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  • 14.07.2015, 15:57h           10      Teilen:   |

Verbot ist "überholt"

US-Militär öffnet sich für Transsexuelle

Artikelbild
Verteidigungsminister Ashton Carter will künftig auch Transsexuelle "mit Respekt" behandeln (Bild: US Department of Defense)

Vor vier Jahren wurde das Homo-Verbot in den mächtigsten Streitkräften der Welt abgeschafft – jetzt beendet das Pentagon auch die Diskriminierung von Transsexuellen.

Das amerikanische Verteidigungsministerium hat am Montag erklärt, dass es ab kommenden Jahr Transsexuelle im Militär akzeptieren werde. Bislang war Transsexualität in den "Armed Forces" ein zwingender Entlassungsgrund. Menschen, die erst im Laufe ihres Dienstes ihre Transsexualität entdecken, wurden bislang meist mit einer medizinischen Begründung gefeuert oder mussten ihre Geschlechtsidentität verstecken.

"Wir müssen sicherstellen, dass jeder Mensch, der imstande und willens ist, diesem Land zu dienen, die Möglichkeit erhält, das zu tun", begründete Verteidigungsminister Ashton Carter die neue Linie. "Wir müssen alle Menschen mit der Würde und dem Respekt behandeln, die sie verdienen." Der demokratische Politiker sagte weiter, dass die augenblicklichen Richtlinien "überholt" seien und die Kommandanten verunsicherten. Er kündigte an, dass ab sofort Entlassungen aufgrund von Transsexualität erschwert werden würden.

Fortsetzung nach Anzeige


Laut Schätzung 15.500 Menschen betroffen

In den US-Streitkräften dienen nach Schätzungen des Williams Institute an der University of California 15.500 Transsexuelle, die ihre Identität geheim hielten. Den Schätzungen zufolge ist der Anteil von Transsexuellen im Militär höher als in der Allgemeinbevölkerung (queer.de berichtete).

Vor vier Jahren wurde das amerikanische Militär bereits für Schwule und Lesben geöffnet (queer.de berichtete). Zuvor durften Homosexuelle zwar dienen – allerdings mussten sie ihre sexuelle Orientierung geheim halten. Zwischen 1993 und 2011 wurden deshalb rund 14.000 Soldaten gefeuert, deren Homosexualität publik wurde.

Gegner der Öffnung hatten damals befürchtet, dass es den Zusammenhalt der Truppe gefährden würde, wenn Schwule und Lesben offen dienen dürfen. Ein Jahr nach der Öffnung hat eine US-Studie aber festgestellt, dass der schwule Obergefreite oder die lesbsiche Generalin die Verteidigungsbereitschaft nicht verschlechtern würden (queer.de berichtete).

Die deutsche Bundeswehr hat bereits im Jahr 2000 in einer "Führungshilfe" Vorgesetzte aufgefordert, "Toleranz gegenüber anderen, nicht strafbewehrten sexuellen Orientierungen" zu üben. Neben Homo- und Bisexuellen waren damit auch Transsexuelle gemeint. (dk)

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Tags: militär, usa, ashton carter
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Reaktionen zu "US-Militär öffnet sich für Transsexuelle"


 10 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
14.07.2015
17:11:36


(-4, 6 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Das ist zwar reichlich spät, aber trotzdem gut!


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#2
14.07.2015
17:17:54


(-5, 11 Votes)

Von MeineFresse


Solange nicht an den Leistungsanforderungen gekurbelt wird, finde ich das gut.
Sollte es so sein, dass Transmänner (oder Frauen) weniger Leistung bringen müssen als Cis Männer, finde ich es nicht gut.


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#3
14.07.2015
18:00:35


(-2, 10 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby


Auch transsexuelle*, lesbische, schwule und bisexuelle SoldaltInnen* sind potentielle MörderInnen*.


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#4
14.07.2015
18:41:31


(-5, 7 Votes)

Von ehemaligem User wuermchen
Antwort zu Kommentar #2 von MeineFresse


Ich denke so bescheuert wie die Deutschen werden die Amis nicht sein und die Anforderungen so gering schrauben dass alle Teilnehmen können. Denn deren Armee ist ja zumindest noch eine die Kampfbereit und Einsatzfähig ist.
In Deutschland werden selbst Panzer so gebaut werden dass sie für Schwangere geeignet sind:

Link zu www.faz.net

Ein Treppenwitz.


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#5
14.07.2015
18:44:03


(+4, 6 Votes)

Von FoXXXynäss
Antwort zu Kommentar #1 von Patroklos


"reichlich spät"? Schau doch mal, in welchem Mittelalter deine SPD oder FDP uns hält!


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#6
14.07.2015
19:28:56


(+5, 7 Votes)

Von Freeyourgender
Aus Würzburg (Bayern)
Mitglied seit 08.10.2014


Danke für diesen Beitrag, es ist immer gut,
wenn LGBT eine Einheit bildet,
und auch T*-Themen hier beleuchtet werden.

Einige Anmerkungen möchte ich zur verbalen Problematik geben, wenn es um diese Themen geht, die Sprache ist entscheidend,
um das Thema zu verstehen.

Zitat letzter Absatz in diesem Artikel:

"Die deutsche Bundeswehr hat bereits im Jahr 2000 in einer "Führungshilfe" Vorgesetzte aufgefordert, "Toleranz gegenüber anderen, nicht strafbewehrten sexuellen Orientierungen" zu üben.
Neben Homo- und Bisexuellen waren damit auch Transsexuelle gemeint."

Anmerkung:

Natürlich handelt es sich bei Transsexualität weder um ein Geschlecht, noch um eine sexuelle Orientierung, sondern um eine Zustandsdefinition.

Wenn ich mit meinem Körper in Disharmonie bin, weil er mir nicht das zeigt, was ich geschlechtlich fühle, bin ich transsexuell.

Ich habe dann den Wunsch, dieses Gefühl, was angeboren ist, bedingt durch eine pränatale Prägung des Gehirns, nachzugeben, meinen Körper anzugleichen. Dieser Disharmonie-Zustand ist Transsexualität.

Mein Geschlecht ist für mich eindeutig, wie ich mich empfinde ist eindeutig, es unterscheidet sich nun aber von dem (Genital)Geschlecht, aufgrund dessen ich vom Betrachter falsch gelesen werde.
(Hebammengeschlecht)

Um zu realisieren, dass ich mental nicht das Gechlecht habe, dass mir aufgrund meines Genitals zugewiesen wurde, brauchen transsexuelle Menschen oft Jahrzehnte.
Ein typischer Punkt der Realisierung findet im Lebensalter mit Ende Zwanzig, Anfang Dreißig statt.

Die Erziehung in der falschen Geschlechterrolle, (>kognitive Prägung) sowie auch die eigene Verdrängung nach dem ersten Bewußtwerden durch Ängste, die aufgrund der transphoben Gesellschaft resultieren,
in der wir leben, und dem Abwehren von möglichen Anerkennungsverlust bzw. Ablehnung, sind die Ursachen für dieses lange Prozedere der Selbstfindung.

In diesem Artikel wird auf einen älteren Queer-Artikel von 2012 verlinkt:

Link zu www.queer.de

Hier werden noch die Formulierungen:
Frau zu Mann und
Mann zu Frau - Transsexuelle verwendet,
diese sind möglichst zu vermeiden,
da sie suggerieren,
man könnte das Geschlecht ändern.

Das Geschlecht ist aber immer das selbstbestimmte Geschlecht, es ist von Geburt an da und festgelegt, kann sich aber vom Genitalgeschlecht unterscheiden - bei Trans sind diese möglichen Diferenzen unsichtbar, bei Intersexen sind diese Differenzen sichtbar.

Für die allgemeine Gesellschaft, die sich nicht sehr mit den Themen auseinandersetzt, gilt die Formel: Penis=Mann, Vagina=Frau.
Das ist aber falsch.
Das Geschlecht setzt sich aus primären und sekundären Geschlechtsmerkmalen zusammen, die bei Intersexuellen sichtbar durcheinandergewürfelt sein können, wie auch aus der Hormonlage (Testo-/Östrogenspiegel), den Gonaden und den chromosalem Geschlecht.
Nur noch ein Beispiel zum chromosalem Geschlecht, um diesen Artikel nicht zu sehr mit Details zu überfrachten:
Frauen haben in der Regel zwei X Chromosome - beim Turner-Syndrom werden diese Frauen mit nur einem X Chromosom geboren.
Diese Frauen sind nicht von anderen Frauen zu unterscheiden, sind aber unfruchtbar, ihre Ovarien sind nicht zum Eisprung fähig, da sie keine Follikel haben.

Eine Frau mit Turner-Syndrom, wäre also laut Dudendefintion keine Frau, da sie keine Kinder gebären kann.

Kurzer Schwenk zum #ehefueralle-Diskurs:
Die Ehe ist etwas zwischen Mann und Frau, so der Konsens der Gegner der Öffnung der Ehe.
Frauen mit Turner-Syndrom dürfen aber heiraten. Sind also Frauen vor dem Gesetz,
obwohl sie die Funktion einer Frau nicht erfüllen.

Es ist daher unlogisch, dass Frauen mit Penis nicht heiraten dürfen.

Wer hier schmunzelt, beginnt das genitale Paradigma zu verlassen - er fängt an zu verstehen.
Je mehr jemand schmunzelt, wenn er "Frauen mit Penis" liest,
je mehr wird das falsche genitale Geschlechterparadigma gespiegelt,
worunter vor allem Intersexuelle leiden.

Intersexuelle-Themen werden tabuisiert,
vor allem desshalb, weil sie das genitale Paradigma Penis=Mann, Vagina=Frau, als falsch sichtbar entlarven.

Zurück zur Phrase Mann-zu-Frau-Transsexuelle:
Es gibt daher keine geschlechtliche von A nach B Änderung,
früher noch "Geschlechtsumwandlung" genannt, eine Frau ist immer schon eine Frau,
auch wenn sie mit Penis zur Welt kommt.

Dieses Verständnis und die Aufgabe des Genitalismus, von dem wir umgeben sind,
das Verständnis, dass eine Abkopplung vom genitalen Denken erfordert,
ist eines der Hauptprobleme unseres aktuellen Trans-Diskurses.

Menschen ihr selbstbestimmtes Geschlecht bereits verbal in unserer Sprache zu bestätigen, ist die erste präventive Maßnahme gegen Suizide, der erste Schritt ist die verbale Sichtbarmachung.

"Mann-zu-Frau Transsexuelle" gehört zu den Phrasen, die das Hebammengeschlecht (Mann) als richtig interpretiert bestätigen, und an diese Menschen die Aufgabe stellen, nun soll der Mann zu einer Frau werden:
Die Frau ist aber schon da.

Diese "Aufgabenstellung", bzw. Bringschuld schlug sich im Operationszwang nieder, der bis zur Transsexuellen-Gesetz-Novelle 2011 noch galt.
Ohne Operation bekamen Transsexuelle keine Personenstandsänderung.
Dies verstieß gegen die Selbstbestimmung,
die ausgeführt werden können muss,
ohne den Körper zu verletzen.

Die Unversehrtheit des Körpers muss trotz in Anspruchnahme der Selbstbestimmung immer gewährleistet sein. Die Ausfübung meiner Rechte im Rahmen meiner Selbstbestimmung, darf keine körperlichen Verletzungen einfordern.
Wenn man sich dies vor Augen führt,
ist das mehr als selbstverständlich.

Das Bundesverfassungsgericht hat hier also Menschenrechte eingefordert, vorher mussten sich transsexuelle Menschen operieren lassen, obwohl viele gesundheitlich dazu nicht in der Lage waren und auch, obwohl eine Operation hohe Risiken und Spätfolgen in sich birgt.

Das Paradoxum war, dass Männer mit Vagina sich diesem Operationszwang nicht unterziehen mussten, da hier die Möglichkeiten sehr eingeschränkt sind.

Wir sehen hier die Unterdrückung der Selbstbestimmung, die auch Schwule und Lesben seit Jahrzehnten erfahren, die Gegenkräfte sind die Gleichen.

Wir haben alle die gleichen Gegenspieler:
Den Konservativismus.
Das Patriarchat.
Den religiösen Fundamentalismus.
Alle 3 sind ineinander verzahnt,
partizipieren voneinander.

Desshalb müssen LGBT zusammenhalten,
auch wenn das oft sehr schwer möglich ist.

FYG versucht seit Anbeginn seiner Arbeiten,
nicht nur im Transbereich zu wirken,
sondern auch im Lesben- und Schwulenbereich,
genauso wie im Bereich der Menschen,
die sich der Heteronormativität zuordnen,
wie auch im Bereich der Frauenrechte und der feministischen Bemühungen.
Letzere haben ebenfalls die 3 genannten gegnerischen Faktoren zu überwinden.

Im Feminismus- und Frauenrechtediskurs, der zum Zeitpunkt der Bewegung der Suffragetten zum Ende des 19 Jhd. begann, wird sichtbar, dass hier ein 4. Faktor dazukommt: Das Kapital.
Das wird dadurch bedingt, da das Patriarchat, die Macht der Männer, das Kapital an sich gebunden hat. (Erbfolge durch den 1. Sohn, Beschneidung der Frauenrechte, Eingeschränkter Zugang zur Bildung für Frauen, keine Geschäftsfähigkeit der Frauen usw.)
Daher waren die ersten Feministinnen immer auch gleichzeitig Sozialistinnen und mussten sich gegen das Kapital stellen, um Frauenrechte zu erkämpfen. (z.B. Clara Zetkin)

Zurück zur verbalen Sichtbarmachung:
Es kann aber nur eine Gesellschaft entstehen, die LGBT versteht,
wenn ein Verstehen durch die Sprache möglich wird.
Dazu ist die Sprache, die Sachverhalte so erklärt, wie sie sind, unerläßlich.

FYG sieht auch in der Formulierung:
"Sexuelle Orientierung", oder "sexuelle Präferenz" in Bezug auf Lesben, Schwule und Bisexuelle eine falsche Darstellung,
da diese Menschen sich ihre Orientierung genausowenig aussuchen, wie Heterosexuelle.

Die Darstellung des "Ich wünsch mir das oder das", als ob sexuelle Anziehungen eine Option sind, muss aufhören.

Dadurch geraten diese Menschen immer in eine Erklärungsnot, warum sie das oder das tun.

Menschen "sind". Und dieses "sein" gilt es zu akzeptieren.

Menschen "sind" Frauen oder Männer,
oder sind Intersexen, ja es gibt auch Intersexen, die sich selbst mit dem "Zwischen" identifizieren.

Wiederum andere Menschen "sind" schwul oder lesbisch oder bi.
Sie "sind" es nicht erst, weil sie es gut finden,
sondern sie finden es gut und passend,
weil sie es "sind".
Das ist ein großer Unterschied.

Transsexuelle wollen als Frau leben,
weil sie Frauen "sind".
"Als Frau" leben ist die Konsequenz,
weil sie Frauen sind.
Nicht die Konsequenz, weil sie es sich "wünschen".

Sie wünschen sich das nicht, oder suchen sich das nicht aus.

Der Wunsch ist die Folge des "Sein".
Der Wunsch steht nicht isoliert ohne Unterbau des Sein.

Im lesbisch-schwulen Diskurs ist das "sein", der biologische Unterbau Konsens.
Es wird mittlerweile in der Gesellschaft kommuniziert, dass lesbisch-schwul angeboren ist.

Im Trans-Diskurs ist das leider noch nicht so, aber das Sein ist auch hier biologisch belegt.
Die Ursache wurde in der Hirnforschung schon durch mehrere Studien dargestellt.

Eine Frau, die mit Vagina geboren wird,
sucht sich nicht aus, dass ihre Vagina ihr gefällt, oder dass sie lieber einen Penis hätte,
sie liebt ihre Vagina nur dann,
und ist mit sich in Harmonie,
wenn ihr Gehirn dementsprechend geprägt wurde.
Diese Übereinstimmung von Genital und Gehirn ist nicht fix. Die Einstellung zu meinem Genital kann differieren.
Es ist nicht schwer, wenn man das im Kern verstanden hat.

Das Gleiche gilt für die sexuelle Ausrichtung:
Schwul, lesbisch und Bi sind pränatale Prägungen.

Diese Sachverhalte als Wunschkonzert darzustellen, wird von den Kräften bewässert,
die uns als "andersartig", als abweichend von der Norm, und damit bereits diskriminierend in einer negativen Konnotation darstellen und weiterhin dadurch, dass wir als Menschen dargestellt werden, die sich das "negativ dargestellte" auch noch aussuchen würden, stehen wir als "Täter" dar, die dadurch automatisch Schuld auf sich laden,
und befinden uns daher automatisch in einer permanenten Rechtfertigungsschleife.

Man muß sich nur die meist verheirateten Männer ansehen, die am Feierabend oder am Wochenende auf den Autobahnparkplätzen herumschleichen.
Die Körpersprache dieser Männer, die geduckt, ängstlich umschauend und ihr Gesicht möglichst versteckend hinter Büsche und Bäume schleichen, als ob sie gerade in ein Gebäude einbrechen würden, um dort Wertsachen zu stehlen, spricht für sich.
Sie sind sich absolut sicher, dass sie etwas tun, was sie belasten könnte, wenn es herauskommt. Wofür sie sich rechtfertigen müssten, und was ihren Status zerstört, ihren Ruf ruiniert.
Ihre Beziehung nicht nur belasten würde, wie ein Seitensprung mit einer Frau, sondern sie auch als Mann gegenüber ihrer Frau diskreditiert.

Sie fühlen sich schuldig, wissend, dass sie etwas tun, dass nicht sein darf.
Ihre Männerrolle, die Erziehung, das Patriarchat, ihre Prägung von Kind an, hat ihnen diese Angst eingehämmert, sich davon zu befreien ist ungleich schwerer wie für Frauen.
Die meisten Männer schaffen es nie, sich völlig von ihrer Rolle zu lösen, die von ihnen erwartet wird.


Vielleicht sollten wir beginnen,
Heterosexuelle und CIS-Frauen und CIS-Männer zu fragen und vorzuwerfen, warum sie hetero und CIS sind.
Das könnte einige Aha-Effekte in der Erkenntnis für LGBT-Sachverhalte für die Vertreter von heteronormativen Paradigmen auslösen.

Oder zu einem Mann zu sagen:
Bitte mach das doch zu Hause, mit Deiner Freundin hier öffentlich rumzuknutschen,
das stört die Leute, dass musst Du doch verstehen, dräng Deine Sexualität doch nicht allen Menschen auf, wir wollen ganz normal schwul und lesbisch sein, wir tolerieren Dich ja, aber bitte respektiere, dass "andersartige" eben auch Rücksicht nehmen sollten, und nicht so schrill und aufdringlich sich in Szene setzen...
dass irritiert vor allem ältere Lesben und Schwule, dafür können die doch nichts, dann musst Du Dich nicht wundern, wenn Du heterophobe Übergriffe provozierst...


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#7
14.07.2015
20:23:20


(+5, 5 Votes)

Von userer
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #6 von Freeyourgender


Ich lerne immer sehr viel aus deinen Beiträgen.
Danke dafür!


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#8
14.07.2015
21:39:30


(+4, 6 Votes)

Von agneta
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Dazu hat sicher auch der Fall von Kristin Beck beigetragen. Kristin war bis 2011 bei den Navy Seals. Seitdem lebt sie als die Frau, die sie schon immer war. Der Fall hatte in den USA eine große Aufmerksamkeit, da die Navy Seals die Spitze aller Spezialeinheiten des US Militärs repräsentieren und es von 100 Bewerbern, die alle selbst schon Elitesoldaten sind, nur einer zu den Seals schafft. Die Navy Seals sind in den vergangenen Jahren immer wieder bei gefährlichen Kommandounternehmen eingesetzt worden. Da kommt dann so eine Transe mit Orden und Kampferfahrung, also alles womit sich der Normalmann gerne schmücken möchte und dieser muss dann seine Machoallüren und Ratschläge wie sich ein Mann verhält kräftig runterschlucken.
Kristin bildet heute die Scharfschützen der Polizei von San Diego aus und kandidiert neuerdings für den Kongress.


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#9
14.07.2015
22:24:29


(+3, 5 Votes)

Von feldstudie
Antwort zu Kommentar #5 von FoXXXynäss


z. b. hier (kommentare):

Link zu www.rosenheim24.de


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#10
20.09.2015
18:51:52


(0, 0 Vote)

Von Markus44


Es ist sehr erfreulich, wie LGBT-freundlich das US-Militör mittlerweile ist und das dort offen LGBT-Militärangehörige dienen können.

Mich freut es, dass nunmehr auf den CSDs in New York City oder San Francisco LGBT-Marines und GIs mitmarschieren und damit zeigen, wie LGBT-freundlich das US-Militär ist.


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