Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?24252

Die letzte Ausgabe des Magazins hatte Mika auf dem Cover

Das traditionsreiche Homo-Magazin fand keinen neuen Käufer.

Das größte LGBT-Printmagazin Frankreichs, "Têtu", muss nach 20 Jahren sein Erscheinen einstellen. Am Donnerstag beschloss das Pariser Handelsgericht die Liquidation der Muttergesellschaft CPPD. Im Rahmen eines Konkursverfahrens hätten sich zwar zwei Interessenten, aber letztlich keine ernsthaften Käufer gefunden.

Das Kaufmagazin war im Juli 1995 erstmals erschienen und war finanziell nie erfolgreich. Die meiste Zeit wurde es von Yves Saint Laurent und dessen Partner Pierre Bergé über Wasser gehalten.

"Têtu, c'est fini", schrieb Herausgeber Jean-Jacques Augier am Nachmittag auf der Webseite des Magazins, das er 2013 übernommen hatte. Kostensenkungen durch Personalabbau, auch ein Zusammengehen mit dem inzwischen wieder von der Firma gelösten Portal yagg.com, konnten das Überleben nicht sichern. Die aktuelle Juli-/August-Ausgabe, die 212. seit Gründung, wird die letzte sein, die Redaktion arbeitet nicht mehr.

Eine wirtschaftlich schwierige Situation, strukturelle Probleme im Vertrieb und "kleinmütige Werbeagenturen" gab Augier als Hauptgrund für das Aus an. Er kritisierte aber auch die Leser, die nach den positiven rechtlichen Entwicklungen der letzten Jahre glaubten, es bräuchte keine Berichterstattung aus ihrer Sicht mehr. Die Leserschaft sei inzwischen bemüht, nicht mehr unterscheidbar zu sein und ihre Homosexualität nicht mehr für relevant zu halten, so Augier. Dabei sei eine "Indifferenz zu unserer Differenz" noch nicht gegeben. Es sei wichtig, dass sich ein Medium weiterhin gezielt für LGBT einsetze.

Augier brachte den Gedanken auf, jemand könne sich nach einer Versteigerung der Marke im September die Titelrechte an "Têtu" sichern und mit einem stärkeren Fokus auf neue Medien einen Neuversuch wagen. Yagg.com kämpft derweil auch mit dem Versuch, sich finanziell abzusichern. Eine Anfang Juni gestartete Kampagne, 3.000 Abonnenten für das Online-Magazin zu gewinnen, stagniert derzeit bei 45 Prozent des gewünschten Ergebnisses. (nb)



#1 Markus44Anonym
  • 23.07.2015, 20:52h
  • Leider geht die "Tetu" den Weg vieler LGBT-Druckerzeugnisse...das ist bedauerlich, aber nicht aufzuhalten, weil homosexuelle Menschen sich heutzutage vorwiegend über die Neuen Medien im Internet informieren, mit schwulen Freunden chatten, Sexdates bei Gayromeo, Grindr, usw. vereinbaren oder Pornos im Internet runterladen/streamen.

    Druckerzeugnisse haben es schwer und am Ehesten kann sich dort noch ein guter Buchromane, oder Jahreswandkalender halten; aber auch das ist schwierig.

    Die Neuen Medien haben nunmal noch mehr als die Standesamtsöffnung das Leben homosexueller Menschen massiv verändert: das hat seine guten aber auch seine schlechten Seiten.

    Zu den guten Seiten gehört sicherlich aber, das auch der schwule Jugendliche, der sein Outing noch vor sich hat, auch von zuhause aus seinem Jugendzimmer an LGBT- Informationen gelangen kann, was vor den Zeiten des Internets nicht möglich war. Wo man dann erstmal in eine größere Stadt fahren musste und dort heimlich dann in einen Sexladen ging, um dort ein Heft mit Bildern zu kaufen. Das fand ich damals als junger schwuler Mensch echt ätzend, so schwer an Infos und Videos zu gelangen- Da bin ich doch froh, das es das Internet heute gibt....
  • Antworten » | Direktlink »
#2 AranosAnonym
  • 23.07.2015, 22:44h
  • Antwort auf #1 von Markus44
  • Naja, Têtu war ja keine Konkurrenz zu den Erotikangeboten im Netz, sondern eher eine Kultur- und Nachrichtenzeitschrift mit Boulevard- und Lifestyleelementen. Ich werde Têtu sehr vermissen. Es war eine qualitativ hochwertige Publikation, die sich sehen lassen konnte und den Vergleich mit den Besten nicht zu scheuen brauchte. Feingeistig und Anspruchsvoll aber nicht versnobt.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 jhgkAnonym
  • 24.07.2015, 06:58h
  • Sexdates im Internet tun doch heterosexuelle auch , sohgar ungeschützen Sex wird am häugfigsten gesucht.

    Kontaktbox
    Myydirtyhobby
    tabulosehuren
    ladies.de
    aohuren.to
    sexy-tipp.to

    eronity

    usw.

    man könnte meinen ,wenn man von Sex spricht redet man nur über LGBT's...nur die hätten schmuddeligen Sex.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Patroklos
#5 reiserobbyEhemaliges Profil
#6 Peter MAnonym
#7 AranosAnonym