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  • 14.07.2015, 14:47h           111      Teilen:   |

Auf allen Kontinenten

Katholische Bischöfe: Weltweiter Kampf gegen Ehe für alle

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Auch der australische Erzbischof Anthony Fisher fordert die Gläubigen auf, die Gleichstellung im Ehe-Recht abzulehnen

In aller Welt will die Kirche von Papst Franziskus verhindern, dass Schwule und Lesben auf Standesämtern heiraten dürfen – Bischöfe bedauern sogar, dass Homosexuelle in weiten Teilen der Welt nicht mehr verfolgt werden.

Seit der Öffnung der Ehe in den Vereinigten Staaten hat die katholische Kirche ihren Kampf gegen die Öffnung der Ehe verstärkt. Besonders in Afrika haben Pfarrer und Bischöfe am Wochenende gegen die Gleichbehandlung gepredigt – und dabei auch das Verbot von homosexuellem Sex gelobt, das noch immer in 37 von 54 Ländern auf dem Kontinent in Kraft ist.

So erklärte Bischof Philip Anyolo aus Kenia am Sonntag: "Wir werden die gleichgeschlechtliche Ehe nicht erlauben". Er rief die Gläubigen dazu auf, die Debatte über das Thema zu beenden. Knapp zwei Wochen vor einem Staatsbesuch von US-Präsident Barack Obama sagte der Bischof, seine Kirche habe eine "prophetische Mission, die heilige Ehe zu verteidigen."

In Nigeria, dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas, hat sich Erzbischof Ignatius Kaigama im Namen der nationalen Bischofskonferenz gegen die Gleichbehandlung von Homosexuellen ausgesprochen. Kaigama nannte die gleichgeschlechtliche Ehe "traurig und ungerecht" – und warnte sein Land sogar davor, die Strafbarkeit von Homosexualität zu beenden: "Mosambik hat zwar nicht die gleicheschlechtliche Ehe akzeptiert, aber sie haben ihr Gesetz gegen Unzucht abgeschafft und damit die Tür für die homosexuelle Kultur bzw. Subkultur in ihrer Gesellschaft geöffnet." Mosambik schaffte das Gesetz letzten Monat ab, während in Kenia noch 14 Jahre auf homosexuelle Handlungen stehen.

Der Vatikan behauptete zwar bereits 2008, dass die katholische Kirche Homosexuelle nur als Sünder, aber nicht als Kriminelle ansehe (queer.de berichtete). Allerdings werben insbesondere in Afrika Bischöfe für sogeannte "Sodomy"-Gesetze.

In anderen Teilen der Welt appellieren Bischöfe ebenfalls an die Schäfchen, die Gleichstellung von Schwulen und Lesben zu verhindern. So erklärte der australische Erzbischof Anthony Fisher am Sonntag bei einer Predigt in Sydney, dass die Ehe Mann und Frau zusammenbringe, um sich zu lieben und Kinder zu kriegen. "Mit dieser Aussage kritisiere ich niemanden", fügte er an – und beklagte gleichzeitig, von LGBT-Aktivisten "gemobbt" zu werden.

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Bischof fordert "zivilen Ungehorsam" gegen Schwule und Lesben

Auch in den USA hat sich die Kirche noch nicht mit der Zivilehe für Schwule und Lesben angefreundet. So erklärte Bishof Michael Jarrell: "Lassen Sie mich deutlich sagen, dass kein menschliches Gericht die Autorität hat, das zu verändern, was Gott in das Gesetz der Schöpfung geschrieben hat." Der Bischof von Lafayette rief Katholiken auf, gegen die Gleichbehandlung von Homosexuellen aktiv zu werden: "In manchen Fällen könnte ziviler Ungehorsam der richtige Weg sein."

In den USA erkennen allerdings immer mehr Kirchen die gleichgeschlechtliche Ehe an: So erlauben etwa die Presbyterianische Kirche und die Episkopalkirche homosexuellen Gläubigen die Eheschließung. Auch die rund 13 Millionen Mitglieder zählende United Methodist Church diskriminiert beim Ehe-Recht nicht mehr aufgrund der sexuellen Orientierung.

Die katholische Kirche mauert aber weiter, und das auch in Deutschland. So erklärte Felix Genn, der Bischof von Münster, vor gut einer Woche bei einer Prozession, dass Homosexuelle nie in einer Ehe leben könnten. Die Ehe sei ausschließlich der "Gemeinschaft von Mann und Frau als Fundament der Familie vorbehalten", so Genn weiter. Er rief die Katholiken auf, sich politisch gegen die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben zu engagieren – auch gegen "teilweise übermächtig scheinende gesellschaftliche Positionen".

Erst vergangenen Monat hatte der deutsche Kardinal Gerhard Ludwig Müller, der Chef der Glaubenskongregation, behauptet, dass die Ehe-Öffnung Heterosexuelle diskriminieren würde (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: katholische kirche, nigeria, australien, kenia
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Reaktionen zu "Katholische Bischöfe: Weltweiter Kampf gegen Ehe für alle"


 111 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
14.07.2015
14:59:07


(+13, 17 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013


Also alles wie gehabt. Nichts Neues aus dem Lager der Katholiban.

Los Mädels, lasst Frösche regnen, Wirbelstürme die Kirchen einreissen, Pest und Cholera über die Katholiken kommen und alle mit Blindheit schagen, die ohnehin weggucken.

Zuletzt werden dann alle verbliebenen Heten umgeschwult und die Menschheit ausgerottet.
Wäre ja gelacht...


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#2
14.07.2015
14:59:50


(+3, 5 Votes)

Von Pelayo
Aus Berlin
Mitglied seit 11.12.2014


" Auch die rund 13 Millionen Mitglieder zählende United Methodist Church diskriminiert beim Ehe-Recht nicht mehr aufgrund der sexuellen Orientierung."

Das Gegenteil ist der Fall! Gerade die United Methodist Church, die auch in Deutschland als Teil der amerikanischen/internationalen Kirche besteht und nicht mit den etwas liberaleren Methodisten in Großbritannien verwechselt werden darf, hat bisher noch jeden Versuch abgeschmettert, eine positive Aussage zu Homosexualität zu treffen.


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#3
14.07.2015
14:59:52


(+18, 18 Votes)

Von Felix


Sollte die Kirche nicht lieber Armut, Elend und Hunger bekämpfen statt Liebe?

Daran erkennt man wieder, dass es diesem menschenverachtenden Verein nicht um "Nächstenliebe" o.ä. geht, sondern ausschließlich um Macht und Geld. Deren Geschäftsmodell beruht auf Unterdrückung...


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#4
14.07.2015
15:04:36


(+21, 21 Votes)

Von lucdf
Aus köln (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 04.09.2011


Die Kirche ist eigentlich eine Terrororganisation.


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#5
14.07.2015
15:04:49


(+12, 14 Votes)

Von Heiner


Die Kirche wird sich niemals mit Demokratie, Rechtsstaat und einer Trennung von Staat und Kirche abfinden können.

Die wollen wieder eine Kirchen-Diktatur wie im Mittelalter wo sie uneingeschränkt herrschen können.

Gegen Hassprediger hilft nur eines:
Kirchenaustritt

Link zu www.kirchenaustritt.de


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#6
14.07.2015
15:06:03


(+12, 14 Votes)

Von Marek


>> Bischöfe bedauern sogar, dass Homosexuelle in weiten Teilen der Welt nicht mehr verfolgt werden.

Damit beweist die katholische Kirche wieder mal, dass in ihr der Geist des Faschismus herrscht.


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#7
14.07.2015
15:07:41


(+9, 11 Votes)

Von Robin


Will die Kinderschänder-Sekte wieder mal von ihren Verbrechen ablenken, indem sie gegen andere hetzt?

Diese Hassprediger gehören da hin, wo sie längst reingehören: ins Gefängnis oder in die Klappse...


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#8
14.07.2015
15:13:26


(+15, 15 Votes)

Von Rechte Hetzer


> Bischof fordert "zivilen Ungehorsam" gegen Schwule und Lesben

Eine Organisation, die den demokratischen Rechtsstaat so offen ablehnt und die so unverhohlen dazu aufruft, Gesetze und Gerichtsurteile zu missachten und den Staat zu bekämpfen, gehört endlich vom Verfassungsschutz beobachtet. Oder am besten verboten!!

Vor allem müssen die sich auch endlich den gleichen Gesetzen wie alle anderen beugen und dürfen keinerlei Sonder-Privilegien mehr haben!


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#9
14.07.2015
15:14:13


(+11, 13 Votes)

Von Michael Menges


Hat mal jemand einen Kalender für mich? Mir däucht wir leben im 12. Jahrhundert. Wenn die Herren Bischöfe bitte zur Kenntnis nehmen könnten, dass die Religion heute nicht mehr über dem Gesetz steht, Gott sei Dank, dass man zwar glauben kann, dass Schwule und Lesben gegen Gott leben, aber nicht, dass die Bischöfe im Hier und Jetzt bestimmen können, dass der Staat ihre kranken Ansichten in Gesetze zu gießen hätte. Diese Zeiten sind in den zivilisierten Ländern vorbei.


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#10
14.07.2015
15:14:32


(+13, 13 Votes)

Von Sebi


Albert Einstein hatte Recht:
"Die beiden größten Gefahren für die Menschheit sind die Waffenindustrie und die Kirchen."


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