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Die Pink Pistols ahmen ihrem Vorbild Charlton Heston nach: Für die schwul-lesbischen Waffenfans kann es gar nicht genug Pistolen im Homo-Haushalt geben.

Von Dennis Klein

Zwar reden Schwule oft darüber, ihre Kanone zu laden und abzuschießen; das ist jedoch meist bildlich gemeint. Die Pink Pistols in den USA meinen es jedoch todernst: Die 1999 in Boston gegründete Lobby-Gruppe ist die erste schwul-lesbische Organisation, die sich für das Recht einsetzt, mit halbautomatischen Waffen im Einkaufszentrum spazieren zu gehen. Inzwischen gibt es landesweit 37 Regionalgruppen mit geschätzten 5.000 Mitgliedern.

"Wenn die Homo-Community sich verteidigen kann, werden Schwule nicht länger als einfaches Ziel wahrgenommen", so Doug Krick gegenüber der "Detroit Free Press". Er ist der Gründer der Pink Pistols. Auf der Webseite lockt seine Gruppe mit markigen Sprüchen wie "Bewaffnete Schwule werden nicht verprügelt" oder "Such dir einen aus, der dein Kaliber hat". Allerdings weiß auch Krick, dass die "rosa Pistolen" selbst für US-Verhältnisse etwas eigenartig anmuten: "Die Leute hören etwas über Schwule und Waffen, was ihr Gehirn völlig überfordert. Die meisten haben die typischen Stereotypen im Kopf, die einfach nicht mehr stimmen", so Krick. "Generell werden wir von der Waffen-Community mit offenen Armen empfangen. Die Gay-Community ist da etwas anders: Da haben wir viele Feinde."

Derzeit kämpft die Gruppe gegen San Francisco. Das Schwulen-Mekka will Waffen innerhalb der Stadtgrenzen verbieten. Für die Pink Pistols ist klar: "Für Kriminelle ist es leichter und sicherer, wenn sie ihr Opfer ohne Angst verfolgen können, denn sie wissen, dass es sich nicht verteidigen kann." Sprecherin Gwen Patton: "Wir verbieten ja auch keine Autos, weil Bankräuber diese benutzen, um vom Tatort zu fliehen."

Andere Homo-Organisationen verfolgen die rosa Krieger mit Sorge. "Das ist eine gefährliche Gruppe", meint auch Jeffrey Montgomery von der Triangle Foundation aus Detroit. "Wie viele andere Minderheiten, die regelmäßig Opfer von Attacken werden, würde ich mir wünschen, dass wir zusammen etwas dafür tun sollten, dass die Waffen von den Straßen kommen." Und Waffen waren sogar auf dem CSD im kleinen Columbus (Ohio) ein Problem: Hier kam es zu Rangeleien, als Mitglieder der Pink Pistols mit geladenen Waffen an ihrem Stand stehen und in der Parade mitlaufen wollten. Die Veranstalter riefen die Polizei, woraufhin die "Schwuppenarmee" den CSD verließ.

15. Februar 2005



10 Kommentare

#1 ACopAnonym
#2 TomAnonym
  • 15.02.2005, 18:26h
  • Tja, es gibt leider auch dumme Schwule, besonders in den USA. Dass Schwuppen per se intelligenter, toleranter und vernünftiger sind, ist wohl Wunschdenken.
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#3 ChristianAnonym
  • 15.02.2005, 20:20h
  • Wieso sind die Leute nur so doof und fallen immer wieder auf das trügerische Gefühl rein das sie mit ner Waffe sicherer sind? Ist es denn so schwer zu verstehen das dann die andere Seite es auch leichter hat sich aufzurüsten und das Resultat schwerere Verletzungen und nicht weniger Opfer sind?
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#4 badboyAnonym
  • 15.02.2005, 20:40h
  • warum sollten schwule anders sein? idioten giebts überall und egal welche sexuelle orientierung.denn man prost
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#5 StefanAnonym
#6 Eike StedefeldtAnonym
  • 16.02.2005, 01:48h
  • Also ich weiß nicht, warum die Homo-Waffenlobbyisten in den USA hier so runtergemacht werden. Sie sind doch nur konsequent in der Umsetzung einer Gleichstellungspolitik, in die auch die hiesige Homo- und auch Frauenbewegung der Einfachheit halber vor 15 Jahren umgekippt ist und die (Beispiele sind Ehe und Militär) Integration in repressive Systeme nach dem Motto "Mach dich gemein mit deinem Feind, denke wie er und handle wie er und dann: sei wie er!" favorisiert statt die Emanzipation von ihnen. So what?
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#7 ChristianAnonym
  • 16.02.2005, 08:46h
  • Geht aber nicht um Gleichstellung sondern darum das diese Freaks was wollen was auch Heteros nicht erlaubt ist.
    Außerdem waren weder Homos noch Frauen an der Gleichstellung im Militär interessiert....hätte das doch bedeutet das sich keiner mehr um den Wehrdienst so einfach drücken kann. ;-)
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#8 andyAnonym
  • 18.02.2005, 07:45h
  • man weiß micht , was mam dazu sagen soll.schwule und waffen?ja, ja in usa ist alles möglich.
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#9 MarkusHHProfil
  • 22.03.2005, 16:36hHamburg
  • Hier also ein weiterer Beitrag aus der nicht enden wollenden Reihe "Beklopptes Amerika".
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#10 RichardAnonym
  • 15.06.2005, 13:25h
  • Leute, trainiert, lernt Kampfsport und Selbstverteidigung - meinetwegen auch schießen. Oder wollt ihr weiterhin wehrlose Ziele abgeben? Wie viele von euch sind denn schon einmal Gewaltopfer geworden, weil sie schwul sind bzw. das gezeigt haben? Na? Gar nicht so wenige, wenn man diversen Umfragen und Statistiken (und meiner Erfahrung) glauben darf.

    "Tue alles, um eine Auseinandersetzung zu vermeiden. Kommt es aber trotzdem zum Kampf, so soll Dein erster Schlag töten."
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