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Ines Pohl, Jahrgang 1967, ist seit 2009 Chefredakteurin der "taz" (Bild: Anja Weber/taz)

Die langjährige Chefredakteurin der alternativen Tageszeitung "taz" wird Ende 2015 das Team der Deutschen Welle (DW) in Washington verstärken.

Ines Pohl, Jahrgang 1967, ist seit Juli 2009 Chefredakteurin der "taz". Bevor die lesbische Journalistin als politische Korrespondentin für die Mediengruppe Ippen in Berlin arbeitete, leitete sie das politische Ressort der "Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen". Den Weg in den Journalismus fand sie nach dem Studium der Skandinavistik und Germanistik an der Universität Göttingen über die freie Mitarbeit bei Radio ffn und diversen Lokalzeitungen.

"Natürlich gibt es in Deutschland keine andere Zeitung, für die ich lieber arbeiten würde, als für die taz", erklärte Pohl zu ihrem Wechsel. "Aber nach sechs Jahren als taz-Chefin wird es Zeit für etwas Neues und ich freue mich sehr, wieder als Korrespondentin zu arbeiten und für die DW nach Washington zu gehen." DW-Intendant Peter Limbourg würdigte sie als "herausragende Journalistin, die sehr gut in unser Team passt".

Neben ihrer Arbeit als "taz"-Chefredakteurin engagierte sich Pohl auch für LGBT-Rechte – etwa als Gründungsmitglied des Förderkreises der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (queer.de berichtete) oder in Talkshows. Nicht unumstritten war die von ihr im Jahr 2012 veranlasste Löschung eines Onlineartikels, in dem der CDU-Politiker Peter Altmaier von Jan Feddersen geoutet worden war – inklusive Entschuldigung beim damaligen Bundesumweltminister. Pohl hatte ihr Einschreiten damit begründet, dass Homosexualität "Privatsache" sei (queer.de berichtete). (cw/pm)



21 Kommentare

#1 FelixAnonym
  • 03.07.2015, 14:19h

  • >>Nicht unumstritten war die von ihr im Jahr 2012 veranlasste Löschung eines Onlineartikels, in dem der CDU-Politiker Peter Altmaier von Jan Feddersen geoutet worden war inklusive Entschuldigung beim damaligen Bundesumweltminister. Pohl hatte ihr Einschreiten damit begründet, dass Homosexualität "Privatsache" sei

    NEIN!

    Wenn ein schwuler Politiker als Mitglied einer homophoben Partei die weitere Unterdrückung von Homosexuellen unterstützt, ist seine sexuelle Orientierung eben nicht Privatsache, sondern Zeichen seiner Verlogenheit.

    Ebenso wie die Kinderlosigkeit von Frau Merkel, Frau Steinbach, etc. eben auch nicht Privatsache ist, wenn sie gleichzeitig fordern, man müsse Homosexuelle aufgrund ihrer Kinderlosigkeit diskriminieren.
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#2 BorchiAnonym
  • 03.07.2015, 15:15h
  • Antwort auf #1 von Felix
  • Volle Zustimmung!

    Ines Pohls Zensur war ein schwerer Dammbruch für eine unabhängige Presse.

    Es geht gar nicht um ihre Meinung zu dem Artikel. Sondern darum, dass ein Journalist das veröffentlichen wollte und der Artikel ja auch keine Lügen enthielt.

    Rede- und Pressefreiheit bedeutet eben nicht, dass irgendwelche Personen oder Institutionen zu entscheiden haben, welche Wahrheiten man sagen (und veröffentlichen) darf und welche nicht.

    Mit einer unabhängigen, freien Presse hat das nichts mehr zu tun.
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#3 TimonAnonym
  • 03.07.2015, 15:27h
  • Peter Altmaier von der Union ist schwul. Punkt.

    Die Löschung des Artikels durch Frau Pohl war nicht nur dumm, weil das weder die Fakten verändert noch das Wissen darum rückgängig macht. (Es lenkt eher noch mehr die Aufmerksamkeit darauf.)

    Aber es war vor allem gefährlich: nicht nur für die Pressefreiheit. Sondern damit stellt sie Homosexualität als einen Makel dar, der vertuscht werden muss.

    Damit hat sie Homohassern einen riesigen Gefallen getan und dazu beigetragen, dass es so aussieht, als solle man Homosexualität verheimlichen.

    Und hat dann mit "Ist Privatsache. Gehört nicht in die Öffentlichkeit." auch noch eins zu eins deren Argumentation übernommen.

    Unsichtbar machen ist eine der fünf Herrschaftstechniken und Frau Pohl hat sich dafür zur willigen Helferin gemacht.
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#4 AlbrechtAnonym
  • 03.07.2015, 17:35h
  • Ich habe damals mein taz-Abo gekündigt.

    Und auch wenn Ines Pohl jetzt die taz (freiwillig) verlässt, wurde die viel zu lange von den Kollegen unterstützt.

    Also für mich kein Grund, wieder taz zu lesen.

    Schade, die war mal gut...
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#5 Patroklos
#6 GayreporterAnonym
  • 03.07.2015, 18:16h

  • Für das Outing gab es übrigens ne Rüge vom Presserat, auf meinen Antrag hin. Völlig zu Recht!
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#7 meet the pressAnonym
#8 histomatAnonym
  • 03.07.2015, 19:00h
  • Antwort auf #7 von meet the press
  • "Und in Europa? "

    " Die Wirtschaftspresse geht mittlerweile zu rassistisch konnotierten Klischees über und beschimpft Alexis Tsipras als "Teppichhändler".[15] Offen rassistische Anklänge sind in dem Springer-Blatt "Die Welt" zu lesen, wo es heißt, "bei den Griechen der Neuzeit" handele es sich weniger um Nachfahren des historischen Hellas als "um eine Mischung aus Slawen, Byzantinern und Albanern".[16]"

    www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59150

    www.vice.com/de/read/die-welt-deckt-auf-die-griechen-sind-ga
    r-keine-echten-griechen-463


    1944 waren Häftlinge von 32 Nationen in Buchenwald vertreten: Albanien, Ägypten, Belgien, Brasilien, Bulgarien, Chile, China, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Holland, Indonesien, Irland, Italien, Jugoslawien, Kanada, Luxemburg, Mexiko, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweiz, Sowjetunion, Spanien, Tschechoslowakei, Türkei, Ungarn und USA.
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#9 goddamn liberalAnonym
  • 03.07.2015, 19:01h
  • Antwort auf #6 von Gayreporter
  • Ein Outing verrät keine Intimitäten, sondern ein in einer freien Gesellschaft völlig unproblematischen Persönlichkeitsmerkmal.

    Wenn es dennoch ein Problem gibt, dann ist die Gesellschaft eben nicht frei.

    Woran Parteien wie die CDU und ihre Politiker sicher ihren Anteil haben.
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#10 tse tseAnonym
  • 03.07.2015, 19:17h
  • Antwort auf #8 von histomat
  • Bosbach, Schulz, Jörges u.a. erzählen im TV, wissend, dass die Kommunistische Partei Griechenlands in Opposition zu Tsipras ist, dass Syriza kommunistisch wäre.
    Ist das dann auch eine Art Buchenwald? Aus den Lagerarchiven geht hervor, dass dort fünf- bis zehnmal mehr Kommunisten als Sozialdemokraten inhaftiert waren. Man kennt sich ja gar nicht mehr aus.
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