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Gewinner der BBC-Liste "Sound of 2015": Years & Years werden im Königreich bereits als Band des Jahres gehandelt (Bild: Universal Music)

Mit "Communion" hat das Trio um den offen schwulen Sänger und Keyboarder Olly Alexander sein Debütalbum veröffentlicht.

Von Michael Thiele

Hurra, es gibt einen neuen Hype aus England! Die Band der Stunde nennt sich Years & Years, sie besteht aus dem offen schwulen Sänger und Keyboarder Olly Alexander, dem Bassisten Mikey Goldsworthy und Emre Turkmen, der für die Synthesizer zuständig ist. Alle drei sind Mitte 20 und kommen aus London.

Ursprünglich 2010 als fünfköpfige Band gegründet, hat das Trio die Ehre, das Rennen um den BBC Sound of 2015 gewonnen zu haben – der jährliche Newcomer-Poll hat in den letzten Jahren unter anderem Adele, Mika, Sam Smith und Little Boots nach oben katapultiert, womit wir wieder beim Hype sind.

Fünf Singles in anderthalb Jahren


Das Debütalbum "Communion" ist seit dem Wochenende auch in Deutschland erhältlich

Nachdem über die letzten anderthalb Jahre verteilt bereits fünf Singles veröffentlicht wurden, welche die Neugier auf und die Erwartungen an ein erstes richtiges Album von Years & Years ordentlich angekurbelt haben, ist jetzt mit "Communion" eben dieses erschienen. Es umfasst 13 Songs, darunter auch sämtliche Singles, bei einer Spieldauer von knapp 50 Minuten.

Das Bemerkenswerteste an "Communion" ist dabei das Sounddesign. Von Kritikern und Industrie als so noch nicht gehörter Mix aus R'n'B, House und Elektropop beschrieben, knüpfen Years & Years tatsächlich an den Stil einer der wegweisendsten britischen Bands der letzten Jahre an, und zwar an den von The xx. Deren minimalistisch-schwermütigen Indie-Pop entwickeln die drei Jungs weiter, sie befreien ihn von seinem strengen, schwarzen Korsett, machen ihn voller, bunter, fluffiger, vor allem indem sie tief in die Sound- und Look-Kiste der Neunziger greifen. Wenn man so will, sind Years & Years also The xx in Farbe.

Bemerkenswert ist außerdem Ollys Stimme. Jungenhaft weich und sehnsüchtig, ja hungrig, immer wieder postpubertäre Uhs und Ohs ausstoßend und ins Falsett wechselnd, beeindruckt sie und fügt sich stimmig in das erwähnte Sounddesign ein. Das ist übrigens wichtiger als die einzelnen Songs. Denn wie sich zeigt, sind die fünf bereits ausgekoppelten Songs die stärksten, während der Rest zu oft fast schon wieder epigonalem Füllmaterial gleicht.

Groß sind also "Desire" mit seinen The-Knife'schen Xylophonklängen und das housige "King". Weiter der basslastige R'n'B-Stampfer "Real" und "Take Shelter", das unverkennbar dem Reggae-Pop von Ace of Base huldigt. Etwas schwächer ist dann schon die zu konventionell, zu schematisch geratene Elektropop-Nummer "Shine", während die übrigen acht Songs, wie bereits gesagt, nicht an diese fünf herankommen, auch wenn es mit "Memo" und "Foundation" intensive Momente gibt.

Sie alle alle runden "Communion" zu einem originären, gelungenen Debüt ab.

Youtube | Offizielles Video zur Single "King"


#1 reiserobbyEhemaliges Profil
#2 keyjahn
  • 12.07.2015, 15:28h
  • Einer meiner schwulen Freunde aus England posted seit Tagen auf Twitter über die Band...lol
  • Antworten » | Direktlink »
#3 234564ztr3wAnonym
#4 Patroklos
#5 PulsderZeitAnonym
  • 12.07.2015, 22:59h

  • Cool, seit April in den Radio Airplay-Charts, im Juli schon bei Queer.de angekommen.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 KaktusAnonym