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Kommentare zu:
Amerikanischer Supreme Court öffnet die Ehe für Schwule und Lesben


#141 klammerpaarAnonym
  • 28.06.2015, 12:13h
  • Antwort auf #140 von 2q345tr6zfd
  • "- Erstaunlicherweise ist niemand bereit die Initiative zu ergreifen und die Eheöffnung über das deutsche Gerichtssystem einzuklagen, abgeschreckt durch die hohen Kosten und den hohen Zeitaufwand (bestimmt mehr als fünf Jahre)"

    (1980 kamen bei der Kampagne "Waffen für El Salvador" nach sechs Wochen 400.000 Deutsche Mark zusammen. Bis zum Ende der Kampagne 1992 waren es 4.700.000 Deutsche Mark.)
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#142 FreeyourgenderProfil
  • 28.06.2015, 13:09hBamberg
  • Dass die deutsche Medien nicht berichten über die gerichtlich erwirkte bundesweite Eheöffnung,
    was ein Ereignis der LGBT-Bewegung weltweit bedeutet und im Hinblick auf die Stonewall-Riots 1969 eine Zäsur bedeutet,
    liegt daran, dass nun bewußt ignoriert wird.
    Dieser Fahrplan war zum Zeitpunkt der Irland Eheöffnung noch nicht auf diese Art beschlossen worden, man hatte noch gedacht, man kann die Eheöffnung offen medial "wegdiskutieren".
    Das ist mißglückt.
    Desshalb wurde die Strategie auf ignorieren und bagatellisieren geändert.

    Ich hatte gestern am Samstag 27.Juni den Nachrichtensender B5 eingeschaltet, dort werden alle 15 Minuten nur Nachrichten gesendet.

    Ich liess das Radio von ca. 16 bis 20 Uhr laufen, und es kam kein einziger Hinweis in irgendeiner Form auf die am Tage zuvor geöffnete Ehe der USA,
    die ja durch die Zeitverschiedung erst am Nachmittag (MEZ) in Deutschland bekannt wurde.

    Einzig mit einem Halbsatz wurde der CSD Berlin erwähnt, ein einziges mal in diesen 4 Std. als ich B5 hörte, und dieser wurde als "Spektakel" bezeichnet und ihm damit jeglicher politischer Anspruch genommen.

    Natürlich ist der CSD ein "Spektakel",
    aber warum es ihn überhaupt geben muß u nd wie er entstand, ist ein ganz anderes Spektakel !
    Darüber wird nicht berichtet.
    Wir sind eben "nur eine schrille Minderheit",
    (Zitat Alexander Dobrindt, zu diesem Zeitpunkt Generalsekretär CSU, heute Verkehrsminister)

    Der Bundesrat hat keine Gesetzesvorlage verabschiedet, sondern nur eine Resolution.
    Daher ist der Bundestag nicht in Zugzwang und kann das Problem "aussitzen".
    Warum wurde keine Gesetzesvorlage initiiert, sodass der Bundestag gezwungen wird, zumindest offiziell dann nein zu sagen ?

    Zur Zeit tönt es aus Berlin, dass kein Bedarf der Klärung dieser Frage besteht.

    Wir werden hier vorgeführt.
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#143 na dannAnonym
#144 VeganBearEhemaliges Profil
  • 28.06.2015, 13:43h
  • Antwort auf #142 von Freeyourgender
  • Zum Thema "schrille Minderheit":

    Nach der letztjährigen CSD-Saison hat der zaunfink mal eine "Presseschau" in einen seiner Blogartikel eingebunden:

    derzaunfink.wordpress.com/2014/09/04/ihr-seid-alle-schrill-s
    chrill-schrill/


    ***

    "Deshalb wurde die Strategie auf ignorieren und bagatellisieren geändert."

    Diesen Eindruck habe ich im Moment auch. Z.B. auf SPON findet der Artikel "Homo-Ehe: Vorbild USA, Duckmäuser Deutschland", der an sich ganz gut Tacheles spricht, nur noch unter "Panorama" mit einem kleinen Bildchen statt. Wichtiger in dieser Rubrik ist im Moment "Hässlichster Hund der Welt: Der Köter von Notre Dame".

    Daran kann man recht gut den Stellenwert ablesen, der uns zugemessen wird. Eine "schrille Minderheit" eben, unter "Ferner liefen".

    Fundamentale Menschenrechte? In unserem Land momentan kein Thema. Eine Schande.
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#145 TotalversagenAnonym
  • 28.06.2015, 14:13h
  • Antwort auf #142 von Freeyourgender
  • Ein "CSD", der sich von den Segregationspolitikern von CDU und SPD vorführen LÄSST und diese sogar noch hofiert und bejubelt, ist nicht einfach ein "inhaltsloses Spektakel", es ist eines der totalen Selbsterniedrigung.

    Und eine politische Bankrotterklärung der Opportunist*innen und Anbieder*innen, die hierzulande seit geraumer Zeit den Ton angeben und meinen, man brauche sich zur asozialen, chauvinistischen GroKo-Politik weiterhin nicht grundsätzlich zu positionieren.

    Die breite Masse der Schwulen und Lesben solle nur weiterhin stillhalten und brav an die GroKo-Chauvinisten "appellieren", dann werde - irgendwann - schon alles gut.

    Das zeigt nur, dass es den Betreffenden NICHT um Gleichheit und gleiche Rechte für alle Menschen in dieser Gesellschaft geht, dass sie den grundsätzlichen Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und Homophobie wie allen anderen Formen der Menschenfeindlichkeit gezielt verdecken und letztlich nur für ihre eigenen persönlichen Privilegien bzw. die einer kleinen privilegierten Schicht eintreten, die es sich mit den aktuell Herrschenden dann auch nicht allzu sehr verderben möchte.

    Die unmittelbare Verquickung von Geschäftsinteressen und CSD-"Organisation" wurde ja auch schon mehrfach überdeutlich, mituner geht es mehr um nette potenzielle Pöstchen als "LGBT-Beauftragte*r" u. ä. oder schlichtweg das Aufpolieren des CV ("Organisationskompetenz", "Businesspläne", "Finanzmanagement" etc.).
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#146 2345t6rdeAnonym
  • 28.06.2015, 14:30h
  • Ich glaube nicht mehr an eine Eheöffnung in Deutschland vor dem Jahr 2022.

    Diskriminierungswille der Union zu stark

    Unterstützung aus Bevölkerung und Medien für Eheöffnung zu schwach

    Opposition machtlos

    SPD rückgratlos

    Deutsches Gerichtssystem langsam, schwerfällig

    Wer 2005 auf eine Eheöffnung in naher Zukunft hoffte, weiß nun, dass es auch jetzt nicht abwegig ist, dass es noch zehn Jahre dauern kann und möglicherweise auch erst 2026 soweit sein kann. Wenn Merkel nämlich die nächsten beiden Bundestagswahlen 2017 und 2021 gewinnt (und das will sie, schließlich will sie den Rekord von Helmut Kohl brechen), dann finden die nächsten Bundestagswahlen erst im September 2025 statt und dann dauert es mit Sicherheit bis 2026 bis die Ehe für alle Gesetz würde. Schon 2009 hab ich die Befürchtung gehabt es könnte bis mindestens 2017 dauern und alle haben mir vorgeworfen ich würde Quatsch reden und die Eheöffnung käme viel früher...
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#147 stromboliProfil
  • 28.06.2015, 14:38hberlin
  • Antwort auf #139 von 23tzuztrew
  • das einschlafen über das thema homoehe hat wohl verschiedene gründe ..
    einmal die tatsache dass das amerikanische urteil so eigentlich von allen erwartet wurde, und lediglich was die inhaltsausleuchtung anbetrifft man doch etwas überrascht war.

    Zweitens irland natürlich , weil ein volksentscheid doch eine andere wirkung auf das demokratische selbstverständnis eine art schuldbewusstsein ausübt ( wir sind ja alle gefangene entweder einer inaktiven politik oder einer politik machenden juristerei.. ) .. An dieser uns so fremden initiativen bürgerlichkeit über die tellerränder unserer ideologien hinweg, kann man nun so leicht nicht mehr vorbei gehen.. gerade weil es in einem land geschehen, das bislang als fest in religiöser hand galt.

    Das dritte wäre die großwetterlage.. griechenland, drohende währungskonflikte , und vieleicht gar ein politischer putsch , inziniert als befreiungsschlag vor der demokratischen anmaßung, als betroffene mit über die regeln bestimmen zu wollen die sie auf dauer von äusseren interessen abhängig machen wird.

    Last but not least natürlich die verengung des politischen anspruchs auf ein bereits zu diesem zeitpunkt als überholt und unzeitgemäß erkanntes konstrukt, das zwar dem idealistischen anspruch auf GLEICHHEIT einen schritt entgegen kommt, aber das grundsätzliche und dauerhaft weiterbestehende problem der wahrgenommenen ungleichheit nicht (!) aufheben wird.

    Das feiert man auf einer arschbacke ab und freut sich solidarisch mit, aber die andere arschbacke sagt dir: die heteronormativität , ursache unserer unterdrückung , ist damit nicht überwunden.. ehe noch zementiert.
    Lesenwert hier der blog
    derzaunfink.wordpress.com/2015/06/22/das-paarprivilegien-pro
    jekt-fast-wie-richtige-menschen/


    Dank an vegan #144 für die erinnerung
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#149 stromboliProfil
  • 28.06.2015, 14:57hberlin
  • Antwort auf #145 von Totalversagen
  • das ist der vierte und mitnichten wichtigster punkt meiner sicht auf's ganze..
    Die schwäche stärke zu zeigen, Die unfähigkeit sich aus der "politschen umarmung zu lösen aus angst, die könnten uns das verübeln und heimzahlen.
    die zahlen es uns täglich heim.. soviel ist klar!

    Anstatt denen den zugang zu UNSEREM umzug, zu unserem feiern von UNSEREN erfolgen zu verweigern bis von dort eindeutige handlungsergebnisse vorgelegt werden , hoffieren wir die bagae mit ständen auf UNSEREN stadtteilfesten und hochglanzumzugswagen auf UNSEREN umzügen.

    Das wir sie brauchen wenn ihre funktion gefordert ist sei unbestritten, aber das WIR sie brauchen um UNSERE interessen durchzusetzen sollte ebenso in unsere köpfe einlass finden.
    Parteien brtauchen den wähler, nicht die wähler die parteien..
    Siehe podemos heute in spanien oder unsere eigenen alternativen aktionsflächen..
    ENOUGH is ENOUGH zeigt den richtigen ansatz hierfür, was inhaltlich noch gefüllt sein will.

    Was früher die alternativen schwulengruppen waren, kann heute ansatzweise in netzwerken organisiert sein , sich basisgemäß eigene satzungen geben nach denne aktionen angegangen werden.
    Dazu brauchts nicht des vereins als ansprechpartner für die obrigkeit.

    Ansonsten teile ich deinen beitrag!
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#150 ursus
  • 28.06.2015, 15:01h
  • richter thomas, der in der entscheidung GEGEN die eheöffnung gestimmt hat, führt selbst eine ehe, die vor wenigen jahrzehnten verboten gewesen wäre: er ist afro-amerikaner, seine frau weiß. der nachfahre von menschen, die als sklaven jeder würde und aller rechte beraubt waren, spricht den staat von jeder verantwortung für diese entwürdigung frei.

    >"Justice Thomas said: 'Slaves did not lose their dignity (any more than they lost their humanity) because the government allowed them to be enslaved.

    Those held in internment camps did not lose their dignity because the government confined them.

    And those denied governmental benefits certainly do not lose their dignity because the government denies them those benefits. The government cannot bestow dignity, and it cannot take it away.' "

    www.pinknews.co.uk/2015/06/27/justice-who-voted-against-same
    -sex-marriage-is-in-once-illegal-interracial-marriage/
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