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  • 25.07.2015, 11:06h           19      Teilen:   |

Rechter Kampf um Baden-Württemberg

Neuer AfD-Vize hetzt gegen Stuttgarter CSD

Artikelbild
Jörg Meuthen Anfang 2015 auf einem Parteitag der AfD Baden-Württemberg in Karlsruhe. Dort lebt er mit Ehefrau und fünf Kindern. (Bild: Robin Krahl, wiki commons cc by sa 4.0)

"Diese plakative Zurschaustellung der Sexualität" sei "geschmacklos", meint Jörg Meuthen. Der zweite Sprecher der Bundespartei will die AfD im Ländle anführen.

Von Norbert Blech

Der Karlsruher Wirtschaftswissenschaftler Jörg Meuthen, der seit dem Parteitag der AfD Anfang Juli zweiter Bundessprecher der Partei ist, hat laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" den an diesem Samstag stattfindenden CSD in Stuttgart kritisiert.

"Meine Liberalität gebietet mir: Die sollen machen, was sie wollen", sagte er laut dem Bericht. "Aber ich finde diese plakative Zurschaustellung der Sexualität eher geschmacklos."

Die Zeitung schreibt, Meuthen spreche sich auch gegen eine Gleichstellung von Lebenspartnerschaft und Ehe sowie gegen Schulaufklärung über sexuelle Vielfalt aus. "Kaum jemand hat eine derart starke Lobby wie die Homosexuellen", beklagte er laut der Zeitung.

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Unterstützer der "Demo für alle"

Meuthen, der an der Hochschule Kehl sowie an der Freiburger Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie lehrt, will sich an diesem Wochenende zum Landessprecher der AfD Baden-Württemberg wählen lassen und damit die Partei in den Landtagswahlkampf führen.

Bereits seit Januar 2014 war er stellvertretender Landessprecher der AfD und trug folglich mit, wie die Partei in Baden-Württemberg wie keine andere homophobe Stimmung gegen den Bildungsplan machte. Der "Initiative Familienschutz" der AfD-Europaabgeordneten Beatrix von Storch, die die "Demos für alle" organisiert, antwortete er in einem Fragebogen zur Europawahl, er sei für die Ehe als ausschließliche Verbindung von Mann und Frau, gegen ein Adoptionsrecht für Homo-Paare, gegen Leihmutterschaft und gegen eine Einflussnahme der EU in die Familien- und Bildungspolitik der einzelnen Länder.

Beim Mitgliederparteitag der Bundes-AfD am 4. Juli war Meuthen mit 62 Prozent der Stimmen zum zweiten Sprecher der Partei gewählt worden, bis zum Parteitag im Dezember führt er die AfD damit gleichberechtigt mit Frauke Petry an.

Zwei Parteien und Vizechefs, eine Haltung

Bei dem Parteitag am 4. Juli war der bisherige Vorsitzende Bend Lucke abgewählt worden, der inzwischen unter dem Namen "Allianz für Fortschritt und Aufbruch" eine neue Partei gegründet hat, die ebenfalls homophobes Spitzenpersonal bietet (queer.de berichtete).

So ist Luckes neuer Vize Bernd Kölmel, der bisherige Afd-Landeschef in Baden-Württemberg. Er hatte den Bildungsplan als "pädagogische, moralische und ideologische Umerziehungskampagne" kritisiert, vor "Gender-Gedankenpolizisten" gewarnt und zum LGBT-Aktionsplan der Landesregierung gefordert: "Schmieden wir eine breite Allianz und bringen wir den Protest wenn nötig auf die Straße."

Es ist gut möglich, dass sich beide Parteien sowie Lucke und Meuhten vor der Wahl zum Stuttgarter Landtag am 13. März 2016 eine Schlacht liefern, wer homophober ist.

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Tags: afd, jörg meuthen, baden-württemberg, bernd kölmel, demo für alle, bildungsplan
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Reaktionen zu "Neuer AfD-Vize hetzt gegen Stuttgarter CSD"


 19 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
25.07.2015
12:14:39


(+7, 9 Votes)

Von schwarzerkater
Profil nur für angemeldete User sichtbar


zitat aus dem txt:"Diese plakative Zurschaustellung der Sexualität" sei "geschmacklos", meint Jörg Meuthen. Der zweite Sprecher der Bundespartei will die AfD im Ländle anführen."
komisch, für mich liest sich das eher wie:
"Diese plakative Zurschaustellung der eigenen Dummheit und Ignoranz innerhalb der Afd" sei "geschmacklos", meint Jörg Meuthen. Der zweite Sprecher der Bundespartei will die AfD im Ländle anführen."


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#2
25.07.2015
12:21:59


(+8, 8 Votes)

Von Robin


Tja, AfD:
in einer Demokratie muss man eben auch Dinge akzeptieren, die einem persönlich nicht gefallen mögen. Noch gibt es Rede- und Versammlungsfreiheit und es darf sich auch jeder so kleiden wie er will.

Ich finde es auch nicht schön anzusehen, wenn eine 200-Kilo-Frau mit Leggings und bauchfreiem Top rumläuft oder wenn ein Hetero-Proll mit Goldkettchen und Aldiletten rumläuft. Aber das muss man eben aushalten.

Im übrigen frage ich mich, wie arm das eigene Leben sein muss, wenn man sich ständig über andere aufregt.


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#3
25.07.2015
12:25:48


(+9, 9 Votes)

Von Heiner


>> "Diese plakative Zurschaustellung der Sexualität" sei "geschmacklos"

Und ich finde diese plakative Zurschaustellung von Rassismus und Homohass der AfD geschmacklos.

Da finde ich eine Demo für Vielfalt und Liebe 1000 mal besser.

Aber die AfD muss halt am rechten Rand fischen...


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#4
25.07.2015
13:20:39


(+8, 8 Votes)

Von ursus


ich hoffe doch sehr, dass die csds sich niemals am "geschmack" reaktionärer arschlöcher orientieren werden, sondern sich weiterhin der freiheit, der lebensfreude und der selbstbestimmung verpflichtet fühlen.

auch dann, wenn sich immer wieder schwule biedermeier solchen arschlöchern als traumschwiegersöhne anbiedern wollen, indem sie in die gleich freiheitsverachtende kerbe hauen. afd ist leider überall.


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#5
25.07.2015
13:50:58


(+8, 8 Votes)

Von goddamn liberal


"Kaum jemand hat eine derart starke Lobby wie die Homosexuellen", beklagte er laut der Zeitung."

Das ist einfach grotesk.

Weil wir nicht mehr ins Zuchthaus oder gleich ins KZ geschmissen werden?

Ansonsten sind die Früchte von Bürgerrechtsarbeit in Deutschland ja bescheiden.

Was nicht an den Bürgerrechtlern, sondern an der deutschen Mentalität liegt, dieser von unseren Steuergeldern bezahlte Studiendekan so HERRlich repräsentiert.

Ich möchte unter dem kein LGTB-Studierender sein.


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#6
25.07.2015
14:00:11


(+8, 8 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


"Meine Liberalität gebietet mir: Die sollen machen, was sie wollen", sagte er laut dem Bericht. "Aber ich finde diese plakative Zurschaustellung der Sexualität eher geschmacklos."

Wenn es ihn stört, muß er es ja nicht beachten. Wenn wir alles kritisieren, was uns nicht gefällt oder passt würden wir ja gar nicht mehr zu unseren Aufgaben kommen.
Liebe rechsgerichteten religiösen hetzer lasst uns doch so leben wie es uns die Natur in die Wiege gelegt hat und widmet Euch lieber zu den dringenden echten Problemen.

"Kaum jemand hat eine derart starke Lobby wie die Homosexuellen", beklagte er laut der Zeitung".

Mit sollchen Aussagen meinen die hetzer jeder müßte so blöd naiv sein wie ihre Wähler.

"Es ist gut möglich, dass sich beide Parteien sowie Lucke und Meuhten vor der Wahl zum Stuttgarter Landtag am 13. März 2016 eine Schlacht liefern, wer homophober ist."

Bin gespannt auf die nächsten Landtags-, Bundestagswahlen was wir da so zusammenwählen werden.


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#7
25.07.2015
16:08:32
Via Handy


(+8, 8 Votes)

Von Olli


Auf 1000000 Titten und Venushügel in Zeitungscovern, Plakaten und TV kommen 5 Männerärsche und Schwänze.
Also wer stellt hier wen plakativ aus?!


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#8
25.07.2015
16:24:13


(0, 2 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


"Diese plakative Zurschaustellung der Sexualität" sei "geschmacklos", meint Jörg Meuthen.

Wenn es diesem Quadratschädel so auf den Zeiger geht, dann soll er auswandern oder mal zu einem Psychotherapeuten gehen!


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#9
25.07.2015
17:19:28


(+3, 3 Votes)

Von Katrin
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Der möchte auch mal gerne plakativ verkleidet mitmachen und traut sich nur nicht, weil der Herr Pfarrer ihn sehen könnte. Lassen wir ihn doch im Zug mitmarschieren.


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#10
25.07.2015
17:28:45


(+6, 6 Votes)

Von Niveau


Wer keine Inhalte hat, muss seine Anhänger halt mit Hetze auf Linie bringen...

Passt halt zum geistigen Niveau von deren Wählern...


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