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Menschenrechtskommisariat der Vereinten Nationen

UN besorgt über Lage von türkischen LGBT


In der Türkei gab es zuletzt vermehrt Übergriffe gegen LGBT, auch von staatlicher Seite (Bild: flickr / Steven Isaacson / by 2.0)

Die Vereinten Nationen fordern Ankara auf, etwas gegen zunehmende Trans- und Homosexuellenfeindlichkeit zu unternehmen.

Das UN-Menschenrechtskommisariat (UNHCR) ist "tief besorgt" über die "jüngsten Angriffe, Diskriminierung und Gewalt gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender" in der Türkei. Das erklärte UNHCR-Sprecher Rupert Colville am Dienstag gegenüber Journalisten. Er bezog sich dabei unter anderem auf Plakate mit Todesdrohungen gegen sexuelle Minderheiten, die vergangene Woche in der Hauptstadt Ankara aufgetaucht sind (queer.de berichtete).

Außerdem seien zuletzt vermehrt homo- und transphobe Übergriffe gemeldet worden, einschließlich Vergewaltigung und Körperverletzung. Colville zeigte sich auch besorgt über die Polizei, die Vorfälle trivialisiert habe und Opfer davon abhalten wollte, Anzeige zu erstatten.

UN: Regierung soll Gewalt und Hass gegen LGBT verurteilen

"Wir rufen die türkischen Behörden auf, Maßnahmen zu ergreifen, um gegen homophobe und transphobe Gewalt und Diskriminierung vorzugehen", so Colville. "Das schließt die öffentliche Verurteilung von Gewalt und Hasstiraden gegen LGBT ein. Es muss sichergestellt werden, dass Gesetze gegen Diskriminierung und Volksverhetzung ausdrücklich sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität einschließen." Außerdem müssten Schritte unternommen werden, um diskriminierende Einstellungen unter Beamten zu beenden. Colville nannte dabei ausdrücklich die Polizei und die Justiz als Brutstätten von Homo- und Transphobie.

Ende Juni hatte die Polizei in Istanbul mit fadenscheinigen Argumenten erstmals versucht, den CSD zu verhindern – und ging mit Tränengas und Gummigeschossen gegen die Teilnehmer vor (queer.de berichtete).

Auch führende Politiker der seit 2003 allein regierenden Partei AKP haben die homo- und transsexuellenfeindliche Atmosphäre angeheizt. So hat Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan unter anderem erklärt, Homosexualität widerspreche dem Koran (queer.de berichtete). Erst im vergangenen Monat hat die AKP bei Wahlen ihre absolute Mehrheit verloren und befindet sich nun in Koalitionsverhandlungen.

Im vergangenen Monat hat auch das Europäische Parlament die Situation von LGBT in der Türkei kritisiert (queer.de berichtete). (dk)



#1 FelixAnonym
  • 15.07.2015, 14:41h

  • Richtig gut war die Lage für GLBTI in der Türkei ja noch nie. Aber in den letzten Jahren ist sie nochmal deutlich schlimmer geworden.

    So wie auch demokratische Grundrechte in den letzten Jahren immer weiter eingeschränkt und mit Füßen getreten wurden.
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#2 seb1983
  • 15.07.2015, 14:55h
  • Na so lang die Lage nicht so schlimm ist wie im Land des rosa Winkels...
    Immerhin ist Homosexualität doch schon seit osmanischen Zeiten legal.
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#4 PelayoProfil
#5 dem NegerAnonym
#6 David77Anonym
#7 seb1983
  • 15.07.2015, 17:14h
  • Antwort auf #6 von David77
  • Der Vatikan ist nicht in der EU
    In den osteuropäischen Ländern bessert sich die Lage langsam wenn auch nur in ganz kleinen Schritten.
    Gegen die Türkei sieht dagegen selbst Schmuddelkind Ungarn gut aus. Am Bosporus dürfte inzwischen klar sein in welche Richtung Erdogan "seine" Türkei treibt.
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#8 Patroklos
  • 15.07.2015, 17:41h
  • Erdogan und die AKP werden den Teufel tun! Beide sind doch dafür verantwortlich, daß es den LGBTIs an den Kragen geht! Erst, wenn beide nicht mehr an der Macht sind, kann es aufwärts gehen!
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#9 ElhaAnonym
#10 burgerbergProfil
  • 15.07.2015, 19:02hberlin
  • Irgendwie kommt unweigerlich der Gedanke - das hat was mit dem Islam zu tun!
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