhängig davon gewahrt, da die Familiengerichte und Jugendämter hierfür Sorge tragen.

    Wieder warten auf ein Urteil aus Karlsruhe... schade!
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#7 miepmiep
#8 RalfAnonym
  • 20.06.2015, 19:37h
  • Wenn heterosexuelle Eltern ihre Kinder zusammenprügeln, vergewaltigen oder töten, ist Frau K-K das auch herzlich egal. Oder hat sie "das Wohl der Kinder" je in Bezug auf heterosexuelle Eltern thematisiert und in Frage gestellt? Sie ist eine elende Heuchlerin und Hetzerin und darf sich nicht wundern, wenn sie darauf angemessene Reaktionen erhält.
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#9 Geduld am EndeAnonym
  • 20.06.2015, 19:54h
  • Antwort auf #4 von Harry1972
  • Ja, Harry1972, das ist in der Tat der Gipfel.

    Seit 25 Jahren verschleppen die Konservativen die Diskussion um die Öffnung der Ehe. Und auch nach 25 Jahren Salamitaktik behaupten sie frech, man dürfe doch jetzt nichts überstürzen. Sondern müsse das Thema erst einmal in aller Ruhe ausdiskutieren.

    In your face, Kramp-Karrenbauer!!!
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#10 daVinci6667
  • 20.06.2015, 19:56h

  • Wie lange braucht das dummdämliche Annagretli noch bis es begreift um was es hier genau geht?

    Deutschlands Nachbar, Dänemark führte bereits 1989 eingetragene Partnerschaften ein, ein weiterer Nachbar, die Niederlande entschied im Jahre 2000 die gleichgeschlechtliche Ehe einzuführen. Seither sind schon wieder 15 Jahre vergangen!

    Ich bin sehr geduldig, habe Nerven und bin sehr sozial eingestellt, doch irgendwann muss mal Tacheles geredet werden: Das Annegretli gehört auf die Sonderschule! Sie hindert die andern am weiterkommen, will aber Ministerpräsidentin spielen. Das geht so nicht mehr weiter, sie sollte endlich wegen fortgeschrittener Unfähigkeit den Hut nehmen müssen.

    Und nochwas Annegretli: Sorry, aber über MENSCHENRECHTE wollen eben doch nur Nazis sprechen!

    Das Recht zu heiraten wen man liebt und nicht was Annegretli in ihrer kleinbürgerlichen Beschränktheit für richtig empfindet, gehört wohl unbestritten zu den ELEMENTARSTEN Menschenrechten!
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