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  • 06.07.2015, 08:22h           1      Teilen:   |

Inselstaat im Mittelmeer

Rainbow Reporter: Warum ich noch einmal nach Malta möchte

Artikelbild
Benedikt Schütz, ein 28-jähriger Teamassistent aus Berlin, war im Juni als fünfter Rainbow Reporter von queer.de zehn Tage auf Malta und Gozo unterwegs

Zehn Tage lang hat Benedikt Schütz für die Leser von queer.de aus Malta und Gozo gebloggt. Im Interview zieht er Bilanz seiner außergewöhnlichen Reise.

Von Micha Schulze

Zehn Tage lang hast du für die User von queer.de täglich über Malta gebloggt, getrieben von deinem engen Programm und unserem Durst nach neuen Texten und Bildern. Wie war die Reise wirklich?

Malta hat mir sehr gut gefallen, wirklich wunderbar! Ich habe ganz viele tolle Eindrücke sammeln können und eine völlig neue Destination für mich entdeckt.

Was hat dich am meisten überrascht?

Ich hatte – ehrlich gesagt – gar nicht so viele Erwartungen, was da auf mich zukommen würde, weil ich von Malta wenig wusste. Ich war überrascht, dass der kleine Inselstaat im Mittelmeer doch sehr unterschiedlich, sehr vielfältig ist. Auf der einen Seite gibt es touristische Gegenden mit vielen Menschen und spannenden Angeboten, aber auch sehr abgeschiedene Orte. Vor allem auf Gozo konnte ich wunderbar abschalten.

Was war dein schönstes Reiseerlebnis?

Der Tauchkurs, das habe ich ja bereits im Blog geschrieben, hatte es mir besonders angetan. Ich denke weil es mich sehr viel Überwindung gekostet hat. In der Tauchschule waren aber alle sehr nett, geduldig und hilfsbereit, und so hat es am Ende prima geklappt. An meinem freien Tag habe ich dann ja sogar freiwillig einen zweiten Tauchkurs belegt. Dieses Erlebnis würde ich allen Malta-Reisenden empfehlen.

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Gab es etwas, was dir nicht so gut gefallen hat?

Was mich ziemlich viele Nerven und vielleicht einige graue Haare gekostet hat, war die Autofahrerei. Das liegt allerdings zum großen Teil an mir selbst, weil ich nun mal keinen Linksverkehr gewöhnt bin… Allerdings könnte auch die Qualität der Straßen auf Malta etwas besser sein.

Ist Malta ein günstiges Reiseland? Was kostet ein Bier, ein Essen?

Schwer zu sagen, ich bin ja meistens eingeladen worden. (lacht) Im Großen und Ganzen ist das Preisniveau moderat, auf unterem europäischem Niveau.

Wieviel hast du vom schwul-lesbischen Leben gesehen?

Mein Zeitplan war sehr eng, so dass sich mein Szenebesuch leider auf die Disco "AXM" beschränkte – dort kann man aber auf jeden Fall seinen Spaß haben. Ich habe mich auch auf Grindr umgeschaut und dort viele Einheimische und Touristen entdeckt – der Anteil der Profilbilder mit freiem Oberkörper ist genauso hoch wie in Berlin. Insgesamt war das Klima auf Malta tolerant. Auf der Straße waren Lesben und Schwule offen sichtbar, und als Rainbow Reporter bin ich von allen freundlich empfangen worden. Die Atmosphäre war in dieser Hinsicht sehr entspannt!

Für wen ist Malta das ideale Reiseziel?

Ganz klar natürlich für Kulturinteressierte – die Jahrtausende alte Geschichte der Insel hat viele interessante Spuren hinterlassen. Aber auch für Aktivurlauber ist Malta in jeder Saison ideal. Auch meine Tour mit dem Mountainbike würde ich gerne noch einmal wiederholen.

Youtube | Ein Tauchkurs war für Benedikt das Highlight der Blogger-Reise

Wie war das Essen? Du hast nur einmal von einer Blätterteigpastete geschrieben…

Ja, die Pastizzi waren lecker, und die gab es überall. Ansonsten erinnert das Essen an andere mediterrane Länder. Viel Fisch und Pasta, aber immer wieder auch mit orientalischen Einflüssen. Darüber hinaus war viel Sushi im Angebot – an frischem Fisch mangelt es auf einer Insel natürlich nicht. Probieren sollte man dazu die einheimische "Kinnie"-Limonade, die ein wenig an "Mezzo-Mix" erinnert, aber aus Bitterorangen und Kräutern hergestellt wird.

Mit Englisch bist du gut zurecht gekommen?

Ja, die junge Generation auf Malta spricht hervorragend Englisch, bei den Älteren war es teilweise schwieriger. Ein Fahrer erzählte mir, dass er als Junge nicht zur Schule gehen konnte, weil er auf dem Feld arbeiten musste. Er hat sich sein Englisch später selbst beigebracht.

Wie gut ist jetzt dein Maltesisch?

Na ja, typisch für einen Touristen, sage ich mal. Mit "Saħħa" – das heißt "Gesundheit" – stößt man an. Und zum Essen wünscht man "l-ikla t-tajba", das wird etwa wie "lick the table" ausgesprochen…

Was hast du von Malta mitgebracht?

Ein weiteres Geschenk, über das ich im Blog nicht geschrieben habe, war eine Flasche Olivenöl. Ich selbst habe mir ein Glas Carobsirup gekauft, als Süßungsmittel, und dann jede Menge Tomatenmark, das ganz anders ist, als das was wir kennen. Auf Malta ist es von der Konsistenz wie zäher Honig und vom Geschmack her sehr fruchtig, mit einer leichten Lakritznote. Für meine Verwandten habe ich außerdem noch kitschige Magnete mit Tempelrittern besorgt.

Du hast am Ende deines Blogs geschrieben, dass du gerne nach Malta zurückkehren würdest. Um was zu sehen oder zu tun?

Neben einem neuen Tauchkurs würde ich mir einige der schönen Strände anschauen, die mir empfohlen wurden, auch einige kleinere Ortschaften. Vor allem aber würde ich die Zeit nutzen, mal richtig auszuspannen, mit Spazierengehen und Fahrradfahren. Und wie es ausschaut, konnte ich meinen Chef bereits inspirieren, eventuell eine Teamreise nach Malta zu unternehmen.

Links zum Thema:
» Offizielle Reiseinfos zu Malta vom Fremdenverkehrsamt
Mehr zum Thema:
» Rainbow Reporter: Ċaw, Malta! (15.06.2015)
» Gay and gayfriendly Hotels buchen
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Tags: malta, rainbow reporter, blogger, reise, gay travel
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Reaktionen zu "Rainbow Reporter: Warum ich noch einmal nach Malta möchte"


 1 User-Kommentar
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#1
06.07.2015
13:29:58


(-1, 5 Votes)

Von Markus44


Malta ist sicherlich eine Reise wert, wenn man nie dort gewesen ist und irgendwann werde ich diesem Ort auch einen Besuch abstatten. Der Reisebericht war informativ und gut geschrieben.

Aber im Unterschied zum Rainbow-Reporter reise ich lieber jedesmal an einen anderen Ort und entdecke lieber Orte, wo ich noch nie war.

Ich denke erst,wenn ich so die Altersgrenze zu 60 Jahren erreicht habe, werde ich mir zwei/drei Orte aussuchen, die im Alter dann meine "Ruhesitze" im Urlaub sind.

Jungen Leuten kann ich nur empfehlen, per Inter-Rail zu reisen ("so wie ich das in den 1990er gemacht habe") und Studenten kann ich nur empfehlen, betreut Erasmus-Studenten in den deutschen Hochschulstädten: dort lernt ihr Studenten aus anderen Ländern kennen, die Euch gern dann auch in einem Urlaub für paar Tage dann kostenlos in ihrem Heimatland unterkommen lassen: so habe ich dies jedenfalls zu Studentenzeiten in den 1990er gemacht, als ich "noch kein Geld" hatte.

Heute mit Mitte 40 reise ich jedes Jahr an einen anderen Ort und mittlerweile ist es auch immer ein Hotel, weil Luftmatratzen und Rucksack auf dem Rücken mir zu anstrengend mittlerweile sind, da achte ich auf mehr Komfort und kann es mir halt nunmehr auch finanziell leisten.

Aber die Interrail-Touren mit Rucksack als Student hatten auch sehr viel an Reiz, Spannung und Abenteuer...aber jedes Alter hat da wohl seine Vor- und Nachteile beim Reisen.


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