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Kalifornischer "Sodomite Suppression Act"

Volksentscheid über Todesstrafe für Homosexuelle gestoppt


Der radikalchristliche Antragsteller wollte aus "Ehrfurcht vor Gott" alle Schwulen und Lesben töten lassen (Bild: flickr / kcdsTM / by 2.0)

Ein kalifornischer Richter verbietet die Volksabstimmung "Sodomite Suppression Act" eines radikalen Christen, in der vorgesehen war, Schwule und Lesben zu erschießen.

Der Spuk ist vorbei: Ein Gericht in der kalifornischen Hauptstadt Sacramento hat am Dienstag eine extrem homophobe Volksinitiative gestoppt. Im vom Rechtsanwalt Matthew Gregory McLaughlin aus Orange County eingebrachten "Sodomite Suppression Act" (PDF) war allen Ernstes die Exekution von Homosexuellen und Haft für "sodomitische Propaganda" gefordert worden (queer.de berichtete).

Richter Raymond Cadei erklärte in seiner Urteilsbegründung, die Initiative sei "offensichtlich verfassungswidrig". Daher wäre es "unangemessen", sie weiter zu verfolgen. Dies würde "öffentliche Gelder verschwenden, zu einer unnötigen Spaltung der Bevölkerung führen und die Wähler täuschen".

Die Hürden für eine solche Initiative sind in Kalifornien sehr gering: Der Antragsteller muss die Bearbeitungsgebühren in Höhe von 200 US-Dollar (180 Euro) bezahlen, damit die Initiative anerkannt wird. Danach hätte er knapp 366.000 Unterschriften von wahlberechtigten Kaliforniern sammeln müssen, damit aus der Initiative ein Volksentscheid wird, über den die Wähler im November 2016 hätten abstimmen können. Beobachter glaubten zwar, dass McLaughlin nie genügend Unterstützer für sein Projekt gefunden hätte. Die Unterschriftensammlung allein hätte aber zu Ausschreitungen führen können.

Justizministerium hatte geklagt


Justizministerin Kamala Harris hat die drohende Abstimmung durch eine Klage gestoppt

LGBT-Aktivisten dankten Justizministerin Kamala Harris dafür, dass sie sofort den Kampf gegen die Initiative aufgenommen hatte. Das Ministerium hatte im März angekündigt, gegen die Volksinitiative vorzugehen. Da die direkte Demokratie im Westküstenstaat aber einen hohen Schutz genießt, musste die Justizministerin gegen die Initiative klagen.

In McLaughlins "Sodomite Suppression Act" (PDF) hieß es wörtlich: "Vor dem Hintergrund, dass es besser ist, wenn die Täter sterben anstatt dass wir alle durch Gottes gerechten Zorn getötet werden, weil wir Bosheit in unserer Mitte dulden, empfiehlt das Volk von Kalifornien mit Bedacht und Ehrfurcht vor Gott, dass jede Person, die freiwillig eine andere Person des gleichen Geschlechts zu Zwecken der sexuellen Befriedigung berührt, mit dem Tode durch Kugeln in den Kopf oder jede andere geeignete Methode bestraft wird."

Für McLaughlin könnte die Initiative noch Konsequenzen haben: Inzwischen haben über 140.000 Menschen in einer Petition gefordert, dass dem Anwalt die Zulassung entzogen wird. Sie argumentieren, dass er, anders als von der kalifornischen Anwaltskammer verlangt, keinen "guten moralischen Charakter" habe. (dk)



#1 PFriedrichProfil
#2 yelimSEhemaliges Profil
  • 24.06.2015, 14:52h
  • .45 ACP JHP Hydra-Shok

    Wenn schon alttestamentarisch, dann bitte Ersäufen, Steinigen oder Scheiterhaufen, nicht immer dieser moderne Kram. Wäre doch das Rad nie erfunden worden ..
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#3 VeganBearEhemaliges Profil
#4 LorenProfil
  • 24.06.2015, 15:17hGreifswald
  • Gut, dass die USA doch nicht das Land der unbegrenzten Möglichkeiten sind. Das Urteil kann ich nur begrüßen.
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#5 DefragmentierungEhemaliges Profil
  • 24.06.2015, 16:31h
  • Und in spätestens drei Wochen wird dieses miese Stück Dreck mit einem Minderjährigen auf dem Bahnhofsklo überrascht, wetten?

    Die verantwortliche Ideologie hinter diesen perversen Mordgelüsten, der wir unter anderen schon die industrielle Massenvernichtung im Dritten Reich verdanken, wird, man kann es nicht oft genug feststellen, in Deutschland jährlich mit Milliarden gefördert!
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#6 Patroklos
  • 24.06.2015, 18:13h
  • Sehr gut, daß dieser Kotzbrocken die Grenzen von Richter Raymond Cadei aufgezeigt wurden! Hoffe, daß noch viele Menschen die Petition zeichnen und dieses homophobe A****loch nie wieder als Anwalt praktizieren darf!
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#7 David77Anonym
  • 24.06.2015, 19:22h
  • Man sollte es ihm einfach gleichmachen und SEINE Todesstrafe fordern, zumal man sich da auf Notwehr berufen kann...
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#8 Danny387Profil
#9 GeisteskrankAnonym
  • 24.06.2015, 20:38h
  • Ich kann mir denken, dass ich mit meiner Meinung hier jetzt wohl rel. alleine dastehe, aber wann hoert ihr von queer.de endlich auf, solche Aktionen noch als homoPHOB zu bezeichnen? So etwas ist in hoechstem Masse menschenfeindlich und hassgetrieben. Mit der Bezeichnung "homophob" werden solche Leute verharmlosend dargestellt. So Leute, die mit RECHTLICHEN MITTELN(!) EINE(!) Minderheit bekaempfen wollen, sind eine Gefahr fuer die Gesellschaft.
    Und wenn "wir" als "Problemfall" "ausgemerzt" sind, wer kommt dann dran? "Der Muslim" oder "der Jude"; oder etwa wieder "der Schwarze"?
    Diese, in ihrem Wahn verfangenen, Leute gehoeren weggesperrt, und zwar BEVOR sie durch ihren HASS der Gesellschaft Schaden zufuegen! (Haette eigentlich der Richter schon in die Wege leiten koennen, indem er aufgrund des geistigen Zustandes des Anwalts eine Gefaehrdung der Allgemeinheit als moeglich gesehen haette und deswegen eine psychiatrische/psychologische Begutachtung haette einleiten koennen)
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#10 VeganBearEhemaliges Profil
  • 24.06.2015, 20:51h
  • Antwort auf #9 von Geisteskrank
  • Meine Güte. "Homophobie" ist nun mal der Fachbegriff dafür. Daß es sich hierbei nicht (nur) um eine Angst handelt, läßt sich bereits in den ersten zwei Zeilen des dazu gehörenden Wikipedia-Eintrages nachlesen:

    de.wikipedia.org/wiki/Homophobie

    So, wie queer.de darüber berichtet (und wie hier darüber diskutiert wird), findet keinesfalls eine Verharmlosung statt - die findet höchstens in Deinem Kopf statt, wenn Du FÜR DICH "Homophobie" nur in dieser sehr eingeschränkten, falschen bzw. absolut unvollständigen Bedeutung definierst.

    Also dann doch bitte erst informieren.
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