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  • 8. Juli 2015, 16:19h, noch kein Kommentar

Jim Obergefells Leben wird bald zum Hollywoodfilm

Das ging schnell: Das Filmstudio 20th Century Fox hat sich die Rechte gesichert, um die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben durch den Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten zu verfilmen.

Das Studio teilte am Dienstag mit, dass es die "Life Rights" am Leben von Kläger Jim Obergefell und dessen Anwalt Al Gerhardstein erworben habe. Außerdem sicherte sich Fox die Rechte an einem noch nicht fertiggestellten Buch von Obergefell, das bislang den Arbeitstitel "21 Years To Midnight" trägt.

Der Film soll von Wyck Godfrey und Marty Bowen produziert werden. Godfrey, der unter anderem Produzent der "Twilight"-Filme und des neuesten "Stirb langsam"-Films war, erklärte gegenüber der "New York Times", der Obergefell-Film werde eine Geschichte sein "über jemanden, der sich für seine Liebe so sehr engagiert, dass er am Ende die Welt ändert".

Obergefell hatte 2013 seinen Freund, der an der unheilbaren Nervenkrankheit ALS litt, im Bundesstaat Maryland geheiratet. In ihrer Heimat Ohio wurde die Ehe allerdings nicht anerkannt. Als Obergefells Partner starb, weigerten sich die regionalen Behörden daher, die Ehe in der Sterbeurkunde einzutragen. Daraufhin verklagte der Witwer den Bundesstaat. Der Fall "Obergefell v. Hodges" wurde schließlich durch die Instanzen an den Supreme Court weitergeleitet, der am 26. Juni die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben in allen 50 Bundesstaaten anordnete (queer.de berichtete). (dk)

Youtube | Bewegend: US-Präsident Barack Obama ruft Kläger Jim Obergefell wenige Minuten nach der Urteilsverkündung an - und CNN ist live dabei.