Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?24289

Die Freiburger Polizei hat angeblich nichts gegen schwule Cruiser, sondern will nur das Grillen im Wald und illegale Techno-Partys verhindern (Bild: Wiki Commons / 4028mdk09 / CC-BY-SA-3.0)

Nach den Kontrollen schwuler Cruiser am Opfinger Baggersee kam es am Montag zu einer Aussprache in den Räumen der Rosa Hilfe Freiburg.

Hintergrund des Gesprächs war eine Polizeiaktion während des CSD-Wochenendes, die bundesweit für Schlagzeilen gesorgt hatte (queer.de berichtete). Beamte sollen in dem beliebten Cruisinggebiet Männer nach ihrer sexuellen Orientierung gefragt haben ("Bist du schwul?"). Diese Männer sollen dann rigide überprüft worden sein.

In einer gemeinsamen Pressemitteilung von Polizei, Rosa Hilfe und dem queeren Arbeitskreis JVA/Polizei heißt es nun jedoch: "Es wurde verdeutlicht, dass keine zielgerichteten Kontrollen der homosexuellen Szene am Opfinger Baggersee stattfinden." Die für die Polizei aktuell vorliegenden Kontrollanlässe "wie beispielsweise die Verhinderung illegaler Techno-Partys, diverse Fälle des Diebstahls aus Pkw sowie die Eindämmung der Waldbrandgefahr durch die Verhinderung des Grillens außerhalb dafür vorgesehener Grillstellen" seien gemeinsam erörtert worden.

Der Arbeitskreis JVA/Polizei nannte die Kontrollen "auch aus historischer Perspektive für die Community ein schwieriges Thema". Es entstehe "schnell Unsicherheit bezüglich polizeilicher Maßnahmen, da einige der Männer noch zu Zeiten des damaligen §175 StGB aufwuchsen und sich auch heute noch vielen Vorurteilen gegenüber stehen sehen".

Die Teilnehmer vereinbarten, einen Runden Tisch zwischen Polizei und Szene-Vertretern einzurichten, "um aktuelle Vorkommnisse zu besprechen, ggf. Missverständnisse dieser Art persönlich auszuräumen und die Sicherheit von LSBATTIQ-Menschen in Freiburg zu verbessern". Weitere Maßnahmen, die auf die Sensibilisierung zum Thema Homo- und Transphobie abzielen, seien angedacht. (ots/cw)



#1 Robby69Ehemaliges Profil
  • 28.07.2015, 19:36h
  • Total idiotisch! Als ob durch irgendwelches wachsweiche blablabla der Bullen sich auch nur IRGENDWAS an ihrem permanenten Schwulen-Hass und der Willkür und den Schikanen uns Schwulen gegenüber ändern würde!
    Diese verdammte homophobe "Aktion" der Bullen in Freiburg ist und bleibt verdammenswert und ein deutliches Zeichen ihres Schwulenhasses! (auch wenn das unser Bullen-Freund in seinem Schrank natürlich wieder gaaaaanz anders sehen wird, grins...)
  • Antworten » | Direktlink »
#2 GrofiAnonym
  • 28.07.2015, 20:06h
  • Antwort auf #1 von Robby69

  • Also, deine Ausdrucksweise und Logik ist ja schon unter Kindergartennivau. Die sog. "Bullen" sind Polizisten/innen. Bring gefälligst so viel Respekt entgegen wie du einforderst. Bist du eine "Schwuchtel" oder ein Homosexueller? Was genau da abgelaufen ist, ist nicht sicher aber von, sollte es so gewesen sein, üblen Ausfälle von Polizisten gegenüber Personen gleich die ganze Polizei als homophobe Polizei darzustellen und so darzustellen, dass hier systematisch Jagd auf Homosexuelle gemacht wird ist ja wohl der Gipfel. Was vorgefallen ist wird sicherlich so weit möglich geklärt und aufgearbeitet. Ich persönlich habe bisher beim cruisen nur gute Erfahrungen gemacht und jeder Kontakt war höflich und gegenseitig respektvoll. Ich bin dankbar für ein bischen Sicherheitsgefühl. Und, nein, ich bin nicht Polizist von Beruf.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 TeddyLeEhemaliges Profil
#4 Harry1972Profil
  • 29.07.2015, 07:01hBad Oeynhausen
  • Ja klar. Um Technoparties, waldbrände oder Diebstahl zu verhindern, fragt man Leute immer zuerst, ob sie schwul sind.

    Total einleuchtend.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Patroklos
#6 daVinci6667
  • 29.07.2015, 12:00h
  • Antwort auf #4 von Harry1972

  • Genau das habe ich mich auch gefragt.

    Was überlegt sich da der gemeine hetero Polizist bei der Frage schwul oder nicht schwul? Machen Schwule generell vielleicht zu grosse Feuer, sodass sie den ganzen Wald abfackeln, oder stellen sie sich zu blöde an um huch, überhaupt ein Feuerchen hinzukriegen? Oder hören alle Schwulen, egal welchen Alters nur laute Technomusik? Was geht da in diesen Köpfen ab?

    Den runden Tisch halte ich grundsätzlich für sehr gut. Es müsste dort aber eben auch geklärt werden, was mit dieser Frage bezweckt wurde. Das sympathischste wäre, dass der Beamte selber gerade Pause hatte und sich diese mit einer schnellen Nummer versüssen wollte???

    Antworten müssen her. Ansonsten bleiben mir Zweifel am Vorgehen der Polizei.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 HonestAbeProfil
  • 29.07.2015, 13:07hBonn
  • Runder Tisch ist gut, allerdings müssen der Aufklärung der Vorkommnisse dann auch entsprechende Maßnahmen folgen. Zum Beispiel eine entsprechende Nachschulung betroffener Polizeibeamter. Gleichwohl sollte die Stadt Freiburg die Nutzungsverordnung rund um den See hinterfragen und ggf. Novellieren, so dass die Nutzer nicht unnötigerweise getriezt werden. Vielleicht kann man ja sogar mal etwas Vernünftiges von Seiten der Behörden tun? Wäre ja mal was!
  • Antworten » | Direktlink »
#8 ollinaieProfil
  • 29.07.2015, 14:55hSeligenstadt
  • "... die Verhinderung illegaler Techno-Partys"

    ja, klar, der ANSTÄNDIGE Schwabe geht natürlich arbeiten, ARD fernsehen oder beten. Wo kämenr wir denn hinn, wenn Leute einfach Spass hätten, sogar noch ohne Passierschein A 38 beantragt zu haben. Am Ende haben die sogar noch ausserehelichen Sex!
  • Antworten » | Direktlink »
#9 HonestAbeProfil
  • 29.07.2015, 15:24hBonn
  • Antwort auf #8 von ollinaie
  • Interessanter Punkt. Bei alledem habe ich ganz vergessen auch noch mal nachzufragen, was denn an Techno-Partys "illegal" sein soll? Ich kann ja noch tolerieren, dass man Partys im Freien anmelden soll, damit das Ordnungsamt einen seiner wenigen Existenzgründe aufrechterhalten kann, doch warum ist das "illegal"? Gibt die Nutzungsverordnung des Sees das nicht her? Wenn ja, warum gibt sie das nicht her? Warum sollte man am Ufer eines Sees keine Techno-Party machen dürfen? Oder überhaupt irgendeine Party? Oder eine Cruising Area? Könnte man das nicht so regeln, wie an so manchen Seen, dass quasi eine Seeseite für die "bösen" (Cruiser, Partylöwen etc.) und die andere für die "guten" (Kleinfamilien aka "Keimzellen der Gesellschaft", so dass Papa/Mama auch mal zwischendrin rüber ans andere Ufer schwimmen kann, um seine/ihre Neugier zu stillen) ist? Ich kenne zwei Seen, wo das der Fall ist. Hat sich mit den Jahren ganz von selbst reguliert und das Ordnungsamt "drückt ein Auge zu" (ganz wegsehen wollen die natürlich nicht, um ihre Existenzberechtigung zu erhalten). Lediglich an einem dieser Seen ist es so, dass sich auf der "Familienseite" irgendwann ein raffgieriger Geschäftsmann eingekauft hat und seitdem dort Eintritt verlangt. Prompt kamen einige familienbetonte Menschen auf die andere Seeseite und schon hagelte es Beschwerden, was denn das dort für ein "familienunfreundliches Treiben" wäre. Seitdem ist das Ordnungsamt da natürlich tagsüber vertreten und sorgt für "Recht und Ordnung". Glücklicherweise (noch) nicht Nachts. Mal sehen, wie sich das noch entwickelt. Wem gebe ich die Schuld dafür? Der Stadt, welche die mit Steuermitteln infrastrukturell erschlossene Seeseite verscherbelt hat. Soweit ich weiß gab es sogar ein Bürgerbegehren dagegen, was natürlich ignoriert wurde. Denn hey, die Stadt braucht ja schließlich jeden Cent, um in den eigenen Wasserkopf zu investieren und z. B. das Ordnungsamt in voller Stärke zu erhalten. Da kam so eine "selbsterhaltenden Maßnahme" natürlich gerade recht. Über derartige Vorgänge sollte man einmal in diesem Lande nachdenken, nicht darüber, wie man es erwachsenen Menschen möglichst schwer machen kann, ein wenig Spaß im Leben zu haben.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 seb1983