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  • 24.06.2015, 12:02h           29      Teilen:   |

Gemeinsamer Druck

#EheFürAlle: Deutschlands Szene vereint sich

Artikelbild
Das von Enough is Enough entwickelte Motiv "Mein JA habt ihr" ist - in leicht veränderter Form - das Logo der neuen Bündniskampagne (Bild: Enough is Enough)

Das größte Bündnis queerer Gruppen in der Geschichte Deutschlands ruft zum gemeinsamen Kampf für die Ehe-Öffnung schwuler und lesbischer Paare.

Das Momentum ist da und soll bleiben: Nach dem erfolgreichen Referendum zur Ehe-Öffnung in Irland und der anschließenden Debatte in Deutschland haben sich auf Initiative des Aktionsbündnis gegen Homophobie e.V. bislang 22 LGBT-Gruppen, -Vereine und -Verbände zu einer gemeinsamen Initiative unter dem Titel #EheFürAlle zusammengeschlossen.

"Dies ist jetzt schon das breiteste Bündnis in der Geschichte der LSBTI*-Bewegung der Bundesrepublik", freut sich Initiativensprecher Dirk Ludigs. "Wir haben uns zum Ziel gesetzt, mit koordinierten Aktionen den gesellschaftlichen Druck auf den Bundestag und die Kanzlerin zu erhöhen, bis die Ehe endlich auch in Deutschland für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet wird."

Im Rahmen der Initiative kämpfen unter anderem der LSVD, die Deutsche Aids-Hilfe, Enough is Enough, die LAG Lesben in NRW und der Berliner CSD unter einem Dach – wer die Befindlichkeiten in der Community kennt, weiß, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist. "Weitere Vereine und Verbände der Community sind eingeladen, der Initiative beizutreten", meint Ludigs.

Fortsetzung nach Anzeige


Webseite jetzt online, bereits über 8.300 Facebook-Fans

Von Enough is Enough stammt das bereits in sozialen Netzwerken wie auf CSDs in Form von Badges weit verbreitete und nun leicht angepasste Logo mit dem Slogan "Mein JA habt ihr". Auf der am Mittwoch online gegangenen Kampagnenwebseite lässt es sich in verschiedenen Formaten herunterladen – vom kleinen Logo für das eigene Profilbild in sozialen Netzwerken bis hin zum Großformat für Plakate oder T-Shirts.

Die Webseite, die von einer Facebook-Page mit bereits über 8.300 Followern ergänzt wird, bietet zudem den Appell der Initiative an den deutschen Bundestag. Das Aktionsbündnis gegen Homophobie e.V. hat im Rahmen der Initiative ein Spendenkonto eingerichtet. Denn die späteren Schritte der Kampagne, die langfristig angelegt ist, benötigen Geld, um Aufmerksamkeit und Wirkung erzielen zu können. Das Aktionsbündnis gegen Homophobie ist ein gemeinnütziger Verein und Spenden an ihn sind steuerlich abzugsfähig. Auf vielen CSD-Veranstaltungen in den nächsten Wochen werden Menschen mit Sammelbüchsen unterwegs sein.

Ehe-Verbot schadet dem Wirtschaftsstandort

"Die Ehe für alle ist international zu einem Symbol für Freiheit und Gerechtigkeit geworden", heißt es im Appell des neuen Bündnisses, das in den kommenden Wochen weitere Partner aus der Mehrheitsgesellschaft wie Gewerkschaften, Kirchen und Unternehmen gewinnen will. "Deutschland riskiert, sich von westlichen Werten abzukoppeln, wie sie von Kalifornien bis Frankreich, von Schweden bis Argentinien längst gelebt werden. Europas wichtigster Wirtschaftsstandort kann auf Dauer nicht erfolgreich bleiben ohne moderne Gesellschaftspolitik."

Es gehe schließlich nicht um Privilegien, sondern "um das Grundrecht auf Gleichbehandlung, wie es in unserer Verfassung verankert ist". Bei dieser Bürgerrechtsfrage dürften weder parteipolitische Überlegungen noch im Ausland längst widerlegte Ängste und Vorurteile eine Rolle spielen.

"Deutschland ist weiter" als seine Politik, findet das Bündnis. Nun sei es an der Zeit, das mit einer vereinten Szene, vereint mit den Menschen im Land der Regierung klar zu machen. (nb)

Die bisherigen Bündnispartner
Aktionsbündnis gegen Homophobie e.V.
Landesarbeitsgemeinschaft Lesben in Nordrhein-Westfalen e.V.
Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule und Lesbische Paare (SLP) e.V.
Jugendnetzwerk Lambda e.V.
Projekt 100% MENSCH
Lesben.org
LSVD e.V., Bundesverband
Christopher Street Day Deutschland e.V.
Berliner CSD e.V.
OSPI – Orden der Schwestern der perpetuellen Indulgenz
Queer-Netz, Bundeskonferenz schwul-lesbischer Netzwerke e.V.
Aktionsbündnis "Vielfalt statt Einfalt"
Queere Bildung e.V.
Akademie Waldschlösschen
Bundeskonferenz der schwulen, lesbischwulen und queeren Referate und Hochschulgruppen
Initiative "ENOUGH is ENOUGH! OPEN YOUR MOUTH!"
Deutsche AIDS-Hilfe e.V.
Völklinger Kreis e.V.
Wirtschaftsweiber e.V.
PrOut at Work Foundation
STICKS & STONES LGBT-Karrieremesse
24/7UNICORN Diversity Congress

Links zum Thema:
» Webseite der Kampagne
» Die Kampagne bei Facebook
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Tags: ehe für alle, ehe-öffnung, bündnis, kampagne
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Reaktionen zu "#EheFürAlle: Deutschlands Szene vereint sich"


 29 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
24.06.2015
12:12:33


(+12, 12 Votes)

Von ehemaligem User VeganBear


Zum Thema #EheFürAlle gibt es einen -wie gewohnt- brillanten neuen Artikel des zaunfinken, der diverse Aspekte dieser Bewegung aus meiner Sicht gut nachvollziehbar darstellt:

Link:
derzaunfink.wordpress.com/2015/06/22/das-paarprivi
legien-projekt-fast-wie-richtige-menschen/


Unbedingt lesenswert!


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#2
24.06.2015
12:18:23


(+12, 14 Votes)

Von GG1985
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ich finde es wunderbar, dass sich diese ganzen verschiedenen Organisationen zusammentun. Dadurch kann man eine viel größere Bewegung aufbauen, als nur mit vereinzelten Organisationen hier und da.

Viel Glück!


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#3
24.06.2015
12:24:19


(+16, 16 Votes)

Von standpunkt


"Europas wichtigster Wirtschaftsstandort kann auf Dauer nicht erfolgreich bleiben ohne moderne Gesellschaftspolitik."

Das vermitteln auch die Nachrichtenbilder der letzten Wochen. Abertausende Staatsbürger streiken für ein würdigeres Leben, u.a. für eine würdigere Zukunft der Kinder unserer Gesellschaft.

Die gute Union

Youtube-Video:


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#4
24.06.2015
12:32:27


(+14, 14 Votes)

Von Chubby


Da kann ich mich nur anschließen.

Die Zeit von Grüppchenbildungen und gegenseitigen Animositäten ist vorbei.

Jetzt müssen wir alle zusammenstehen und gemeinsam für unsere Interessen kämpfen.

Das gilt übrigens nicht nur für Gruppen, Vereine, Organisationen, etc. Sondern auch für uns alle: wir müssen endlich aufhören, uns gegenseitig zu bekämpfen, weil andere nicht unserem optischen Ideal entsprechen, weil sie zu dick sind, zu "tuntig" sind, oder was auch immer.

Nur wenn wir unsere Kräfte bündeln, können wir was verändern. Wenn wir uns aber gegenseitig runtermachen, nehmen wir den Homohassern die Arbeit machen.

Als korpulenter Schwuler erlebe ich regelmäßig, dass mich manche Schwule schief ansehen, über mich lästern, mich mobben, etc. Es muss nicht jeder mit mir ins Bett wollen, aber ist Freundschaft nicht auch ohne Sex möglich? Und miteinander kämpfen erst recht?

Wir kämpfen gegen Mobbing von Heteros, mobben aber selbst untereinander am meisten.

Solange wir uns gegenseitig bekämpfen, lehnen sich die Homohasser entspannt zurück und schauen amüsiert zu, wie wir deren Arbeit übernehmen...


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#5
24.06.2015
13:17:21


(+11, 13 Votes)

Von dem Pferd
Antwort zu Kommentar #2 von GG1985


Ich wünsche den Häuptlingen auch viele Indianer.


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#6
24.06.2015
13:44:13


(+9, 21 Votes)

Von einig wofür


wenn jede politische positionierung von schwulen und lesben endgültig reduziert und herunterreguliert werden soll und wird auf die "ehe für alle" - völlig egal, was sonst politisch, sozial, ökonomisch in dieser gesellschaft passiert - was bleibt dann an politischer bewegung eigentlich noch übrig?

und sind die immergleichen appelle an merkel und die große koalition wirklich das, was eine perspektive weist zur tatsächlichen durchsetzung politischer forderungen, auch über die sehr begrenzte forderung der ehe-öffnung hinaus?

ist es fortschrittlich, die nicht selten chauvinistisch (auch) gegen schwule und lesben in anderen ländern eingesetzte rhetorik vom "starken wirtschaftsstandort deutschland" einfach so zu übernehmen und sich den herrschenden damit anzubiedern?

sollen hier notwendige auseinandersetzungen innerhalb der "community" über menschenrechte in zeiten der kapitalistischen krise, soll hier eine tatsächlich demokratische debatte über notwendige politische forderungen, positionierungen und fragen der organisation gar nicht erst stattfinden?

breitere taktische bündnisse in einzelnen fragen wie der ehe-öffnung: ja!

eine beschränkung der politischen debatte und arbeit innerhalb der community auf solche bündnisse, eine unterordnung unter diese und insbesondere darin wirkende bürgerliche lobbygruppen (karriere-netzwerke usw.) sowie die unterdrückung der notwendigen, breiten debatte über eine klare politische positionierung (weit) über die frage der ehe-öffnung hinaus, für soziale gleichheit und damit gegen die gesellschaftliche grundlage von homophobie, rassismus usw.: nein!


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#7
24.06.2015
14:02:28


(+6, 10 Votes)

Von der Rothaut
Antwort zu Kommentar #6 von einig wofür


Viel Pranger, wenig Marterpfahl......


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#8
24.06.2015
14:47:41


(-6, 14 Votes)

Von seb1983
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #6 von einig wofür


Es ist zumindest hilfreich sich auf ein greifbares, konkretes Ziel zu konzentrieren bevor man die Weltrevolution, Zerschlagung der pösen kapitalistischen Herrschenden und den anschließenden Weltfrieden anstrebt und vorher wieder nur alles schlechtredet


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#9
24.06.2015
15:16:55


(+11, 11 Votes)

Von Freeyourgender
Aus Würzburg (Bayern)
Mitglied seit 08.10.2014


Allianzen bilden ist sehr gut.

FreeYourGender unterstützt die Aktion
voll und ganz.

Vielleicht finden sich noch mehr aus dem
Frauenrechte-Netzwerken
diese waren in Irland sehr wichtig.

wie auch Künstler_innen wie Panti Bliss.

Link zu www.freeyourgender.de


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#10
24.06.2015
15:20:42


(+4, 10 Votes)

Von rätzel
Antwort zu Kommentar #8 von seb1983


Dort steht kein Wort von "Weltrevolution", "Zerschlagung" und "Weltfrieden"?


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