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Aktisten der örtlichen LGBT-Organisation Lambda

Ein Gesetz aus portugiesischer Kolonialzeit, das "Praktiken gegen die Natur" bestrafte, wurde am Montag aufgehoben.

Im südostafrikanischen Staat Mosambik sind homosexuelle Handlungen seit Montag offiziell straffrei: Eine bereits gegen Ende des letzten Jahres beschlossene und nun in Kraft getretene Änderung des Strafgesetzbuches hebt eine Regelung auf, die "Praktiken gegen die Natur" bestraft.

Die Passage stammt aus dem Jahr 1886 und aus portugiesischer Kolonialzeit; als Strafen waren etwa Landarbeit für drei Jahre vorgesehen. Während in Portugal Menschen nach dem Gesetz bis zu seiner Aufhebung 1982 bestraft wurden (ein Unterschied im Schutzalter blieb bis zum Jahr 2007 bestehen), kam es in Mosambik so gut wie nicht zur Anwendung.

LGBT-Organisationen berichten, seit der Unabhängigkeit des Landes 1975 wurde die unklar definierte Passage nie zu einer Strafverfolgung genutzt. Aktivisten hatten aber im Zuge der Strafrechtsreform, die unter anderem auch Abtreibung legalisiert, eine Klarstellung gefordert. Viele Menschenrechtsorganisationen hatten das Land aufgrund der Passage in einer Liste von Staaten aufgeführt, die Homosexuelle verfolgen.

Die einzige LGBT-Organisation des Landes, Lambda, berichtet, sie wünsche sich mehr Aufmerksamkeit vom Staat und mehr Debatte über ihre Anliegen. Stattdessen warte sie weiter auf eine offizielle Anerkennung.

"Das Schweigen des Staates legitimiert Diskriminierung und verstärkt das Stigma, dem LGBT in ihren Gemeinden, Arbeitsplätzen oder Schulen ausgesetzt sind", so Lambda. (nb)



#1 Markus44Anonym
  • 30.06.2015, 14:00h
  • Eine erfreuliche Nachricht aus Afrika !!!

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    Wie ist denn eigentlich die Lag im kleinen Nachbarland Malawi, da sollte doch seit 2013 das Verfassungsgericht von Malawi über die dortigen Strafgesetze entscheiden ?

    *
    www.osisa.org/lgbti/malawi/malawi-high-court-review-sodomy-l
    aws


    ------------------

    Und warum geschieht nichts im Nachbarland Sambia in bezug auf Legalisierungen ?

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    Am Bedauerlichsten aber ist die Lage in Simbabwe in der Region, weil dort der zutiefst homophobe Diktator Robert Mugabe seit Jahrzehnten herrscht und dort 2006 ein Gesetz gegen "Sexuelle Abnormalitäten" mit Strafbarkeitsbestimmungen erließ. In Simbabwe schaut es wirklich schlimm aus !!!

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    Schön auch das im benachbarten Südafrika die Ehe geöffnet ist und das auch auf der vorgelagerten Insel Madagaskar keine Strafbarkeitsbestimmungen bestehen.
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#2 UmkhontoWeSizweAnonym
#3 Patroklos
#4 PelayoProfil
  • 30.06.2015, 18:58hBerlin
  • Antwort auf #1 von Markus44
  • "Am Bedauerlichsten aber ist die Lage in Simbabwe in der Region, weil dort der zutiefst homophobe Diktator Robert Mugabe seit Jahrzehnten herrscht "

    Mugabe könnte ein solches Gesetz nicht erlassen, wenn nicht 98 % der Afrikaner das befürworten würden.

    Mit solchen Gesetzen bekommt Mugabe die Zustimmung der Bevölkerung und wird bejubelt.
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#5 GüntherAnonym
#6 hugo1970Profil
#7 Markus44Anonym
#8 schwarzerkater
  • 01.07.2015, 08:59h
  • ein wunderbares Zeichen auf diesem Kontinent - so was gehört als topmeldung!!! ... und nicht immer nur die langweiligen sesselfurzer aus der deutschen politik.
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#9 daniAnonym