Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 16.07.2015, 10:56h           28      Teilen:   |

Bildungsplan in Baden-Württemberg

Jetzt mit Sendekritik: SWR gibt Hedwig von Beverfoerde ein Forum


Hedwig von Beverfoerde warnt in Talkshows (hier bei Phoenix) gerne vor Schwulen und Lesben


Zu Update springen: Nachkritik zur Sendung (21:20h)

Der Bildungsplan ist am Donnerstagabend Thema im SWR: Einziger Studiogast zum Thema ist die Homo-Hasserin Hedwig von Beverfoerde.

Im SWR-Fernsehen wird am Abend wieder über den Bildungsplan und den Aktionsplan für Akzeptanz gesprochen: Im Magazin "Zur Sache Baden-Württemberg" darf dieses Mal die erbitterte Homo-Gegnerin Hedwig von Beverfoerde als einziger Studiogast auftreten.

Sie hatte in der Vergangenheit Talkshows genutzt, um beispielsweise dem schwulen Politiker Michael Kauch vorzuwerfen, dass er in keiner "normalen" Familie lebe (queer.de berichtete). Das CDU-Mitglied Beverfoerde und ihre "Initiative Familienschutz", die Teil eines Netzwerks der AfD-Europaabgeordneten Beatrix von Storch ist, organisieren offiziell auch die "homophobe Demo" für alle in Stuttgart. Hier sagte sie bei der letzten Protestaktion im Juni: "Wir sind heute hergekommen, weil es immer schlimmer wird. Mittlerweile demonstrieren wir auch für den Erhalt der Ehe als Ehe zwischen Mann und Frau."

Nicht sehr vielversprechend ist die reißerische Überschrift, die die SWR-Redaktion gewählt hat: "Grün-roter Bildungsplan – Zerstört die Landesregierung das traditionelle Familienbild?". Auf der Website der Sendung heißt es, von Beverfoerde richte sich gegen eine "geplante 'Pornographisierung' des Schulunterrichts in Baden-Württemberg". Und:

Die Landesregierung hat mit dem Aktionsplan "Für Akzeptanz und gleiche Rechte" sogar noch nachgelegt. Dieser Aktionsplan soll nicht nur Schüler, sondern alle Baden-Württemberger von Konstanz bis Mannheim für das Thema sensibilisieren. Also neuer Zündstoff für das Aktionsbündnis "Demo für Alle"?



Die Sendung wird am Donnerstagabend um 20.15 Uhr im SWR ausgestrahlt (nur in Baden-Württemberg). Der Bildungsplan ist dabei nur eines der Themen, es geht unter anderem auch um "Fahrtauglichkeit im Alter" und "Biomüll im Beutel". (dk)

 Update  21.20h: Sendungskritik

Anders als die Bewerbung der Sendung vermuten ließ, ist die redaktionelle Aufarbeitung des Themas dann doch ordentlich geraten – man hätte freilich auch direkt den Bildungsminister oder die Sozialministerin zusammen mit LGBT-Aktivisten einladen können, um das Thema in der Tiefe zu behandeln. Aber immerhin: Von den eigenen Anhängern abgesehen, dürfte Hedwig von Beverfoerde niemand überzeugt haben.

Zunächst zeigte eine Reporterin, wie eine Modellschule mit dem Bildungsplan umgeht; eine Schülerin fasste in dem Beitrag zusammen, dass der Umgang mit dem Thema sexuelle Viefalt offener als früher sei, man damit aber auch nicht bombardiert werde.

In dem anschließenden Interview hatte Moderator Clemens Bratzler Hedwig von Beverfoerde angemessen im Griff. Zwar hinterfragte er nicht die politischen Hintergründe der "Demo für alle"-Bewegung, die letztlich von der AfD-Europaabgeordneten Beatrix von Storch mitorganisiert wird und der Mobilisierung des rechten und klerikalen Randes dient.



Dafür ließ Bratzler zahlreiche Ausweichversuche der Demo-Organisatorin nicht gelten und hakte häufig nach. Von Beverfoerde musste mehrfach zugeben, dass alles gar nicht so schlimm ist wie dargestellt; ihre zu unterschiedlichen Themen geäußerte Meinung, das sei quasi schon eine Reaktion auf die Proteste, und die Befürchtung, es könne dennoch schlimmer kommen, wirkten unglaubwürdig und gezwungen.

Auch der Versuch, den Vorwurf der Homophobie abzuwehren, gelang von Beverfoerde nicht: Es gehe ihr nicht um den einzelnen Menschen, meinte sie, sondern um Verhaltensweisen. Sollten Homosexuelle etwa enthaltsam leben, kann das Maßgabe für einen Unterricht sein? Der Staat habe nicht das Recht, Akzeptanz für bestimmte Sexualverhalten einzufordern, meinte von Beverfoerde, als ginge es darum. Die Reportage zuvor hatte schon verdeutlicht, dass dies nicht der Fall ist.

Später versuchte sie noch, anhand wenig aussagekräftiger Statistiken die Diskriminierung Homosexueller kleinzureden. Dann wies sie auf die nächste Demo im Oktober hin, die auch die Ehe für alle thematisieren werde; weitere sollen folgen, bis zur Landtagswahl und notfalls darüber hinaus.

Womit weiteren Zuschauern klar geworden sein dürfte, dass es der Bewegung nicht wirklich um das Elternrecht oder Unterrichtsinhalte, sondern klar um die Mobilisierung gegen LGBT-Rechte geht. Einige tausende Menschen nahmen an den letzten Demos teil und sie bekommen immer noch zuviel mediales (und politisches) Gewicht. Es sind aber auch nicht mehr die fast 200.000 Menschen, die vor eineinhalb Jahren eine Petition gegen den Bildungsplan unterschrieben haben. Inzwischen ahnen wohl viele, welches Spiel hier aufgeführt wird – die SWR-Sendung hat hier weitere Aufklärung geleistet. (nb)

Der Sendungsteil zu Bildungsplan, Aktionsplan & Co. in der SWR-Mediathek.

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 28 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 46             2     
Service: | pdf | mailen
Tags: swr, demo für alle, bildungsplan, hedwig von beverfoerde
Schwerpunkt:
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

Reaktionen zu "Jetzt mit Sendekritik: SWR gibt Hedwig von Beverfoerde ein Forum"


 28 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
16.07.2015
11:15:43


(+12, 12 Votes)

Von Just me


Passend zum Thema
Zitat: "Sehr lebendig und kenntnisreich aus dem Vollen schöpfend gab Katrin Gottschalk, Chefredakteurin vom Missy Magazin und Dozentin für Geschlechterbilder in den Medien, in ihrem Vortag einen anschaulichen und mit vielen Beispielen versehenen Einblick in die Verbreitung von Ressentiments durch die Medien. Artikel wie Ich bin homophob und das ist auch gut so von Matthias Matussek in der Welt veröffentlicht, oder Äußerungen wie Homosexuelle sind geisteskrank, die eine Einladung in die Maischberger Talkshow zur Folge hätten, sind nur einige der bekannten Beispiele. Einzige Währung sei dabei, so Gottschalk, die Aufmerksamkeit, mit der hier jedes Mal Geld verdient werden würde, unabhängig von dem gesellschaftlichen Schaden. Sie wies darauf hin, dass teilweise sogar gezielt shitstorms angestrebt würden, über die durch die entsprechende Aufmerksamkeit (viele Klicks) zusätzliche Werbung verkauft würde. Warum ist das so? Laut Gottschalk befinden sich die Printmedien in der Krise. Gleichzeitig könne in den Online Redaktionen noch kein Geld verdient werden. Redaktionen seien zunehmend bereit über Ressentiments, über Hetze auf Minderheiten, Aufmerksamkeit zu generieren und zu verkaufen."

Link zu www.lsvd-blog.de


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
16.07.2015
12:24:21


(+9, 11 Votes)

Von goddamn liberal


Zuschauerservice SWR Fernsehen für Baden-Württemberg

Telefon:01803 929 333 (0,09 /min)

Frau von Beverfoerde hat übrigens gar keine Kinder an Schulen in BW.

Sie ist nichts weiter als eine reaktionäre Entrechtungs-Akivistin aus einem Junker-Schloss im Sauerland.

Hier die Stellungnahme der ECHTEN Elternvertretung in BW:

Link zu www.leb-bw.de

Siehe Seite unten...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
16.07.2015
13:15:43


(+11, 11 Votes)

Von Petrillo
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Danke für die Nummer goddamn, man muss diesem Sender aber nicht auch noch teure Einheiten opfern: über 0711-929-0 landet man in der Zentrale, die zum FN-Tarif weiter verbindet.

Abgesehen davon erstaunt mich der Kurs der Redaktion von "Zur Sache B-W" - war es mal ein kritisches Magazin, das durchaus unangenehme Fragen stellte, werden in letzter Zeit schlecht recherchierte bzw. den Regierenden genehme Beiträge gesendet.

Dass man hier ausgerechnet wieder so einer unsäglichen Christen-Hedwig das Wort gibt, sagt da auch schon wieder viel aus!

Abgesehen davon verstehe ich bei all diesen "enngagierten" Weibern nicht, weshalb sie nicht lieber ihrer Rolle als Frau und Mutter gerecht werden, als dass sie sich hier regelmässig öffentlich prostituieren. 15 Kinder in 18 Jahren sind locker auszubrüten, also halt Dich ran Hedi!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
16.07.2015
13:26:37


(+12, 12 Votes)

Von johannnes
Antwort zu Kommentar #2 von goddamn liberal


Hedwig von Beverfoerde betreibt einen rechtsradikalen Verein, der gezielt gegen Homo- und Frauen-Gleichberechtigung kämpft, getarnt als "Initiative Familienschutz". Das sieht man u. a. daran, dass jeder einzelne Artikel auf deren Internetseite gegen Homosexuelle oder "Gendermainstream" hetzt. Wenn man sich die Internetseite durchliest, hat man das Gefühl, traditionelle Familien in Deutschland hätten ein einziges Problem, was ihnen das Leben schwer machen und zerstören würde: Homo- und Genderwahn. Andere Probleme wie Armut, Gewalt, Pflegebedürftigkeit im Alter oder bei Behinderung, Mobbing in der Schule etc. gibt es in unserem gender- und homoverseuchten Land für Familien nicht.^^

Link zu www.theeuropean.de


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
16.07.2015
13:28:35


(+11, 11 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #3 von Petrillo


" 15 Kinder in 18 Jahren sind locker auszubrüten,"

Wie die Massenproduktion sind bei deutschen Herrenmenschen wie den von Beverfoerdes oder den von Lünnincks die Leibeigenen zuständig, über deren Eherecht man früher ja auch landes- und freiherrlich zu bestimmen hatte. HERRliche Zeiten waren das.

Link:
de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCninck_%28Adelsgeschle
cht%29


Link:
de.wikipedia.org/wiki/Elverfeldt_genannt_von_Bever
foerde_zu_Werries


Deutsche Junker-'Elite' setzt mehr auf Klasse und Rasse.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
16.07.2015
13:33:38


(-1, 5 Votes)

Von ehemaligem User Defragmentierung


Die Staatsmedien werden vom Kanzleramt bis in den letzten Kopierraum strengstens kontrolliert. HvB sagt, was IM Erika denkt.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
16.07.2015
14:43:05


(+5, 9 Votes)

Von Sebi


Dass die öffentlich-rechtlichen Sender ständig Homohassern ein Forum bieten, ist ein Skandal. Dass die dann aber auch noch einzige Gast ist, ist ein Unding.

Übrigens:
wer dieses System nicht länger finanzieren will:
einfach beim Rundfunkbeitrag auf Barzahlung bestehen. Da Bargeld ein rechtlich anerkanntes Zahlungsmittel ist, muss überall die Möglichkeit zur Barzahlung gegeben sein. Aber da das die Rundfunkgebühren-Erfasser nicht hinkriegen, hört man dann irgendwann nichts mehr von denen...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
16.07.2015
14:43:31


(-3, 7 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ist schon eine Demo vor dem Sendezentrum des SWR geplant?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
16.07.2015
15:04:06


(+9, 11 Votes)

Von Heiner


Wieso gibt der öffentlich-rechtliche Rundfunk immer wieder Faschisten ein Forum?

Würden die das auch machen, wenn diese Madame exakt dasselbe über Schwarze, Juden oder Moslems sagen würde?

Nein! Aber bei Homohass ist das immer was anderes.

Es wird Zeit, das zu beenden...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
16.07.2015
16:08:05


(+7, 11 Votes)

Von ursus
Antwort zu Kommentar #9 von Heiner


>"Würden die das auch machen, wenn diese Madame exakt dasselbe über Schwarze, Juden oder Moslems sagen würde?"

juden - nein.
schwarze - vielleicht.
moslems - ja.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  123  vor »


 Queer.de-Blog

Top-Links (Werbung)

 MEINUNG



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Trans* Jugendliche fordern Vorbilder in den Medien Ehe für alle jetzt auch in der Cherokee Nation Volker Beck bedauert "schreckliche Sätze" aus den Achtzigern Schwulen Flüchtling verprügelt: Zehn Monate auf Bewährung
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt