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Amerikanischer Fernsehpreis

Elf Emmy-Nominierungen für "Transparent"


Jeffrey Tambor spielt die transsexuelle Maura Pfefferman (Bild: amazon Studios)

LGBT-Themen spielen beim amerikanischen Fernsehpreis weiterhin eine große Rolle. Insbesondere die amazon-Serie "Transparent" wird mit Nominierungen überschüttet.

Die Academy of Television Arts & Sciences hat am Donnerstag die Nominierungen für die 67. Emmy Awards bekannt gegeben, mit der die besten Leistungen im Fernsehen und bei Online-Videos geehrt werden.

Mit elf Nominierungen war die erste Staffel der Webserie "Transparent" besonders erfolgreich. Die Sendung handelt vom transsexuellen Coming-out einer Rentnerin, die vorher als Politikwissenschaftsprofessor gearbeitet hatte. "Transparent" war im Januar bereits mit zwei Golden Globes ausgezeichnet worden (queer.de berichtete). Nominiert wurde die von amazon Studios produzierte Serie unter anderem als beste Comedyserie. Auch der hochgelobte Hauptdarsteller Jeffrey Tambor hat Chancen auf einen Emmy.

Außerdem wurden mehrere andere Serien mit LGBT-Thematik nominiert: Sechs Nominierungen erhielt die Sitcom "Modern Family", die im Stile einer Reality-Serie von drei nicht-traditionellen Familien handelt. Sie könnte bei der Preisverleihung am 20. September die Kategorien "beste Comedyserie" gewinnen, außerdem wurden unter anderem die Schauspieler Ty Burrell und Julie Bowen nominiert. Anders als im letzten Jahr schaffte es der schwule Schauspieler Jesse Tyler Ferguson aber nicht mehr auf die Nominierungsliste. Die in den USA äußerst beliebte ABC-Serie läuft in Deutschland beim Spartenkanal RTL Nitro.


Nominiert: Schauspielerin Uzo Aduba alias Crazy Eyes aus der Webserie "Orange is the New Black" (Bild: Netflix)

Vier Nominierungen erhielt außerdem die Frauengefängnis-Serie "Orange is the New Black", darunter auch in der Kategorie "beste Drama-Serie". Außerdem kann sich Schauspielerin Uzo Aduba, die die lesbische "Crazy Eyes" darstellt, Hoffnungen auf eine Trophäe machen.

Insgesamt führt die Fantasyserie "Game of Thrones" mit 24 Nominierungen die Liste der besten Sendungen an, gefolgt von "American Horror Story – Freak Show" mit 19 Nominierungen.

Vier Nominierungen erhielt auch die unter Schwulen äußerst beliebte Castingshow "Project Runway" von Heidi Klum, bei der sich Modedesigner miteinander messen. Sie erhielt unter anderem eine Nominierung als beste Realityserie. Auch Moderator Tim Gunn darf auf die Trophäe hoffen.

Außerdem kann sich Kate McKinnon von der Live-Comedy-Show "Saturday Night Live" Hoffnungen auf einem Emmy machen. Die lesbische Komikerin, die ihre Karriere einst in der "Big Gay Sketch Show" begann, gilt als der SNL-Shootingstar. Dort stellt sie unter anderem Hillary Clinton, Justin Bieber und Angela Merkel dar.

Die lesbische Schauspielerin Lily Tomlin, die bereits sechs Mal mit dem Emmy ausgezeichnet worden ist, wurde erneut nominiert – dieses Mal für ihre Rolle in "Grace and Frankie". Die Serie handelt von zwei Frauen, die von ihren schwulen Männern nach 40 Jahren Ehe verlassen werden. Sie wurde wie "Orange is the New Black" von Netflix produziert.

Zu den schwulen und lesbischen Nominierten gehören auch Alam Cumming für seine Nebenrolle in "The Good Wife" sowie der "Glee"-Star Jane Lynch für ihre Promi-Spielshow "Hollywood Game Night".

Nicht mehr nominiert wurde dagegen der schwule Schauspieler Jim Parsons, der Sheldon Cooper in der Erfolgsserie "The Big Bang Theory" spielt. Er war zuvor sechs Mal in Folge für den Fernsehpreis nominiert worden. Im letzten Jahr konnte er den Emmy noch gewinnen. (dk)

Youtube | Kate McKinnon als Justin Bieber


#1 MarkAnonym
  • 18.07.2015, 07:26h
  • Vermutlich haben diese Nominierungen mehr mit dem berüchtigten "Behinderten-Bonus" zu tun als mit tatsächlicher Wertschätzung.
    Die Zuschauer sind neugierig und finden Transsexuelle exotisch und 'faszinierend' - ganz genauso wie früher Schwule...
    Daher hält sich meine Freude über solche Nominierungen eher in Grenzen.
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#2 AndyAnonym
  • 18.07.2015, 07:35h
  • Antwort auf #1 von Mark
  • Zumal die Serie TRANSPARENT meiner Meinung nach richtig schlecht sind. Viele Figuren werden wie Freaks dargestellt, haben Fetische oder fluchen von morgens bis abends (zumindest kam es im Pilot so rüber). Die Botschaft: Transsexualität gibt es nur in Familien mit Freaks - hat nichts mit Normalität zu tun.
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#3 Petrillo
  • 18.07.2015, 14:25h
  • Antwort auf #2 von Andy
  • Auch ich konnte TransParent nicht so viel abgewinnen, nachdem ich die erste Staffel sehen konnte: alles Personen der gehobenen Mittelschicht, bei der Geld nur eine untergeordnete Rolle spielt.

    Natürlich mit Ecken und Kanten (es gibt glaube ich nur einen "richtigen" Hetero und der ist Bindungsunfähig), jedoch finden sich die Leute mit der veränderten Rollenverteilung in der Familie ziemlich schnell zurecht, auch als die Hetera wieder lesbisch wird oder die Töchter beim Shopping ihren TransPa gegen einen Angriff verteidigen.

    Immerhin hat die Serie Trans mehr in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit gestellt und ermöglicht, über bzw. mit ihnen zu sprechen und sie als alltäglich wahr zu nehmen.
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