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  • 23.07.2015, 14:42h           200      Teilen:   |

Chris Fleischhauer

Schwule Lottofee kritisiert CSD

Artikelbild
Chris Fleischhauer ist der erste Mann, der Millionäre bei 6 aus 49 macht (Bild: lottode)

Zu viel Kommerz, zu viele Nackige: Für Chris Fleischhauer ist der CSD, wie er derzeit gefeiert wird, kontraproduktiv.

Der schwule Moderator Chris Fleischhauer hat die CSDs in Deutschland kritisiert. "Die meisten Veranstaltungen zum CSD sind nur noch auf Kommerz ausgerichtet", erklärte Fleischhauer gegenüber den "Stuttgarter Nachrichten". In der Debatte um die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben sei es nicht hilfreich, "wenn Trucks durch die Städte ziehen, auf denen halbnackte Typen stehen, die freudig mit dem Hintern wackeln", so der 33-Jährige. Angesichts dieser Paraden müsse man sich nicht wundern, "wenn es beim Thema Homo-Ehe nur stockend vorangeht".

Weiter erklärte Fleischhauer, dass die meisten Schwulen "ganz normal" und kaum von heterosexuellen Männern zu unterscheiden seien.

In den letzten Jahren gab es immer wieder Debatten darum, ob CSDs zu "schrill" seien, etwa in Hamburg (queer.de berichtete). Aktivisten wie Jan Feddersen halten diese Debatte aber für falsch: So erklärte der "taz"-Redakteur vergangenes Jahr bei einer Disskussionsveranstaltung des Cologne Pride, dass man auf dem CSD selbstbewusst feiern sollte – und die Veranstaltung daher so schrill, bunt und laut wie möglich sein solle (queer.de berichtete).

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Fleischhauer hat sich verlobt

Erst vor wenigen Tagen hatte die "Bild"-Zeitung gemeldet, dass sich Fleischhauer mit seinem 35-jährigen Freund auf Mallorca verlobt habe. "Ganz romantisch, bei Sonnenuntergang am Cap Formentor in Alcudia", so der Moderator. Sein Freund, mit dem er seit vier Jahren liiert ist, machte auch den Antrag. Nun ist eine Hochzeit für Herbst 2016 geplant.

Der in Sachsen-Anhalt geborene Fleischhauer moderiert seit Juli 2013 die Ziehung der deutschen Lottozahlen 6 aus 49. Er ist der erste Mann – und natürlich auch der erste Schwule – der diese Aufgabe übernommen hat. Der ausgebildete Industriekaufmann ist auch journalistisch tätig: Er moderiert im Privatsender Regio TV Stuttgart das Nachrichtenmagazin "Das Journal" und ist seit 2010 Programmchef. Der Regionalsender richtet sich an Zuschauer in der baden-württembergischen Landeshauptstadt und den benachbarten Landkreisen. (dk)

Links zum Thema:
» Chris Fleischhauers Website
» Regio TV
» Lotto.de
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Tags: chris fleischhauer, csd, stuttgart, lotto
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Reaktionen zu "Schwule Lottofee kritisiert CSD"


 200 User-Kommentare
« zurück  12345...1920  vor »

Die ersten:   
#1
23.07.2015
15:01:05


(-20, 26 Votes)

Von wiking77
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ich finde den Fleischhauer Chris aber verdammt schnuckelig, ein geiles Häschen, finde ich. Bei ihm hätte ich sicher nichts dagegen, wenn er mehr Nacktheit zeigen würde.


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#2
23.07.2015
15:01:14


(+7, 31 Votes)

Von Nico


Mir sind viele CSDs auch zu viel Party und zu wenig politische Demo.

Klar kann man auch beides miteinander verbindern, aber für viele ist das nur ein Fleischmarkt, wo man den nächsten Fick findet. Dabei gibt es noch so viel zu erreichen - und bei dem momentanen Rollback wären die politischen Botschaften wichtiger denn je...

Deshalb mein Wunsch:
ruhig auch Party und ruhig auch nackte Haut. Aber bitte nicht statt politischer Botschaften, sondern ergänzend dazu.


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#3
23.07.2015
15:04:08


(-16, 24 Votes)

Von wiking77
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er sieht nicht nur verdammt gut aus, sondern spricht auch recht vernünftig, wenn er den Mund aufmacht ... Kompliment an seinen 35jährigen Freund.


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#4
23.07.2015
15:10:54


(+4, 18 Votes)

Von bleibt locker


und nach jeder gezogenen zahl zieht er ein stück mehr aus...das sollte für konservative schwule die im tv arbeiten vertraglich verpflichtet werden.


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#5
23.07.2015
15:14:31


(-14, 28 Votes)

Von Lottofee


Darf man den CSD in seiner heutigen, hedonistischen Form noch kritisieren oder ist man dann schon fast ein "Nazi"?

Die heterosexuellen Politiker jedenfalls sehen sich dieses Spektakel an und denken an die Kinder. Man muss sich nicht wundern, wenn die Ehe und das Adoptivrecht immer länger von der CDU/CSU verhindert wird.

Ich finde es gut, dass Fleischhauer den Mut hat, dieses auszusprechen.


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#6
23.07.2015
15:22:03


(-9, 25 Votes)

Von wiking77
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Antwort zu Kommentar #5 von Lottofee


auf jeden Fall hat er das Recht sich so zu äußern, finde ich. Deswegen ist er automatisch keine besserer oder böser Schwuler.

Er scheint ein vernünftiger, sympathischer, wahnsinnig gutaussehender Mann zu sein.

Ich habe Respekt vor seiner Meinungsäußerung, alleine schon deswegen, weil mit Sicherheit bei vielen das Gekeife wieder losgeht, dass er schwule Ideale dadurch angeblich verrät.


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#7
23.07.2015
15:26:33


(+19, 25 Votes)

Von uglykidjoe12
Antwort zu Kommentar #5 von Lottofee


Wenn ich sehe wie sich Heten am Straßenkarneval besaufen und sich begatten, alle in Köln wissen das, wundert mich das die CDU noch nicht das adoptionsrecht komplett gerstrichen hat.

Es ist diese Doppelmoral die es gibt die er mit solchen aussagen befeuert.


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#8
23.07.2015
15:30:06


(-15, 17 Votes)

Von wiking77
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Antwort zu Kommentar #7 von uglykidjoe12


naja, aus CDU-Sicht irgendwie doch verständlich, denn wenn besoffene Männlein und Weiblein sich im Kölner Karneval, unter welchen Umständen auch immer, begatten könnte nach neuen Monaten ein weiterer CDU-Wähler entstehen ... die denken da vermutlich schon um's Eck.


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#9
23.07.2015
15:32:44


(-10, 16 Votes)

Von uglykidjoe12
Antwort zu Kommentar #8 von wiking77


stimmt ja


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#10
23.07.2015
15:34:33


(+15, 19 Votes)

Von Business-Umfeld


Fassen wir zusammen:

An homophob-segregationistischer Politik im Stile der rassistisch-segregationistischen Politik in den USA der 1950er Jahre (so ordnete - geschichtsbewusst - die aktuelle US-Regierung das Verbot der Eheschließung für Schwule und Lesben vor landesweiter Öffnung durch den US Supreme Court ein. Im Nachfolgestaat des deutschen Faschismus könnten einem noch andere historische Einordnungen einfallen) sind also böse "halbnackte Typen, die freudig mit dem Hintern wackeln" schuld.

Wohl überhaupt an der Homophobie aller Homohasser, die auch im Fernsehen so gern hofiert werden, sowie am Chauvinismus von Merkel und ihren Mehrheitsbeschaffern.

Selbsthass und Identifikation mit dem Aggressor in vollendeter Form. Sozialisations- und milieubedingt, auch im Sinne des Karrieremanagements, sicherlich erklärbar.


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