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  • 26.06.2015, 15:02h           9      Teilen:   |

Sean Conroy

USA: Erstes Coming-out im Profi-Baseball

Artikelbild
Sean Conroy (Mitte) feiert den 7:0-Sieg mit einem Mannschaftskameraden (Bild: Sonoma Stompers)

Premiere in der CSD-Saison: Erstmals hat sich ein Profi im Baseball als schwul geoutet.

Der 23-jährige Baseballspieler Sean Conroy vom nordkalifornische Team Sonoma Stompers hat sich als schwul geoutet. Das Coming-out ist laut dem amerikanischen Sportsender ESPN das erste eines aktiven Profis im Baseball. Die Sonoma Stompers spielen allerdings nicht in der höchsten Liga, der Major League Baseball, sondern in der lokalen kalifornischen Liga "Pacific Association of Professional Baseball Clubs".

Das Coming-out fand anlässlich der CSD-Saison statt: Die Stompers hatten das Spiel am Donnerstag wegen des CSDs als "Stompers Pride Night" deklariert – und Conroy hatte im Vorfeld gegenüber Medien erstmals über seine Homosexualität gesprochen. Das Spiel war für den Pitcher und sein Team erfolgreich: Die Stompers besiegten die Vallejo Admirals mit 7:0.

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Conroy: "Ich bin halt so"

Sean Conroy ist out und proud - Quelle: Sonoma Stompers
Sean Conroy ist out und proud (Bild: Sonoma Stompers)

Conroy erklärte, er habe sich im Alter von 16 Jahren gegenüber seiner Familie geoutet. Als er im Mai von den Stompers angeheuert wurde, habe er auch seinen Mannschaftskollegen von seiner Homosexualität erzählt. Dabei habe es keinerlei Probleme gegeben. Für ihn sei das Coming-out ohnehin keine große Sache: "Es ist nicht so, dass ich mich unbedingt outen wollte. Mir ist es einfach egal, wenn das öffentlich wird. Ich bin halt so", erklärte er. "Ich bin auf jeden Fall überrascht, dass es noch nie einen offen schwulen Spieler im Baseball gab".

Tatsächlich haben sich mit Glenn Burke und Billy Bean bereits zwei angesehene MLB-Profis geoutet, allerdings erst nach ihrem Karriereende. Dagegen war Baseball in der Vergangenheit immer wieder ein Hort der Homophobie: So erklärte Daniel Murphy von den New York Mets erst vor wenigen Monaten, dass er Homosexualität für eine Sünde hält und diesen "Lebensstil" daher zu 100 Prozent ablehne (queer.de berichtete).

In den anderen großen amerikanischen Teamsportarten gab es dagegen schon mehrmals Coming-outs, über die es in den Medien eine ausführlich Berichterstattung gab: So outete sich unter anderem der Footballer Michael Sam, der Basketballer Jason Collins und der Fußballer Robbie Rogers. (dk)

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Tags: sean conroy, usa, baseball
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Reaktionen zu "USA: Erstes Coming-out im Profi-Baseball"


 9 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
26.06.2015
16:35:43


(-3, 7 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Herzlichen Glückwunsch zum Coming-Out! Daran können sich die Profifußballer anderer Nationen, wie Deutschland, Italien und Spanien, wirklich mal ein positives Beispiel nehmen!


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#2
26.06.2015
20:35:09


(+7, 7 Votes)

Von Felix


Sehr gut!

Nicht nur für alle Schwulen und Lesben, sondern vor allem auch für ihn selbst, der jetzt endlich frei ist und keine Schmierenkomödie mehr spielen muss und keine Angst mehr haben braucht.


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#3
26.06.2015
22:45:33


(+7, 9 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013
Antwort zu Kommentar #1 von Patroklos


Baseball... hier geht es um Baseball, Rose.


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#4
26.06.2015
23:01:04


(-1, 7 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von Harry1972


Der Satz sollte auch heißen:

An diesem Baseballspieler sollten sich eimal die Profifußballer in aller Welt ein positives Beispiel daran nehmen.


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#5
27.06.2015
05:59:51


(+2, 6 Votes)

Von ehemaligem User Tomorrow


So'n richtiger "Bear"- der Typ:-))

Ansonsten: Profi-Fussballer sind nur noch peinliche Lachplatten. Die kann man nicht mehr ernst nehmen. Weder haben sie das Rückgrat sich zu outen, noch stehen sie für Menschenrechte ein. (Stichwort Katar)


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#6
27.06.2015
09:01:53


(+4, 4 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008
Antwort zu Kommentar #5 von Tomorrow


wir berliner sollten nicht so weit in die ferne blicken beim ruf nach menschenrecht für arbeitende..
siehe " mall of berlin" , am leibziger platz.
Leiharbeiter, die in unmöglichen unterkünften gepfercht, dort überhöhte mieten zahlend nun auch noch um ihren restlohn betrogen werden...

Zynich zu nennen dann die messingplaketen im inneren..; So die als rolltreppenaufgang zu saturn in messing eingravierten menschenrechte, um dem kunden die möglichkeit des erhabenen einkaufes zu gewähren..
Man trampelt im wahrsten sinne darauf rum.

Hätten wir selbst soviel "rückgrat" wie wir sie von anderen abfordern, hätten wir diesen konsumtempel längst einer jesuskur überantwortet.
So kann man froh sein, dass überhaupt mal einer sich an katar und die arbeiter dort erinnert.


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#7
27.06.2015
09:04:16


(+3, 7 Votes)

Von schwarzerkater
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von Tomorrow


@ tomorrow "... Weder haben sie das Rückgrat sich zu outen, noch stehen sie für Menschenrechte ein. ... "
in wievielen länder finden oder fanden sportliche wettbewerbe statt, die weder demokratien sind, noch besonders schwulenfreundlich???
warum werden hier im forum meistens die fußballer zu prügelknaben? was ist mit golf, tennis, biathlon, formel 1 oder 100 anderen sportarten?
voll nervig dieses fußballer-bashing hier.


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#8
27.06.2015
11:28:03


(0, 6 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von Tomorrow


Es geht immer noch um BASEBALL !


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#9
27.06.2015
13:14:09


(-2, 8 Votes)

Von seb1983
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #7 von schwarzerkater


Dat is wie mit der Katholischen Kirche.
Die gewohnten Beißreflexe und Phrasen.

Für Biathlon oder Imame interessiert sich doch keiner, wenn man Wölki und Lahm hat


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