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  • 21.06.2015, 17:26h           37      Teilen:   |

Parteiinterne Debatte

CDU: Um die Befürworter der Ehe für alle wird es einsam

Artikelbild
An den Fahnenmasten der Union scheint kein Platz für den Regenbogen zu sein (Bild: CDU)

Immer mehr Landesverbände positionieren sich klar gegen eine Öffnung der Ehe für schwule und lesbische Paare – manche sind von der Diskussion darüber genervt.

Wir brauchen Zeit zum Diskutieren, es gibt keinen Bedarf für eine Grundsatzdebatte, es sind wichtigere Aufgaben zu lösen – dies sind die Reaktionen aus den CDU-Landesverbänden auf die Frage, ob die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet werden sollte. Die Deutsche Presse-Agentur hatte sich am Wochenende in den einzelnen Bundesländern umgehört.

Demnach plant außer Berlin kein einziger CDU-Landesverband, seine Mitglieder zu diesem Thema zu befragen – in der Hauptstadt soll das Meinungsbild bis Mitte Juli vorliegen. Auch ein Antrag zur Befürwortung der Ehe für alle auf dem Bundesparteitag im Dezember will bislang keiner der CDU-Verbände stellen.

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CDU Sachsen: Homo-Rechte keine "wesentliche Frage unseres Landes"

Gar keinen Gleichstellungsbedarf sehen die Landesparteigliederungen in Baden-Württemberg, in Nordrhein-Westfalen, im Saarland, in Sachsen, in Sachsen-Anhalt sowie in Thüringen. Der größte CDU-Landesverband in NRW hatte erst in der vergangenen Woche auf seinem Parteitag sein familienpolitisches Leitbild der Ehe als Verbindung von Mann und Frau bekräftigt. Ein Antrag, der das volle Adoptionsrecht für eingetragene Lebenspartner forderte, fand keine Mehrheit.

Die Gleichstellung von Lesben und Schwulen sei "kein beherrschendes Thema" in den Thüringer Ortsverbänden, meinte die dortige Landesgeschäftsführerin Evelin Groß. "Einen Bedarf, darüber hinaus auch im Landesverband eine Grundsatzdebatte zu führen, haben unsere Mitglieder nicht signalisiert."

Regelrechte Abwehr kommt aus Sachsen: Man dürfe nicht "die wesentlichen Fragen unseres Landes außer Acht zu lassen", meinte CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer. "Ich finde, die Diskussion wird in einer Intensität geführt, die in keinem Verhältnis zur tatsächlichen Relevanz dieser Frage steht."

Während die CDU in Bremen und Schleswig-Holstein zumindest das volle Adoptionsrecht für eingetragene Lebenspartner fordert, wird in den Landesverbänden Brandenburg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz noch darüber diskutiert, wieviel Gleichstellung man Homosexuellen einräumen möchte.

Die CDU in Rheinland-Pfalz diskutiere "sehr ernsthaft und intensiv" über die Frage einer Ehe homosexueller Paare", erklärte Sprecher Tobias Diehm gegenüber der DPA. "Es geht nicht um Rechthaberei oder Ideologien, sondern um Menschen." Mit besonderer Spannung wird die Haltung des Hamburger Landesverbandes erwartet, der von dem ehemaligen LSU-Vorsitzenden Roland Heintze geführt wird. Aus Hessen und Mecklenburg-Vorpommern liegen bislang keine Stellungnahmen vor.

Zu den prominenten Unions-Politikern, die sich bislang für die Ehe für alle ausgesprochen haben, zählen u.a. die Bundestagsabgeordneten Nadine Schön, Kai Wegner und Dagmar Wöhrl (queer.de berichtete). Auch CDU-Urgestein Heiner Geißler warb für eine komplette Gleichstellung (queer.de berichtete). (cw)

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Tags: cdu, ehe für alle
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Reaktionen zu "CDU: Um die Befürworter der Ehe für alle wird es einsam"


 37 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
21.06.2015
17:43:20


(-5, 13 Votes)

Von 2345t6urter


So, dann heult mal weiter hier rum, anstatt auf die Straße zu gehen und für gleiche Rechte zu demonstrieren.

Die homophobe Demo für Alle bekommt 4.000 Leute auf die Straße. Ihr dagegen höchstens wenige hundert.


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#2
21.06.2015
17:43:59


(+7, 13 Votes)

Von goddamn liberal


Liebe Leute,

das ist halt die CDU.

Dort sammelt sich ein Bodensatz von deutschen Herrenmenschen, die selbstverständlich nicht daran interessiert sind, Untermenschen den Rechtsstandard der westlichen Welt zuzusprechen.

Das Problem ist nicht, was diese menschenfeindliche Subkultur so denkt.

Das Problem ist, dass diese Subkultur mächtig ist, uns entrechtet und die Kanzlerin stellt.


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#3
21.06.2015
17:46:36


(+11, 13 Votes)

Von uwekrefeld
Aus Krefeld (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 12.07.2013


***
Homo-Rechte keine "wesentliche Frage unseres Landes"
***
na, wenn das so ist....
dann sollte bei der nächsten Wahl es auch keine wesentliche Frage sein, wie viel Stimmen an Schwarz verteil werden sollen?!
Leute, werdet wach!
Macht 2017 Euer Kreuz an anderer Stelle!


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#4
21.06.2015
17:47:07


(-7, 13 Votes)

Von 234z5utrjher
Antwort zu Kommentar #2 von goddamn liberal


Immer schön weiter hier rumheulen, bloß nicht auf die Straße gehen!


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#5
21.06.2015
17:53:33


(+9, 11 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #4 von 234z5utrjher


Weißt Du, was ich tu?


Der menschenfeindliche Sachse, für den die Gleichstellung von Faschismus- und Totalitarismusopfern nicht wichtig ist, ist sicher gaaanz offen für Bürgeranliegen.

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#6
21.06.2015
18:12:08
Via Handy


(+9, 9 Votes)

Von miepmiep
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Klar, daß die teils stockkonservativen Provinz-Unionen sich nicht die Bohne für Minderheitenrechte interessieren. Und das wird jetzt als "basisdemokratische Grundlage" für die Blockade auf der Bundesebene propagiert werden.
Im Bundestag hieß es unlängst noch, man sei durch die "plötzliche" (...) Debatte überfordert, müsse nun sorgfältig diskutieren und brauche Zeit. Jetzt die Verweigerung, überhaupt Diskussionsbedarf anzuerkennen. Pfui Deibel, vor allem in Richtung aller überangepassten, handzahmen, feigen und ungeouteten CDU/CSU-Schwulen. Ja, es gibt noch etwas Anderes als die "eigene Sexualität": Zum Beispiel Solidarität, Verantwortungsbewusstsein und Rückgrat. Achso, schrilles Minderheitenproblem; der "Werte-Partei" gehts eher um die Quantität ihrer ignoranten Kleinstadt-Pharisäer. Homophobie aus "konservativer" Tradition. Genau wie man in diesem Milieu auch oftmals "Mischehen", Alleinstehende Eltern, Unverheiratete Paare oder sonstige "Zeitgeist-Erscheinungen" verächtlich beäugt. REDEN, DENKEN über Lesben und Schwule? Das "nervt", jaja, so wie alle gesellschaftliche Veränderung und Infragestellung der eigenen gesättigten Wohlgefälligkeit nervt - Von Bürgerrechten über ökologisches Bewusstsein bishin zur Integrations- und Asylfrage oder nötigen Sozial- und Bildungsreformen. "Kein Bedarf für Experimente!" Danke für soviel Konstruktivität.

Im Osten hab ich auch nix Anderes erwartet; dort wo Helmut Kohl spätestens im Herbst 1989 seinen festen Platz für die Ewigkeit in den Hausaltären bekommen hat... Schwarz-Rot-Gold über alles, trallala, Aufschwung Ost, klatschen haben wir schon in der Blockpartei gelernt.

In Neufünfland ist außerdem die AfD ja schon seit letztem Jahr dabei, der CDU den Schneid abzukaufen. Äußert sich dann u.a. darin, daß CDUler mittlerweile mit AfD in lokalen Kontexten gemeinsame öffentliche Veranstaltungen bestreiten oder auch darin, daß CDU-Landtagsabgeordnete aläßlich des 8. Maumis 1945 von einer "sauberen Wehrmacht" faseln...


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#7
21.06.2015
18:30:02
Via Handy


(+7, 7 Votes)

Von miepmiep
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #6 von miepmiep


P.S. "anlässlich des 8. Mais" sollte es heißen. Die gemeinsame Abstimmung der CDU zusammen mit der NPD in Eisenach letzte Woche zeigte natürlich auch, was Sache ist: "Rechts der Mitte" ist eben doch noch sehr viel Platz, den man mitbeanspruchen will... F.J. Strauß lässt grüßen.


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#8
21.06.2015
18:43:18


(+6, 8 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #6 von miepmiep


"...der "Werte-Partei" gehts eher um die Quantität ihrer ignoranten Kleinstadt-Pharisäer"

Das ist wohl so.

Man muss dazu jedoch sagen, dass es in Irland außer Dublin und Cork NUR Kleinstädte und Dörfer gibt und dass die Gleichstellung trotzdem nur in EINEM Wahlkreis knapp unterlag.

Merke: Deutsches Elend kann man eben nicht mit gutkatholischen Inseln vergleichen, auf denen Menschen aber wissen, wie man für seine Freiheit kämpft.


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#9
21.06.2015
19:15:24


(0, 4 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Großbritannien wird wohl das einzige Land in der EU bleiben, in dem die Konservativen (!) gezeigt haben, daß es auch anders geht und die Einführung der Homoehe wichtig und auch richtig ist! Davon sind die C-Parteien in Deutschland sowie andere konservative und christdemokratische europäische Parteien ganz weit entfernt!


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#10
21.06.2015
21:13:16


(+10, 10 Votes)

Von Robin


Das zeigt, dass die Union weiterhin an der Diskriminierung festhalten will und Hass in der Bevölkerung schüren will um daraus politisch Kapital zu schlagen...

Das nennt man Rechtspopulismus.


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