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  • 06.07.2015, 15:02h           17      Teilen:   |

Einfühlsames Statement

Hillary Clinton spricht schwulem Jungen Mut zu

Artikelbild
Dieses Bild eines verzweifelten jungen Schwulen rührt Amerika

Junge Schwule, habt keine Angst vor der Zukunft, beschwört die demokratische Präsidentschaftskandidatin.

Am Wochenende gab es in den US-Medien viel Lob für Hillary Clinton, weil die demokratische Politikerin in einem Facebook-Eintrag einem jungen Schwulen Mut zugesprochen hatte. Die Präsidentschaftskandidatin hatte ein Foto des Blogs "Humans of New York" kommentiert, in dem ein Bild zu sehen ist, das einen traurigen Jungen zeigt. In der Bildunterschrift heißt es: "Ich bin homosexuell und habe Angst davor, was meine Zukunft bringt, und dass mich die Leute nicht mögen werden."

Am Freitag schrieb daraufhin die 67-jährige Politikerin: "Die Vorhersage von einer Erwachsenen: Deine Zukunft wird großartig sein. Du wirst überrascht sein, was du erreichen kannst und welche unglaublichen Dinge du tun wirst. Finde die Menschen, die dich lieb haben und an dich glauben – es wird viele von ihnen geben. H.". Ein Sprecher von Clintons Wahlkampfteam bestätigte, dass die Kandidatin selbst den Eintrag verfasst habe. Inzwischen haben mehr als 70.000 Facebook-Nutzer den "Gefällt mir"-Button unter dem Clinton-Kommentar gedrückt.

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Hillary Clinton will nächstes Jahr Barack Obama im Weißen Haus ablösen
Hillary Clinton will nächstes Jahr Barack Obama im Weißen Haus ablösen

Clinton befindet sich derzeit im Vorwahlkampf und muss sich unter anderem gegen den sozialistischen Senator Bernie Sanders durchsetzen, der insbesondere unter jungen Demokraten, aber auch unter LGBT-Aktivisten hohe Sympathiewerte genießt. Dagegen kritisierten die republikanischen Präsidentschaftskandidaten teilweise mit homophober Rhetorik die Entscheidung des Supreme Court vom 26. Juni, die Ehe für Schwule und Lesben landesweit zu öffnen (queer.de berichtete).

Inzwischen haben neben Clinton zehntausende weitere Personen den Facebook-Eintrag des Jungen kommentiert und ihre Unterstützung zum Ausdruck gebracht. Darunter war auch die lesbische Komikerin und Showmasterin Ellen DeGeneres, die seit 2008 mit der Schauspielerin Portia de Rossi ("Ally McBeal", "Arrested Development", "Scandal") verheiratet ist. Sie schrieb: "Die Leute werden dich nicht nur mögen, sie werden dich lieb habe. Ich habe gerade erst von dir gehört und ich habe dich jetzt schon lieb." (dk)

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Tags: hillary clinton
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Reaktionen zu "Hillary Clinton spricht schwulem Jungen Mut zu"


 17 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
06.07.2015
15:56:59


(0, 6 Votes)

Von tmenge
Aus Berlin
Mitglied seit 16.05.2015


"Marriage has got historic, religious and moral content that goes back to the beginning of time and I think a marriage is as a marriage has always been, between a man and a woman." (Clinton, Januar 2000)

Clinton hat ihre Meinung erst 2013 (!) geändert hat, als es für sie ohne jedes politisches Risiko war. Wir sollten wissen wer unsere Heldinnen und Vorkämpferinnen sind, Clinton gehört jedenfalls nicht dazu.


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#2
06.07.2015
16:21:31


(-2, 6 Votes)

Von wiking77
Profil nur für angemeldete User sichtbar


oh my god! Wie inszeniert und peinlich! Aber sicherlich fallen unsere US-Freunde auf diese Gefühlsduselei rein.

Für mich klingt das wie ein Wahlkampfmärchen um die Stimmen der gay-community einzufangen. Wie durchsichtig!


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#3
06.07.2015
16:39:42


(+2, 6 Votes)

Von 1253465u5hg


Hillary Clinton hat im Präsidentschaftswahlkampf 2008 eisern daran festgehalten, dass Schwule und Lesben keine Ehe schließen dürfen sollten.

Erst 2013, als die Meinung der US-Amerikaner zur Eheöffnung die 50%-Marke übersprang, hat sie die Eheöffnung befürwortet, wissend, dass es für ihren Präsidentschaftswahlkampf 2015/2016 ohnehin ohne Belang sein wird, da der US Supreme Court die Sache vorher regeln wird (und Ende Juni 2015 auch geregelt hat).

Jetzt inszeniert sich Hillary Clinton plötzlich als jemand, der angeblich schon immer auf der Seite der Rechte von Schwulen und Lesben gestanden hat. Das macht sie, weil die Stimmung in den USA immer LGBT-freundlicher wird.

Hillary Clinton geht es nicht um die Menschen, sondern um die Macht. Diese Frau hat keine inneren Überzeugungen, für die sie auch gegen die Mehrheitsmeinung stehen würde.

Republikaner sind natürlich noch schlimmer, aber besser wäre ein linkerer Kandidat der Demokraten. Leider gibt es so jemanden nicht.

Das Kalkül der Republikaner ist, die immer noch in weiten Teilen der US-Bevölkerung vorhandene Homophobie zur Mobilisierung der traditionell republikanischen Wähler zu benutzen.

Politik ist ein schmutziges, heuchlerisches Geschäft. Viele Politiker werden mit der Zeit immer machtgeiler und arroganter. In der Politik geht es in erster Linie darum die Sympathien der Menschen zu gewinnen und den Anschein zu erwecken kompetent zu sein. Hat man diesen Ruf erstmal, ist es schon der halbe Sieg. Dann muss man nur noch darauf achten sich nicht zu polarisierenden, strittigen Themen zu äußern, um niemandem vor den Kopf zu stoßen. Besser keine Position als eine Position, die den Menschen vor den Kopf stößt. Wenn ihr jetzt an Merkel denkt, dann habt ihr die korrekte Assoziation. Merkel hat diesen Politikstil des Niemanden-vor-den-Kopf-Stoßens und des Abwartens perfektioniert.


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#4
06.07.2015
20:28:19


(+1, 5 Votes)

Von David77
Antwort zu Kommentar #2 von wiking77


"Aber sicherlich fallen unsere US-Freunde auf diese Gefühlsduselei rein"

Ja und? Es können ja nicht alle wie du masochistisch sein und sich ihrem Gegner anbiedern, indem sie die Republikaner wählen.
Und meinten, sie seien dadurch umso akzeptierter.

" Für mich klingt das wie ein Wahlkampfmärchen um die Stimmen der gay-community einzufangen. Wie durchsichtig!"
Da manche aus der gay-community doof sind und die Republikaner wählen, muss man den Rest eben mobilisieren...


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#5
06.07.2015
20:44:42


(+3, 5 Votes)

Von michael008
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von wiking77


Hillary Clinton war, ist und wird sicherlich keine Schwulenikone und man erinnert sich sehr wohl an ihre ablehnende Haltung.
Natürlich ist Ihre Kehrtwendung populistisch.
Nichtsdestoweniger dürfte sie die Demokratin mit den größte Chancen sein, die Republikaner zu schlagen.
Und alles was die Republikaner von der Macht fernhält ist gut für uns LBGTTI, die USA und den Rest der Welt.


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#6
06.07.2015
21:01:01


(+1, 5 Votes)

Von Isaak
Antwort zu Kommentar #3 von 1253465u5hg


Das ist nun aber wirklich sehr weit hergeholt.

(1) Clinton hat sich gegenüber HRC erstmals im März 2013 als Proponentin der gleichgeschlechtlichen Ehe "geoutet". Die ersten entsprechenden Umfragewerte, die die 50% überschritten hatten sind aber bedeutend älter, datieren nämlich von einer Gallup-Umfrage Anfang 2011. Da ist absolut 0 Korrelation erkennbar. Wirklich 0.

(2) Clinton hat ihre Kampagne sicher nicht schon 2013 geplant gehabt, allenfalls hat sie vielleicht mit dem Gedanken gespielt, antreten zu wollen. Aber ohne auch nur im Ansatz zu wissen, wer potentielle Gegner sein könnten (es hätte ja sein können, dass das demokratische Feld nicht nur aus dem schrulligen Sanders und dem hölzernen O'Malley besteht sondern aus Leuten wie Cory Booker oder Julian Castro) macht sich niemand die Mühe, mit großen Policy-Shifts ins Blaue hinein aufzuwarten. Zudem hatte Clinton auch noch in der ersten Jahreshälfte 2013 genug damit zu tun, die leidliche Bengasi-Geschichte zu beruhigen, um ihre Legacy als Secretary of State abzusichern.

(3) Weiterhin war 2013 längst noch nicht absehbar, dass das Thema schon bis 2015 oder 2016 vom Tisch sein würde. Bei weitem nicht. Zwar war nach dem Windsor-Urteil klar, wohin die juristische Reise letzthin geht, aber dass wir innerhalb von 2 Jahren eine Grundsatzentscheidung solchen Ausmaßes serviert bekommen war nun wirklich nicht erwartbar. Der SCOTUS hat sich ja zunächst erst gesträubt, überhaupt einen Fall aufzunehmen und der Obergefell-Case war letztlich ja auch nur SCOTUS-Material, weil es letztes Jahr einen Court Split gab. Die Chance, dass der Roberts-SCOTUS sich da elegant aus der Affäre zieht und das mal schön die Einzelstaaten händeln lässt war 2013 aber mehr als realistisch.

(4) Bei dem Foto, um das es hier eigentlich geht, glaube ich nicht, dass Hillary hier irgendwas inszeniert sondern einfach nur, dass sie einem unsicheren Jungen ein paar aufmunternde Worte zusprechen möchte. Wenn die Leute das gut finden und sie damit sympathischer - um so besser. Der Effekt ist der gleiche und niemand verliert bei der ganzen Geschichte.
______________

Fun fact: Der allseits gefeierte Barack Obama hat sich 2008 auch nur für Civil Unions (und gegen die Eheöffnung) ausgesprochen und seine Meinung erst vier Jahre später (wohlweislich nachdem die zweite Amtszeit schon in trockenen Tüchern und der Kongress ohnehin hoffnungslos verloren war) abgeändert. Trotzdem wird er allerorten als geradezu historischer LGBT-Heros betrachtet. Dabei waren seine Aussagen noch ein ganzes Stück kerniger:

"I believe that marriage is the union between a man and a woman. Now, for me as a Christian for me for me as a Christian, it is also a sacred union. Gods in the mix."

Link zu www.politico.com


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#7
06.07.2015
21:31:44


(0, 6 Votes)

Von Isaak
Antwort zu Kommentar #6 von Isaak


Und um das mal abseits von reinen, singulären Zustimmungsbekundungen zu einem Einzelthema zu betrachten: Hillary war der LGBT-Bewegung immer gewogen und immer eine starke Alliierte, auch als sie sich damals als Senatorin von New York "nur" für Civil Unions ausgesprochen hat. Zu der Zeit war das kein kleines Ding und alles andere als ein risikoloser politischer Move. Dass es innerhalb so weniger Jahre eine so rasante politische und gesellschaftliche Entwicklung geben würde konnte kaum jemand ahnen. In jedem Fall hat sie es sicher nicht verdient, sich für ihre Lernfähigkeit angreifen lassen zu müssen - wichtig ist einzig, was sie heute vertritt.


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#8
06.07.2015
22:33:35
Via Handy


(-1, 5 Votes)

Von ehemaligem User DavidJacob
Antwort zu Kommentar #7 von Isaak


Danke für deine beiden tollen Kommentare. Dem kann ich mich zu 100% anschließen.


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#9
07.07.2015
03:20:15


(-1, 5 Votes)

Von ehemaligem User Tomorrow


Sorry, mein Bauchgefühl sagt mir, die Aktion ist gefakt.

Ansonten tut mir jeder Leid in einem hochkranken Land wie Amerika leben zu müßen.

Rassistisch, homophob, kriegssüchtig und krankhaft ausspähend.


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#10
07.07.2015
10:28:26


(-2, 2 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #9 von Tomorrow


Entspann Dich:

Youtube-Video:


Cool!


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