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  • 24.07.2015, 13:55h           4      Teilen:   |

Staatsbesuch

Kenia: Homo-Hasser sagen Nacktprotest gegen Obama ab

Artikelbild
Homo-Hasser sind sauer über die Politik von US-Präsident Barack Obama (Bild: flickr / Steve Jurvetson / cc by 2.0)

Der US-Präsident muss doch nicht damit rechnen, dass bei seinem Besuch in Kenia 1.000 nackte Frauen und 4.000 nackte Männer gegen seine homofreundliche Politik demonstrieren.

Der von einem kenianischen Oppositionspolitiker angekündigte Protest gegen die homofreundliche Politik von Barack Obama ist kurz vor dem Staatsbesuch des US-Präsidenten abgesagt worden. Vincent Kidala von der ultrakonservativen "Republican Liberty Party" hatte letzte Woche angekündigt, dass 5.000 Frauen und Männer nackt gegen Rechte für Schwule und Lesben demonstrieren würden (queer.de berichtete).

Die geplante Protestaktion hatte weltweit für Aufmerksamkeit gesorgt. An der Demonstration sollten auch 1.000 weibliche Prostituierte teilnehmen, die angeblich um ihre Einnahmen fürchteten, wenn mehr Männer homosexuell werden. Kidala hatte sich offenbar um die Teilnahme der Sexarbeiterinnen bemüht, da er befürchtete, dass zu viele Männer am Protest teilnehmen.

Als Grund für die Absage nannte Kidala am Donnerstag, dass er um 2 Uhr morgens einen Telefonanruf von einem Vertreter der kenianischen Regierung erhalten habe. "Der Anrufer hat gesagt, dass Präsident Uhuru Kenyatta nicht über Homo-Rechte mit US-Präsident Barack Obama reden wird. Außerdem sei Kenyatta gegen Homo-Rechte", sagte Kidala gegenüber der Zeitung "The Star". Außerdem soll er von einem weiteren hochrangigen Anrufer gewarnt worden sein, dass ein derartiger Protest einen Terroranschlag provozieren könnte.

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Obama will über LGBT-Rechte reden

Obama hat unterdessen in einem Interview mit der BBC erklärt, dass er "sehr offen" über das Thema LGBT-Rechte in Kenia reden werde. "Ich bin kein Anhänger von Diskriminierung und Mobbing gegen Menschen aufgrund ihrer Rasse, Religion, sexuellen Orientierung oder ihres Geschlechts", so Obama. Seine persönlichen Verbindungen zu dem 45 Millionen Einwohner zählenden Land – sein Vater war Kenianer – wolle er nutzen, um die Meinung der Menschen über Homosexualität zu ändern. "Als jemand, der eine Familie in Kenia hat und der die Geschichte kennt und weiß, wie sehr es ein Land zurückhält, wenn Frauen und Mädchen nicht fair behandelt werden, kann ich die gleichen Werte vertreten, wenn es um verschiedene sexuelle Orientierungen geht."

Der Staatsbesuch des Präsidenten beginnt an diesem Freitag, am Sonntag will er eine Ansprache an die Kenianer richten. Von Montag bis zu seiner Heimreise am Dienstag besucht er Äthiopien.

Mit dem Vorhaben dürfte der Präsident in Kenia einen schweren Stand haben: Laut einer Umfrage des Pew Research Center aus dem Jahr 2013 erklärten 90 Prozent der Bevölkerung, dass die Gesellschaft Homosexualität nicht akzeptieren dürfe. Auf homosexuelle Handlungen stehen derzeit bis zu 14 Jahre Haft. Und viele Politiker machen aus ihrem Homo-Hass kein Geheimnis: So erklärte Vizepräsident William Ruto vor kurzem, dass es für Schwule und Lesben in Kenia keinen Platz gebe. (dk)

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Tags: kenia, barack obama
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Reaktionen zu "Kenia: Homo-Hasser sagen Nacktprotest gegen Obama ab"


 4 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
24.07.2015
14:48:42


(+10, 10 Votes)

Von ehemaligem User yelimS


"4.000 nackte Männer"

"abgesagt"

"von einem weiteren hochrangigen Anrufer gewarnt [..] Terroranschlag provozieren könnte"

Große Fresse, Zurückrudern, die anderen sind schuld.

Angst vor der eigenen Courage? Oder vor ~200 strammen kleinen Dissidenten?


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#2
24.07.2015
15:08:55


(+8, 8 Votes)

Von Andy


Obama hat in seinen (nicht mal) acht Jahren Amtszeit mehr für LGBT-Rechte erreicht als jeder andere Präsident vor ihm. Er hat seine Wahlversprechen tatsächlich gehalten. In der Zwischenzeit stagnieren hier in Deutschland die LGBT-Rechte mehr denn je und selbst ein so konservatives und prüdes Land wie die USA haben uns längst überholt. Traurig, aber so sieht es leider aus, solange die CDU in Deutschland regiert.


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#3
24.07.2015
15:19:13
Via Handy


(+9, 9 Votes)

Von Ehla


Finde ich gut was Barack Obama macht. Menschenrechte sind nicht verhandelbar. Und es schwächt die gesamte Gesellschaft, wenn man die Menschenrechte nicht einhält oder Bevölkerungsteile diskriminiert.


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#4
24.07.2015
15:59:14


(-2, 4 Votes)

Von Patroklos
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Gut, daß der Nacktprotest abgesagt wurde und die Veranstalter kalte Füße bekamen!


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