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Das unabhängige Marktforschungsinstitut Ipsos hat 17.030 repräsentativ ausgewählte Personen im Alter von 16 bis 64 Jahren in 23 Ländern befragt (Bild: Ipsos)

Eine weltweite, repräsentative Umfrage von Ipsos zeigt leicht zunehmende Akzeptanz, aber auch weniger Zustimmung für LGBT-Rechte etwa in Schweden oder Frankreich.

In Deutschland dürfen lesbische und schwule Paare bislang nur eine eingetragene Partnerschaft eingehen, die Heirat bleibt ihnen verwehrt. Laut einer kürzlich in 23 Ländern durchgeführten repräsentativen Studie des Marktforschungsinstituts Ipsos treten jedoch fast sieben von zehn Deutschen (68%) dafür ein, das Ehe-Verbot für Homosexuelle zu beenden.

Das Ergebnis entspricht ähnlichen Umfragen von Spiegel, TNS Emnid und YouGov, die bereits Ende Mai veröffentlicht wurden (queer.de berichtete).

Nur 10 Prozent der Befragten in Deutschland sind laut der Ipsos-Studie der Ansicht, homosexuelle Paare sollten eine rechtliche Anerkennung erfahren, aber nicht heiraten dürfen, 11 Prozent meinen, sie sollten weder anerkannt werden noch heiraten dürfen und weitere 11 Prozent sind sich in dieser Frage nicht sicher.

Unterstützung in Spanien weltweit am größten

Knapp jeder zweite der Befragten in 23 Ländern weltweit stimmt für die Ehe-Öffnung in seinem Land. In Spanien ist die Unterstützung mit 77 Prozent weltweit am größten. Aber auch in Schweden (74 Prozent), Belgien (69 Prozent), Großbritannien (67 Prozent) und Kanada (62 Prozent) bekräftigen teilweise über zwei Drittel der Befragten das Recht auf Heirat von schwulen und lesbischen Paaren.

Wenig Zustimmung findet die gleichgeschlechtliche Ehe hingegen in Russland. Dort sind zwei Drittel der Befragten der Überzeugung, dass homosexuelle Paare nicht heiraten oder ihre Partnerschaft in irgendeiner Weise rechtlich anerkannt werden sollte. Auch in Polen (32 Prozent), Südkorea (29 Prozent), Indien (29 Prozent), Südafrika (27 Prozent) und der Türkei (25 Prozent) teilen immerhin mehr als ein Viertel der Studienteilnehmer diese Ansicht.

Studie bestätigt Ergebnisse der Vorgängerbefragung von 2013

Bereits 2013 hatte das Marktforschungsinstitut Ipsos eine globale Befragung zur Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften durchgeführt (queer.de berichtete). Die Ergebnisse spiegeln die Ergebnisse der aktuellen Studie wider. Die Zustimmung, dass gleichgeschlechtliche Partnerschaften in irgendeiner Weise rechtlich anerkannt werden sollten, variiert jeweils nur um wenige Prozent.

In Japan stimmen 2015 sogar sieben Prozent mehr dieser Aussage zu. Auch in den USA (vier Prozent) und Argentinien (vier Prozent) ist die Zustimmung gewachsen. In Schweden hingegen befürworten neun Prozent weniger die rechtliche Anerkennung von homosexuellen Partnerschaften. Auch in Frankreich (vier Prozent) und Italien (vier Prozent) ging die Zustimmung leicht zurück.

Die Studie wurden zwischen dem 24. April und dem 8. Mai durchgeführt – also noch vor dem irischen Referendum zur Ehe-Öffnung. Die Stichprobe wurde aus dem Ipsos Global @dvisor Online Panel gezogen und gewichtet, um die Bevölkerung in den jeweiligen Ländern zu repräsentieren. Für die vorliegende Studie wurden 17.030 Personen im Alter von 16 bis 64 Jahren in 23 Ländern befragt. (cw/pm)



#1 PeerAnonym
  • 30.06.2015, 09:21h
  • Zwei Drittel ist mehr als deutlich.

    Aber unsere Regierung interessiert sich leider nicht dafür, was der demokratische Souverän (das Volk) will, sondern die verstehen sich als absolutistische Herrscher von Gottes Gnaden, die den Bürgern ihr Weltbild aufzwingen wollen.
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#2 HeinerAnonym
  • 30.06.2015, 09:37h
  • Diese Zwei Drittel Zustimmung bringen nur leider überhaupt nichts, wenn weiterhin auch ein großer Teil dieser Menschen homophobe Parteien oder deren Schoßhündchen wählt.

    Würden diese Zwei Drittel wirklich keine homophoben Parteien wählen, hätten wir schon morgen die volle Gleichstellung...
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#3 kuesschen11Profil
  • 30.06.2015, 10:00hDarmstadt
  • Das Ergebnis dieser repräsentativen Umfrage von Ipsos, dass zwei Drittel der Deutschen die Ehe für alle befürworten, sollte man Frau Merkel als Bundeskanzlerin tagtäglich vor die Augen führen.

    Gleiche Rechte für alle - nur das ist Demokratie.
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#4 gatopardo
  • 30.06.2015, 10:49h
  • Es wundert nicht, dass Spanien Spitzenreiter weltweit ist. Die Spanier haben sich seit 10 Jahren mit der totalen Gleichstellung abgefunden und es gilt hier als äusserst weltfremd, sie infrage zu stellen. Ja sogar bis vor kurzem noch konservativ regierte Städte wie Madrid machen Werbung für Homo-Tourismus. Von den in Europa einzigartigen schwul-lesbischen Hochburgen wie Ibiza, Torremolinos, Sitges oder GranCanaria will man ja gar nicht erst reden.
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#5 SilencioProfil
  • 30.06.2015, 10:57hBerlin
  • Ich zitiere hier mal TheDad, weil ich es so lustig fand, was er zum Thema Meinungsumfragen zum Besten gab:

    "Bereits in einem anderem Thread zu einem anderem Thema wurde darauf verwiesen das sich Befragungen im Abstand von Jahrzehnten, die nur Prozentuale, aber keine absoluten Zahlen verwenden, prima zur Stimmungsmache nutzen lassen.."

    Er hat zwar das Prinzip der Demoskopie noch nicht ganz verstanden, aber wenn er dadurch Umfragen per se nicht gelten lassen wollte, müsste er das hier ebenso tun.

    Demoskopie hat ihre Schwächen, aber die Begründung, die er da anführte mit den 2 Mio. Bundesbürgern weniger vor neun Jahren, legt nur offen, dass er Grundlegendes der Demoskopie gar nicht geschnallt hat.

    Die Ehe für alle hat ein Momentum, das muss jetzt ausgenutzt werden. Das muss vor allem in Richtung Union gehen, die im Dezember ihren Parteitag abhalten wird. Da muss eine Mehrheit für die Ehe für alle her. Und bitte nicht noch eine Mitgliederbefragung mit Ja, nein, weiß nicht, vielleicht zu diesem Thema. Das war lächerlich.
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#6 ChristineAnonym
  • 30.06.2015, 11:18h
  • Antwort auf #2 von Heiner
  • Blöd ist nur, dass wir in Deutschland einen demokratisch gewählten autokratischen Verfassungsstaat haben, in dem -wie Christoph Schlingensief so schön sagte- die Politiker alle 4 Jahre die Zugbrücke von ihrer Burg runterlassen, dann darf der Wähler reingucken, sein Problem erzählen, eine rauchen, dann ziehen sie die Klappe wieder hoch, und das wars. Die nächsten 4 Jahre steht das Volk, der eigentliche Souverän, wieder dumm draußen rum.
    Leider hilft anscheinend in Bürgerrechtsfragen nur das Bundesverfassungsgericht und die außerparlamentarische Opposition - und natürlich die Medienöffentlichkeit, an der die Politiker hängen wie die Fahne im Wind.
    Internet sei Dank, ist die beängstigende Machtfülle der politikbeherrschenden Medienkonzerne, die zum Teil aggressiv die persönlichen Vorgaben von Einzelpersonen vertreten, inzwischen wohltuend eingeschränkt.
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#7 CorumProfil
  • 30.06.2015, 11:18hHamburg
  • Nachdem Mutti nur nach Meinungsumfragen regiert und reagiert, sollte jetzt doch alles in Butter sein ... Achtung Ironiemodus
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#8 GeorgGAnonym
  • 30.06.2015, 12:13h
  • "In Schweden hingegen befürworten neun Prozent weniger die rechtliche Anerkennung von homosexuellen Partnerschaften."

    Warum gerade in Schweden?
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#9 Danny387Profil
#10 Patroklos
  • 30.06.2015, 13:27h
  • Daß Polen und Rußland in dieser Liste die hinteren Plätze belegen, ist kein Wunder und das wird sich auch in den nächsten Jahren so schnell auch nicht ändern, Putin sei Dank!
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