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Serhij Stachowskyj hatte 2013 in Wimbledon Roger Federer bezwungen. In diesem Jahr schied er in der ersten Runde aus. (Bild: Carine06, wiki commons by sa 2.0)

Der ukrainische Spieler Serhij Stachowskyj meinte, jede zweite WTA-Spielerin sei lesbisch. Daher werde er seine Tochter nicht zu Spielen des Frauenverbands mitnehmen.

Der ukrainische Tennisspieler Serhij Stachowskyj, derzeit auf Rang 49 der Weltrangliste, hat mit homophoben Äußerungen für Wirbel gesorgt. Dem ukrainischen Portal Xsport hatte er gesagt: "Auf der WTA-Tour ist fast jede Zweite lesbisch. Ich werde meine Tochter sicherlich nicht auf die WTA-Tour schicken."

Im Männersport gebe es das "Problem" hingegen nicht, sagte der 29-Jährige: "Auf der ATP-Tour haben wir eine normale Atmosphäre. Wenn da was wäre, würden wir sicherlich darüber Bescheid wissen, weil es ein sehr geschlossener Kreis ist."

Der Chef der Association of Tennis Professionals (ATP), Chris Kermode, bezeichnete die Aussagen Stachowskyjs inzwischen als "beleidigend und inakzeptabel". Man werde den Vorfall überprüfen und über Konsequenzen beraten.

Kritik kam auch von der angegriffenen Women's Tennis Association. "Es ist traurig, dass es in der heutigen Zeit engstirnige Menschen gibt, die verächtlich über Frauen sprechen und sich dabei auf deren sexuelle Orientierung beziehen", sagte WTA-Chefin Stacey Allaster. "Es ist eine traurige Reflexion einer alten Denkweise. Ich bin stolz auf alle unsere Spielerinnen, die vorwärts denken, jeden gleich behandeln und das Leben im 21. Jahrhundert widerspiegeln."

Auch die offen lesbische Tennis-Legende Martina Navratilova hatte sich in die Reihen der Kritiker gestellt und Stachowskyj via Twitter um ein Gespräch gebeten.

Auf Twitter hat der Tennisspieler inzwischen reagiert, und zwar knapp: "Es tut mir leid. Ich wollte niemanden beleidigen." Zuvor hatte er auf homophobe Äußerungen Anderer verwiesen, die niemanden interessiert hätten.

Im letzten Herbst hatte sein ukrainischer Kollege Alexander Dolgopolow, derzeit Rang 70, auf Twitter geschimpft, die LGBT-Community sei "nicht normal". Die ATP hatte das Statement als privat eingeschätzt und zugleich als "bedauerlich" bezeichnet.



#1 FinnAnonym
  • 11.07.2015, 17:14h
  • Rang 49?

    Da will sich wohl jemand, der es sportlich nicht schafft, auf andere Weise in die Schlagzeilen bringen.
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#2 ursus
  • 11.07.2015, 17:28h
  • der typ ist ein arschloch, noch dazu ein verlogenes.

    aber damit will ich ihn natürlich nicht beleidigen.
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#3 hugo1970Profil
#4 Patroklos
  • 11.07.2015, 17:39h
  • Die Entschuldigung kann er sich sparen: hier helfen nur die Herausnahme aus der Weltrangliste und die lebenslange Sperre!
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#5 IsaakAnonym
  • 11.07.2015, 17:52h
  • Antwort auf #2 von ursus
  • Sie müssen den guten Mann ja persönlich kennen, um sich ein solches Charakterurteil erlauben zu können? Oder bilden Sie sich etwa Ihre Meinung über andere Menschen immer aus Queer.de-Artikeln und halbgaren Vermutungen ("Ich hab zwar keinen Anhaltspunkt dafür, aber der muss unehrlich sein")?

    Die ATP wird ihn schon mit dem nötigen Nachdruck ermahnen, keine Bange.
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#6 hugo1970Profil
#7 Sabelmann
  • 11.07.2015, 18:48h
  • Immer diese saublöden Aussagen machen und dann zurückrudern!Entweder habe ich eine Meinung(auch wenn sie äusserst dikriminierend ist)oder ich bin einfach ein Blödian der nicht weiss was ich sage!
    Ist doch bei allen so...erst Stumpfsinn verbreiten und dann bei Kritik zurückrudern,was sowieso nicht glaubwürdig ist!Wie wärs mit VORHER denken und eventuell das Maul halten?
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#8 Is er dochAnonym
#9 ganz schlauAnonym
#10 ursus
  • 11.07.2015, 18:57h
  • Antwort auf #5 von Isaak
  • mein urteil über diesen menschen beruht auf seinen eigenen schriftlichen kommentaren. haben Sie anlass zu der vermutung, queer.de hätte diese kommentare nicht richtig wiedergegeben? wie würden Sie es nennen, wenn jemand menschen beleidigt und dann sagt, er wolle niemanden beleidigen?
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