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  • 22.06.2015, 15:44h           132      Teilen:   |

Kampf gegen Antisemitismus

Zentralrat der Juden zeichnet Volker Beck aus

Artikelbild
Der "Vater der Homo-Ehe" wird für seinen Einsatz gegen Antisemitismus und für Israel geehrt (Bild: Böll-Stiftung)

Große Ehre für den Kölner Politiker: Volker Beck erhält für seinen Kampf gegen Antisemitismus den prestigeträchtigen Leo-Baeck-Preis.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat am Montag bekanntgegeben, dass er in diesem Jahr den Leo-Baeck-Preis an den Bundestagsabgeordneten Volker Beck (Grüne) verleiht. Die Preisverleihung wird Anfang November in Berlin stattfinden.

"Volker Beck engagiert sich seit mehr als 20 Jahren für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland und über die Grenzen Deutschlands hinaus", begründeten Präsidium und Direktorium des Zentralrats der Juden ihre Entscheidung. "Sein Kampf gegen Antisemitismus und Israelfeindlichkeit ist vorbildlich."

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"Gegen viele Widerstände" für Juden eingesetzt

Schon in den Neunzigerjahren habe sich der schwule Abgeordnete vehement und "gegen viele Widerstände" für die Entschädigung der früheren NS-Zwangsarbeiter sowie für Rentenzahlungen an Juden in Osteuropa eingesetzt. In der Beschneidungsdebatte 2012 habe sich Beck zudem als erster Bundespolitiker an die Seite der jüdischen Gemeinschaft gestellt. Der Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Parlamentariergruppe engagiere sich zudem in herausragender Weise für Israel.

"Volker Beck setzt auf würdige Weise die Reihe unser Leo-Baeck-Preisträger fort", erklärte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster. "In seinem Engagement für die jüdische Gemeinschaft und in seinem Kampf gegen jede Form von Antisemitismus hat er nie nachgelassen. Damit hat er diese Auszeichnung mehr als verdient."

Auf seiner Facebook-Seite bedankte sich Beck, der derzeit innen- und religionspolitischer Sprecher seiner Fraktion ist, in einer ersten Reaktion auf Hebräisch mit den Worten "Toda Raba" (Vielen Dank). "Ich fühle mich sehr geehrt und freue mich über die Anerkennung für meine Arbeit. Das ist einfach großartig", so Beck.

Mit dem seit 1957 vergebenen Leo-Baeck-Preis ehrt der Zentralrat der Juden Persönlichkeiten, die sich in herausragender Weise für die jüdische Gemeinschaft eingesetzt und sich damit um sie verdient gemacht haben. Zu den Preisträgern früherer Jahre gehören unter anderem Bundeskanzler Helmut Kohl, der 1997 ausgezeichnet wurde, und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Auch die Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, Roman Herzog und Christian Wulff hatten den Preis erhalten.

Im vergangenen Jahr wurde der Preis, der nach dem Rabbiner Leo Baeck (1873-1956) benannt worden ist, nicht verliehen. 2013 war der damalige EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider ausgezeichnet worden. (dk/cw)

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Tags: volker beck, zentralrat der juden, leo-baeck-preis
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Reaktionen zu "Zentralrat der Juden zeichnet Volker Beck aus"


 132 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
22.06.2015
15:54:54


(-9, 15 Votes)

Von SaschaH


Eine Würdigung der Verdienste von Volker Beck auch hier:

Zentralrat der Juden in Deutschland:
MdB Volker Beck erhält Leo-Baeck-Preis

Link:
haolam.de/artikel_21444.html


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#2
22.06.2015
15:57:21


(+1, 9 Votes)

Von TheDad
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Absolut verdient..

Wohl kaum ein Mensch setzt sich so umfassend gegen Hass gegen Minderheiten ein wie Volker Beck..


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#3
22.06.2015
16:03:11


(+2, 6 Votes)

Von goddamn liberal


Herzliche Gratulation!

Hier zeigt sich ein bürgerrechtliches Bündnis zwischen Minderheiten, das in den USA auch ohne Preise seit Jahrzehnten hervorrragend funktioniert und in Frankreich nicht.

Dort verfasst der (inzwischen zurückgetretene) Großrabbiner homosexuellenfeindliche Traktate und schwule Prominente liebäugeln traditionell ab und an mit dem Faschismus, wenn er grad mal a la mode ist (Cocteau, Genet etc.).

Das Bündnis zwischen Minderheiten basiert aber auf einer Schicksalsgemeinschaft (schon im Mittelalter wurden manchmal Sodomiter und Juden gemeinsam verbrannt).


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#4
22.06.2015
16:09:37


(+1, 11 Votes)

Von Christine


Herzlichen Glückwunsch an den mutigen und aufrechten Volker Beck !


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#5
22.06.2015
17:34:45


(+5, 15 Votes)

Von thorax


Kein Wunder, er ist ja beredt genug für die Jungenverstümmelung eingetreten.


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#6
22.06.2015
18:51:06


(-16, 18 Votes)

Von SaschaH
Antwort zu Kommentar #5 von thorax


Red´keinen Unfug von Sachen, die Du offenkundig aus einer ideologischen Brille betrachtest.


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#7
22.06.2015
18:53:25


(-8, 14 Votes)

Von Markus44


Das Judentum ist bekanntlich auch deswegen zu loben, weil es sowohl im Reformjudentum als auch im Konservativen Judentum öffentliche Segnungsgottesdienste für homosexuelle Paare gibt und dort homosexuelle Paarbeziehungen nicht als sündhaft bewertet werden.

Anders schaut es leider im orthodoxen und ultraorthodoxen Judentum aus.

Auch ist Israel die einzige LGBT-Hochburg im ganzen Nahen Osten. In Tel-Aviv gibt es schwul-lesbisches öffentliches Leben, CSDs und LGBT-Lokale.

Ausserhalb Israel findet sich dagegen im ganzen islamisch geprägten Nahen Osten das Grauen, wenn man bedenkt, dass homosexuelle Menschen derzeit in Syrien und im Irak geköpft werden, in Ägypten oder in Saudi-Arabien im Gefängnis landen.

Da hebt sich das Judentum doch größtenteils als sehr LGBT-freundliche Religion ab so wie dies auch im Budhhismus der Fall ist und sonst nur sehr wohltutend in protestantischen, anglikanischen und altkatholischen LGBT-freundlichen Kirchen zu finden ist.

Lang lebe Israel und das jüdische Volk !!!

Möge Israel niemals von Islamisten zerstört und das jüdische Volk ins Meer getrieben werden.


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#8
22.06.2015
19:31:34


(-9, 15 Votes)

Von SaschaH
Antwort zu Kommentar #7 von Markus44


Kleine Anmerkung: Es gibt auch die ersten orthodoxen Gemeinden, die ihre Position revidieren in diesem Punkt. Es tut sich einiges.
Auch sollte man berücksichtigen: Die langjährige Vorsitzende der (orthodox geprägten) Jüdischen Gemeinde Berlin gehörte zu den Mit-Initiatoren des Berliner Bündnisses gegen Homophobie.


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#9
22.06.2015
19:52:33


(-1, 7 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von thorax


You made my day!


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#10
22.06.2015
19:52:36


(+8, 8 Votes)

Von myystery
Antwort zu Kommentar #6 von SaschaH


Das Ablehnen von Zwangsbeschneidungen ist keine "Ideologie".

Mich hat auch abgestoßen, wie Beck als schwuler Mann allen ernstes aus der Bibel zitiert hat, um ein "Argument" zu machen....soll das jetzt Schule machen? Dann gute Nacht Gleichstellung....

Dennoch engagiert sich Beck zweifellos viel für Toleranz. Oft stimme ich ihm zu, nicht immer.

Aus Sicht der Preisverleiher ist die Auszeichnung allemal legitim.


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