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Kommentare zu:
Israel: Gesetze zur Zivilehe gescheitert


#1 KathiGr
  • 10.07.2015, 11:57h
  • Das Scheitern der Anträge war keine Überraschung, denn die Einführung einer Zivilehe würde ja auch eine Ehe zwischen Juden und Nichtjuden zulassen... und das wäre aus zionistischer Sicht eine Katastrophe für den selbsternannten "jüdischen Staat".

    Dem Autor des Artikels sei gesagt, dass eine Synagoge keine Kirche ist. Warum wird im Artikel immer nur von Kirchen gesprochen? Als ob an Israels homophober Gesetzgebung Christen Schuld seien.

    Zum Thema Zivilehe ein Haaretz-Artikel:
    Who's afraid of civil marriage in Israel?

    www.haaretz.com/opinion/.premium-1.664751
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#2 Keeping kosherAnonym
#3 apartAnonym
#4 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 10.07.2015, 12:59h
  • Antwort auf #1 von KathiGr
  • >Da in Israel der Staat in osmanischer Rechtstradition weite Teile des Familienrechts einschließlich der Eheschließung der Gestaltung durch die Religionsgemeinschaften überlassen hat, gibt es dort keine Zivilehe. Somit können Israelis sowohl Juden als auch Nichtjuden ihren Ehepartner im Falle einer anderen Religionszugehörigkeit oder bei keiner Religionszugehörigkeit in der Regel nicht in Israel heiraten. Der Staat erkennt jedoch im Ausland geschlossene Zivilehen an, was zu einem nicht unbeträchtlichen Heiratstourismus (meist nach Zypern) führt.< (wiki)

    >Kirche (Organisationsform) (alemannisch kilche, chile, althochdeutsch chirihha, mittelniederdeutsch kerke,[1] entlehnt aus spätgriechisch ???????? kyriakon dem Herrn gehörig[2]) ist eine soziale Organisationsform von Religionen.< Der Autor hätte aber besser von "Glaubensgemeinschaften" geschrieben, um Missverständnisse zu vermeiden.
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#5 SaschaHAnonym
#6 Markus44Anonym
  • 10.07.2015, 13:56h
  • Das die linke Partei Meretz (5 Abgeordnete in der Knesset derzeit) und die liberale Partei Yesh Atid (11 Abgeordnete derzeit in der Knesset) jeweils die staatliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare in Israel fordern, finde ich gut.

    Da es jeweils 39 Abgeordnetenstimmen zur Unterstützung gab, dürften noch 23 der 24 Abgeordneten der sozialdemokratischen Zionistischen Union zugestimmt haben; da auch diese derzeit in der Opposition ist und ich mir am Ehesten vorstellen kann, das von dort die Unterstützung kam.

    Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, das derzeit die Regierungsparteien zugestimmt haben. Weder die konservative Likud (30 Abgeordnete derzeit) noch die mitregierende linkskonservative Partei Kulanu (10 Abgeordnete derzeit) noch die mitregiernden rechten Religionsparteien wie die Partei Shas (7 Abgeordnete derzeit), die Partei Vereinigtes Thoratum (6 Abgeordnete derzeit) und die Partei Jüdisches Heim (8 Abgeordnete derzeit) dürften zugestimmt haben.

    Ich kann mir auch nicht vorstellen, das die Oppositionspartei Jisrael Beitenu von Liebermann (6 Abgeordnete derzeit) oder die Oppositionspartei der Vereinigten Arabischen Liste (mit 13 Abgeordneten derzeit) zugestimmt hat.

    So ist jeweils meine Einschätzung, wie dort die 39 Ja-Stimmen zustandegekommen sind, ohne das ich es tatsächlich augenblicklich weiß.

    Es müssen aber auch noch 31 Abgeordnete sich der Stimmen enthalten haben oder nicht abgestimmt haben. Woher diese Stimmen der Enthaltung kamen, wäre interessant zu wissen.
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#7 goddamn liberalAnonym
  • 10.07.2015, 14:32h
  • Antwort auf #1 von KathiGr
  • "und das wäre aus zionistischer Sicht eine Katastrophe für den selbsternannten "jüdischen Staat". "

    Da dieser Staat auf dem Boden der jüdischen Geschichte nun einmal von Menschen des jüdischen Volkes gegründet und gegen Angriffe verteidigt wurde, ist es nun mal ein jüdischer Staat. Es ist mir völlig unverständlich, wieso ausgerechnet Deutsche damit ein Problem haben sollten.

    Hmmm, wenn man bösgläubig ist , versteht man es dann leider doch...

    Dass man keine Probleme mit der Existenz eines jüdischen Staats hat, kann aber nicht bedeuten, dass es deswegen dort keine Zivilehe geben darf (die auch keine Katastrophe wäre, weil die interreligiösen Ehen sicher nicht sehr häufig wären) .

    Die Regelungen im heutigen Israel erinnern mich stark an die Gesetze der alten K.u.K.-Monarchie, unter denen viele Agnostiker (u.a. Freud) schon im 19. Jahrhundert litten. Damals könnte man nur in Gotteshäusern religiös heiraten und sich auch nicht scheiden lassen.
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#8 goddamn liberalAnonym
#9 statt maltaAnonym
#11 LoreleyTVAnonym
  • 10.07.2015, 16:37h
  • Antwort auf #7 von goddamn liberal
  • ich habe wohl Probleme mit dem Staat Israel.
    Er betrachtet die Bibel als Grundbuch und hat die Ureinwohner dieses Gebietes (Palestinenser) enteignet und von ihren Grundstücken vertrieben und es geschieht heute noch..Vor der Gründung des Staates Israel lebten Juden,Christen,Moslems und andere Personengruppen dort friedlich zusammen.
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#12 goddamn liberalAnonym
#13 SaschaHAnonym
  • 10.07.2015, 19:00h
  • Antwort auf #6 von Markus44
  • Es geht nicht um die Gleichstellung. Gleichgeschlechtliche Ehen sind in Israel im Steuer-, Adopt5ions-, Erb-, Versorgungsrecht und allen anderen rechtlichen Bereichen der heterosexuellen Ehe gleichgestellt. Es geht darum, das zwei Personen - egal ob hetero- oder homosexuell - ihre rein standesamtliche Ehe in Israel schließen können. Bis jetzt müssen rein standesamtliche Ehen im Ausland - zumeist auf Zypern - geschlossen werden und werden dann in Israel in einem formalen Vorgang anerkannt.
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#14 SaschaHAnonym
  • 10.07.2015, 19:18h
  • Antwort auf #11 von LoreleyTV
  • Araber sind in Israel gleichberechtigte Staatsbürger - sind Richter, Polizeikommandanten, Offiziere in der Armee, Abgeordnete im Parlament. Bis heute ist kein einziger Palästinenser in das sogenannte "PA-Gebiet" oder nach Gaza oder in ein anderes arabisches Land geflohen - sehr wohl aber fliehen Palästinenser aus Gaza und dem PA-Gebiet nach Israel.
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#15 hugo1970Profil
#16 hugo1970Profil
  • 10.07.2015, 21:13hPyrbaum
  • Soviel zum israelischen Menschenrechsthema.
    Wie auch anderswo, auch in Israel, wenn die religioten das sagen haben, ist Diskriminierung an der Tagesordnung.
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#17 hugo1970Profil
#18 hugo1970Profil
  • 10.07.2015, 21:21hPyrbaum
  • Antwort auf #7 von goddamn liberal
  • "Da dieser Staat auf dem Boden der jüdischen Geschichte nun einmal von Menschen des jüdischen Volkes gegründet und gegen Angriffe verteidigt wurde, ist es nun mal ein jüdischer Staat. Es ist mir völlig unverständlich, wieso ausgerechnet Deutsche damit ein Problem haben sollten."

    Schön und gut, aber woher hat sich Israel das recht genommen um Palästina zu besetzen?, und immer noch drangsaliert Israel die Palästinenser.
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#19 hugo1970Profil
#20 Patroklos
#21 TheDadProfil
#22 LoreleyTVAnonym
  • 11.07.2015, 00:17h
  • Antwort auf #14 von SaschaH
  • Sie sind vöiig falsch informiert. Mehr als 5 Millionen Palästinenser gelten heute noch als Flüchtlinge. Rund die Hälfte der arabischen Bevölkerung Palästinas verlor durch die Staatsgründung Israels ihre Heimat. Bei der UNO gibt es den Hilfsfonds für Palästina-Flüchtlinge(UNRWA),dort sind heute 5,1 Millionen als Flüchtlinge registriert und anerkannt.Das Massaker an Zivilisten im Dorf Deir Jassin durch jüdische Milizen setzte eine große Fluchtwelle ein, deshalb gedenken Palästinenser am 15. Mai an die große Katastrophe ihrer Flucht und Vertreibung, sie nennen den Tag Nakba. Die Palästinenser beharren bisher auf einem Rückkehrrecht der Flüchtlinge in ihre angestammte Heimat, Israel lehnt dieses kategorisch ab, weil es dann mehr Araber als Israelis geben würde. In den von Ihnen genannten Berufen können Araber tätig sein,wenn sie die Staatsangehörigkeit Israels annehmen. Die meisten Palästinenser wollen aber weiterhin Palästinenser bleiben und keine Israelis sein.Der anhaltende Siedlungsbau in den besetzten Palästinensischen Gebieten durch Israel geht auch heute weiter.Westjordanland heißt Samaria und Judea, es gibt Straßen und Busse im Westjordanland die nur von Israelis benutzt werden können,man nennt es "Sicherheit". Der Mauerbau an der Grenze zu den Palätinensergebieten führt durch Grundstücke der Araber und durch ihre Wohnungen,Araber nennen es Landraub,nur keiner hilft ihnen.
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#23 SaschaHAnonym
  • 11.07.2015, 09:31h
  • Antwort auf #22 von LoreleyTV
  • Damit offenbarst Du, daß nicht nur falsch, sondern gar nicht informiert bist. Der sogenannte "Flüchtlingsstatus" vererbt sich nämlich bei den Palästinensern. Das heißt, damit es verständlich wird: Auch die Kinder und Enkelkinder die z.B. hier in Deutschland geboren wurden, gelten als "Flüchtlinge". Der Großteil der tatsächlich betroffenen Generation verließ ihre Ortschaften aufgrund von Aufrufen der arabischen Staaten und ihrer Führer, Zweck war das "leichtere Vorankommen" der Armeen der fünf arabischen Staaten, die Israel am Tag der Staatsgründung angriffen. Trainiert waren die angreifenden arabischen Streitkräfte zum Teil von ehemaligen SS- und Wehrmachtsoffizieren, die drei Jahre nach dem Ende der Nazibarbarei eine Chance gekommen sahen, ihr Vernichtungswerk fortzusetzen.
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#24 SaschaHAnonym
  • 11.07.2015, 09:53h
  • Antwort auf #22 von LoreleyTV
  • PS: "Mauerbau"? Einmal davon abgesehen, daß ich mir - im Gegensatz offenbar zu Dir - das selber angesehen habe: Die "Mauer" besteht zu 80 Prozent aus einem Zaun. Bis zur Errichtung des Sicherheitszauns gab es nahezu täglich Selbstmordanschläge in Kinos, Cafes usw. Der Punkt ist: Die ermordeten Zivilisten kann man nicht ins Leben zurückholen - der Zaun kann jederzeit abgerissen werden, wenn der Terror aufgegeben wird. Und: Der Zaun ist nicht durchgehend, überall gibt es Übergänge, damit die Palästinenser einreisen können - etwa zu ihren Arbeitsplätzen oder an den Strand bei Tel Aviv - oder auch um eine Möglichkeit zur Flucht aus dem PA-Gebilde haben, weil sie dort verfolgt und drangsaliert werden.
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#25 willkommenAnonym
#26 TomorrowEhemaliges Profil
#27 DietricheiProfil
  • 12.07.2015, 09:39hKaiserslautern
  • Es geht hier nicht um die Schwulenehe. Es gibt in Israel keine Standesämter. Man muss sich vom Rabbiner trauen lassen. So finden sich alle weltlichen Israelis, egal ob schwul oder hetero, bei der Eheschließung im Ausland wieder. Und hier wird ein Grundkonflikt sichtbar. Die weltlichen Israelis, die den Wehrdienst leisten, werden von den Orthodoxen von selbstverständlichen Rechten ferngehalten. Die Orthodoxen leisten keinen Wehrdienst, leben oft von Sozialleistungen, da sie ihr Leben dem Studium der Thora gewidmet haben. Das ist ein gefährlicher Konflikt, der in Israel zu immensen Spannungen führt
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#28 hugo1970Profil
#29 LoreleyTVAnonym
  • 12.07.2015, 12:39h
  • Antwort auf #24 von SaschaH
  • ich nehme an,daß hier ein Politker der Grünen seine Meinung wieder gibt:Eine Person,die Kleidung der Banker und Kapitalisten trägt und einen Bart hat,um männlicher zu wirken.Der durch die Straßen Moskau marschiert ist nach dem Motto,am deutschen Wesen soll die russische Gesellschaft genesen.Da er jetzt eine Auszeichung für seine Belange für Israel erhält, ist es mir verständlich,daß er Halbwahrheiten veröffentlich.Um duch die Übergänge der Grenzanlagen von den Palästinesergebieten nach Israael zu gelangen benötigt man einen israelischen Passierschein von der israelischen Coordinating Liaison.Diesen Passierschein erhalten nur Palästiner, die in Israel arbeiten,Diplomaten und Spione.Der Passierschein gilt nur einen Monat und muss jeden Monat neu beantragt werden. Palästiner,die keinen Passierschein haben, können auch nicht an den Strand von Tel Aviv.Bereits seit 1948 gibt es die Unoresolution 194 die das Recht der Palästinenser auf Rückkehr in ihre Gebiete anerkennt und Israel auffordert,Entschädigung oder Repatriierung zu leisten zum einem frühestmöglichen Zeitpunkt. Nichts ist bisher vom Staat Israel erfolgt Ein Kind Palästinensicher Eltern hat das Recht, mit seinen Eltern,Großeltern, in sein Heimatland zurück kehren zu dürfen. Solange Israel dieses verweigert, gelten diese Personen als Vertriebene oder Flüchtlinge. Vielleicht überlegen Sie für die Zukunft daß man nur mit der reinen Wahrheit Menschen überzeugen kann und seine innerliche Person nach außen tragen soll, und sich nicht verkleiden, ihr äußeres Erscheinungsbild in Kleidung,Gestik,Gehabe erscheint für mich widersprüchlich.
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#30 RheingoldAnonym
#31 Homonklin44Profil
#33 LorenProfil

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