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  • 06.07.2015, 16:07h           100      Teilen:   |

Berlin

LSVD ruft zur Demo gegen Al-Quds-Tag auf

Artikelbild
Teilnehmer an der Demo gegen den Al-Quds-Tag (2014) (Bild: haOlam.de)

Am Samstag soll in Berlin unter dem Motto "Gemeinsam gegen Antisemitismus und Homophobie" eine Kundgebung gegen den sogenannten Al-Quds-Tag stattfinden.

Der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg ruft für Samstag zur Teilnahme an der Demonstration "Gegen den Al-Quds-Marsch – Gemeinsam gegen Antisemitismus und Homophobie – Solidarität mit Israel und der iranischen Freiheitsbewegung!" auf. Der Al-Quds-Gedenktag war nach der Machtübernahme der Mullahs im Iran eingeführt worden; mit ihm wird zur Vernichtung des Staates Israel und von Israelis aufgerufen. Al-Quds ist der arabische Name für Jerusalem.

Jörg Steinert, der Geschäftsführer des LSVD-Landesverbandes, begründet die Teilnahme gegenüber queer.de mit der "menschenfeindlichen Politik des iranischen Regimes". "Hierzu gehören sowohl die Bedrohung Israels als auch die Verfolgung und Ermordung von Homosexuellen. Daher tun wir gut daran, Israel-Feindlichkeit und Antisemitismus auf der einen Seite und Homosexuellenfeindlichkeit auf der anderen Seite gemeinsam zu bekämpfen. Alle Menschen, egal welcher Religion, Herkunft oder sexuellen Identität sind aufgerufen, sich unserem Protest anzuschließen", erklärte Steinert. "Wir werden mit Israel- und Regenbogen-Flaggen für ein friedliches Miteinander demonstrieren."

Neben dem LSVD unterstützen zwei Dutzend Organisationen die Demonstration, darunter unter anderem das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA), die Amadeu Antonio Stiftung und die Junge Union Berlin. Auch das schwule Antigewaltprojekt Maneo ruft zur Teilnahme auf.

Fortsetzung nach Anzeige


In Deutschland werden bereits seit der Gründung der Islamischen Republik Iran Al-Quds-Demos von Anhängern des Regimes organisiert. Zur Demonstration in Berlin kamen vergangenes Jahr 2.000 Menschen. Die radikalislamischen Organisatoren werden teilweise auch von deutschen Rechts- oder Linksradikalen unterstützt – etwa vom NPD-Landesvorsitzenden Sebastian Schmidtke oder Mitgliedern des antizionistischen Flügels der Linkspartei. Der Landeschef der Berliner Linken, der schwule Politiker Klaus Lederer, stellte allerdings letztes Jahr klar, dass sich seine Partei vom Al-Quds-Tag distanziere, und zeigte sich über die "durch Deutschland schwappenden Welle des Antisemitismus" besorgt.

"Wir stellen uns gegen die Menschenrechtsverletzungen in der Islamischen Republik Iran und gegen jede Form von antisemitischer, islamistischer und homophober Propaganda", heißt es im Demoaufruf auf no-al-quds-tag.de. Es sei ein Skandal, dass Politiker in Deutschland "eine massive Ausweitung des Geschäfts mit dem Regime in Teheran vorbereiten, das Israel mit Vernichtung droht, den Holocaust leugnet und die eigene Bevölkerung brutal unterdrückt!" (dk)

 Update  Kritik an Demo-Aufruf

Mit einem offenen Brief samt Petition haben "queere und feministische Aktivist_innen aus dem Nahen Osten" den LSVD dazu aufgerufen, den Demo-Aufruf zurückzuziehen. Der gerechte Kampf von LGBTQs und die berechtigte Kritik an dem Tag würden von den Ausrichtern des Gegenprotests "instrumentalisiert, um von den Verbrechen der Besatzung abzulenken und die israelische Apartheid auf zynische Art und Weise zu 'pinkwashen'".

Weiter heißt es: "Die Gegendemonstration, die sich angeblich gegen Homophobie und Antisemitismus richtet, wird mehrheitlich von Organisationen getragen, die in der Vergangenheit die israelischen Massaker in Gaza und dem Libanon unterstützt haben." Die Beteiligung des LSVD und von MANEO sei "für queere Aktivisten aus dem gesamten Nahen Osten ein Schlag ins Gesicht": "Die Aussage des Direktors des LSVD, für ein 'friedliches Miteinander mit Israel- und Regenbogenflaggen' demonstrieren zu wollen, ist unglaublich furchtbar in Anbetracht des Massakers an 2300 Palästinensern in Gaza vor genau einem Jahr im Namen dieser gleichen Flagge."

  Demo "Gegen den Al-Quds-Marsch"
Samstag, 11. Juli 2015, Auftaktkundgebung: 13.30 Uhr, Wittenbergplatz Berlin, Abschlusskundgebung: 15.00 Uhr, Breitscheidplatz Berlin
Links zum Thema:
» no-al-quds-tag.de
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Tags: lsvd, iran, al-quds-tag
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Reaktionen zu "LSVD ruft zur Demo gegen Al-Quds-Tag auf"


 100 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
06.07.2015
16:19:38


(+7, 13 Votes)

Von sabatönchen


Obama im Iran immer beliebter:

"Die Grundsatzeinigung im April hatten Zehntausende Teheraner mit spontanen Jubelfeiern, Hupkonzerten und Sprechchören wie «Obama, Obama» gefeiert."

Link zu www.welt.de


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#2
06.07.2015
16:19:54


(-6, 24 Votes)

Von wiking77
Profil nur für angemeldete User sichtbar


na endlich mal ein richtiges Signal bei aller großer Islamfreude vieler schwuler Verbandsfunktionäre.


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#3
06.07.2015
16:21:17


(+6, 20 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby


Reaktionäre Christen demonstrieren gegen reaktionäre Moslems. Schrill.


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#4
06.07.2015
16:31:49


(+3, 13 Votes)
 
#5
06.07.2015
16:47:03


(+10, 16 Votes)

Von gut so


Gemeinsam gegen Antisemitismus und Homophobie Solidarität mit Israel und der iranischen Freiheitsbewegung:
Link:
972mag.com/


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#6
06.07.2015
16:54:57


(-14, 28 Votes)

Von Markus44
Antwort zu Kommentar #2 von wiking77


@wiking77
"Daher tun wir gut daran, Israel-Feindlichkeit und Antisemitismus auf der einen Seite und Homosexuellenfeindlichkeit auf der anderen Seite gemeinsam zu bekämpfen.

Die Aktion unterstütze ich als LSVD-Mtglied zu 100 Prozent und finde dies gut.

Das Existenzrech Israels und die dortige freiheitliche Demokratie mit einer so wunderbaren LGBT-freundlichen Stadt wieTel-Aviv, die nirgendwo im ansonsten LGBT-feindlichen islamischen Umfeld in Syrien ("dort wird der homosexuelle Mann geköpft"), in Ägypten ("dort landet der homosexuelle Mann für viele Jahre im Gefängnis") , in Saudi-Arabien ("dort erhält der homosexuelle Mann die Todesstrafe"), in Jemen ("dort erhält der homosexuelle Mann die Todesstrafe"), im Iran ("dort erhält der homosexuelle Mann die Todesstrafe") oder auch in Pakistan ("dort erhält der homosexuelle Mann eine hohe Haftstrafe") zeigt, wie LGBT-feindlich der Islam eingestellt ist und welch großen Probleme auf uns in Deutschland und Mitteleuropa zukommen, indem wir immer mehr islamisch geprägte Menschen zu uns einwandern lassen, anstatt das wir die Einwanderung viel bunter mischen und uns Einwanderung aus dem christlich geprägten Zentral- und Südafrika oder aus dem christlich geprägten Osteuropa hineinholen.

Leider machen wir hier in Deutschland aber eine sehr einseitige Einwanderungspolitik und lassen fast nur noch Menschen mit islamischen Kulturhintergrund einwandern und so verwundert es nicht, das es mittlerweile in unserem Land so abscheuliche Aktionen wie den Al Ouds-Tag haben.

Dafür ein herzliches Dankeschön an Linkspartei, Grüne und Teile der SPD, das Ihr uns mit der islamischen Einwanderung so eine "Scheiße" ins Land holt und wir hier mittlerweile einen Al Ouds Tag haben.


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#7
06.07.2015
17:21:49


(+5, 13 Votes)

Von happy fracking
Antwort zu Kommentar #1 von sabatönchen


Iran has at least 34 large tankers full of oil about 50 million barrels or more ready to sell and sail if sanctions are lifted, said Byron King, editor of investment newsletter Outstanding Investments.

Link zu www.marketwatch.com

Link zu www.faz.net


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#8
06.07.2015
17:46:24


(+5, 21 Votes)

Von Corum
Aus Hamburg
Mitglied seit 26.02.2013
Antwort zu Kommentar #6 von Markus44


Wenn man nicht in der Lage ist, zwischen Islam und Islamismus zu unterscheiden, sollten man lieber mal die Klappe halten, anstatt jede sich bietende Gelegenheit zu nutzen um seine fremdenfeindliche Gülle ins Netz zu kübeln.

In deinem *christlich geprägten Zentralafrika* werden queere Menschen auch mit dem Tod bedroht, aber das unterschlägst du ja gerne.


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#9
06.07.2015
17:49:04


(+11, 17 Votes)

Von ursus
Antwort zu Kommentar #6 von Markus44


>"lassen fast nur noch Menschen mit islamischen Kulturhintergrund einwandern"

erstaunlicherweise scheint es keine verlässliche statistik über die religionszugehörigkeit der einwandernden nach deutschland zu geben. (wenn jemand eine kennt, bitte verlinken.)

nimmt man die zahlen des migrationsberichtes von 2013 und geht davon aus, dass einwandernde eine für ihre herkunftsländer durchschnittliche religionszugehörigkeit haben, dann sind weit mehr als die hälfte aller einwandernden katholisch oder christlich-orthodox und nur weniger als ein viertel muslim_innen.

bei allen schwächen dieser zählung (es könnten ja z.b. überdurchschnittlich viele christ_innen aus muslimisch geprägten ländern auswandern): zu sagen, es seien "fast nur" menschen mit muslimischem "kulturhintergrund" ist mit absoluter sicherheit irreführend.

aber diese irreführung ohne heranziehung von fakten ist ja hier beabsichtigt.


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#10
06.07.2015
18:09:43


(+9, 19 Votes)

Von michael008
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #6 von Markus44


Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, Deine Kommentare zu ignorieren, aber
wenn das lese zweifele ich an Deinem Verstand:

"Leider machen wir hier in Deutschland aber eine sehr einseitige Einwanderungspolitik und lassen fast nur noch Menschen mit islamischen Kulturhintergrund einwandern und so verwundert es nicht, das es mittlerweile in unserem Land so abscheuliche Aktionen wie den Al Ouds-Tag haben."

Du tust ja gerade so als würden hier Muslime extra positiv ausgesiebt.
Es sind nun einmal zur Zeit viele Muslime, die in ihrer Not aus Bürgerkriegsländern zu uns kommen.
Es werden ja Christen und Atheisten nicht abgewiesen.

Vwrsuche uns doch nicht weis zu machen, dass es von der Religion abhinge ob jemand ein guter oder schlechter Mensch ist.
Allesamt betrachtet sind Religionen eher schlecht für unser friedliches Zusammenleben.


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