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  • 01.08.2015, 12:40h           58      Teilen:   |

Sexualmoral

Bischof Heße: Kirche sollte feste homosexuelle Beziehungen wertschätzen

Artikelbild
Stefan Heße, Jahrgang 1966, wurde im Januar von Papst Franziskus zum Erzbischof von Hamburg ernannt. Sein Amt trat er am 14. März an (Bild: Erzbistum Hamburg)

Die Katholische Kirche müsse auf die "Vielfalt der Lebensformen schauen, die nun einmal da sind", forderte Hamburgs neuer Erzbischof Stefan Heße.

Der katholische Erzbischof von Hamburg, Stefan Heße, hat seine Kirche zu mehr Realismus in der Sexualmoral aufgerufen. "Wir müssen auf die Vielfalt der Lebensformen schauen, die nun einmal da sind", sagte der 48-Jährige dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstag-Ausgabe).

In den Hamburger Dom sehe er "natürlich auch gleichgeschlechtliche Paare kommen, und keiner setzt sie vor die Tür". Er sei zwar zurückhaltend, was die "Homo-Ehe" betrifft, sagte Heße. "Aber wenn diese Menschen unsere Nähe suchen, sind wir als Kirche für sie da. Was denn sonst?" Die Kirche müsse es wertschätzen, wenn in homosexuellen Beziehungen Werte wie Treue und Verlässlichkeit gelebt würden, betonte Heße und widersprach dem Passauer Oberhirten Stefan Oster, der gesagt hatte, das sei auch "in einer Gangsterbande" der Fall.

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Plädoyer gegen eine "Kirchen der Reinen"

"In meinen Augen mindert das nicht Liebe und Treue zwischen zwei Menschen", so Heße. Für wiederverheiratete Geschiedene wünsche er sich "lebbare Formen für die kirchliche Anerkennung und Begleitung", ohne deshalb das Ideal der Ehe aufzugeben. Heße verteidigte die Reform des kirchlichen Arbeitsrechts und die damit verbundenen Lockerungen der Anforderungen an Menschen im kirchlichen Dienst, nach den moralischen Normen der Kirche zu leben. "Anders könnten wir gar nicht weitermachen, weil wir sonst zu wenig qualifizierte Mitarbeiter bekämen, um unsere Einrichtungen zu betreiben", sagte Heße.

Er wandte sich vehement gegen die Haltung einiger bayerischer Bischöfe, die mit der Umsetzung des reformierten Arbeitsrechts zögern (queer.de berichtete). "Ich frage mich, welches Kirchenbild steht dahinter? Wollen wir eine Kirche sein, die ihren Platz mitten in der Welt hat? Dann müssen wir nahe am Leben der Menschen sein, und möglichst viele mitzunehmen versuchen. Oder wollen wir sozusagen eine 'Kirche der Reinen' ohne existenzielle Schwierigkeiten und Brüche? Das wäre dann eine kleine, sehr kleine Schar, die nur wenige Berührungspunkte mit ihrer Umgebung hätte", so der Erzbischof. (ots/cw)

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Tags: stefan heße, katholische kirche, sexualmoral
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Reaktionen zu "Bischof Heße: Kirche sollte feste homosexuelle Beziehungen wertschätzen"


 58 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
01.08.2015
12:48:59


(-4, 12 Votes)

Von Pelayo
Aus Berlin
Mitglied seit 11.12.2014


Gut, dass Stefan Heße neuer Weihbischof von Hamburg geworden ist! Er passt mit seinen Worten über Homosexualität in die liberale Hansestadt Hamburg.


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#2
01.08.2015
12:54:29


(+8, 14 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Herr Heße sollte seine Botschaft vor allem an die gestörten Teilnehmer in Fulda richten!


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#3
01.08.2015
13:48:01


(+12, 14 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


"Passauer Oberhirten Stefan Oster, der gesagt hatte, das sei auch "in einer Gangsterbande" der Fall."

Das zeigt wie realitsfern diese ewiggestrigen Menschenhasser denken.


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#4
01.08.2015
13:55:35


(+3, 11 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


Wir können machen was wir wollen, die religionen können wir nicht beseitigen, zummindest auf absehbarer Zeit, d.h. wir müßen zummindest positiv bewerten das es auch in den religionen trotzdem "liberale" Strömungen gibt


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#5
01.08.2015
13:58:28


(-10, 20 Votes)

Von Markus44


Gut so Bischof Heße.

Im übrigen auch Bergoglio hat zu seiner Zeit in Argentinien bereits öffentlich erklärt, das die Katholische Kirche die Paarbeziehung homosexueller Menschen anerkennen solle. Der neue Papst akzeptiert homosexuelle Paare, aber er bewertet diese nicht als Ehe.

Doch solange im Katholischen Katechismus geschrieben steht, das homosexuelle Handlungen sündhaft sind, sind dies alles nur Worte...

Die katholische Kirche muss ihre katholische Sexualmorallehre ändern, und solange sie dies nicht umsetzt, kann ich jedem Katholiken nur empfehlen, tretet zu einer besseren christlichen Kirche über, wo homosexuelle Paare nach ihrem Gang zum Standesamt eine kirchliche Trauung oder einen Segnungsgottesdienst erhalten:

*
Link:
de.wikipedia.org/wiki/Segnung_gleichgeschlechtlich
er_Paare


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#6
01.08.2015
14:22:58


(+10, 16 Votes)

Von HonestAbe
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 24.06.2012


Die grundsätzlich positive Haltung von Heße sollte man durchaus würdigen, doch auch er ist natürlich kein Progressiver. So tut er sich mit der Ehe-Öffnung schwer, auch wenn es sich dabei um die ZIVIL-Ehe handelt die mit seinem Zauberverein nichts zu tun hat. Er lebt in der klassischen Welt des katholisch-klerikalen Doppeldenk, in der zwar die Ehe aus einem Mann und einer Frau das arbiträre und biblisch keinesfalls alleinig zu rechtfertigende Ideal darstellt, er selbst jedoch dieses Ideal aus rein kirchentraditionellen Gründen nicht erfüllt. Außerdem:

"Die Kirche müsse es wertschätzen, wenn in homosexuellen Beziehungen Werte wie Treue und Verlässlichkeit gelebt würden, betonte Heße"

Irgendwie glaube ich, dass diese Kirchenheinis allesamt, egal aus welcher Untersekte sie stammen, diese verrückte Idee verinnerlicht haben, dass heterosexuelle Beziehungen automatisch treu und verlässlich wären. Das ist wie wir ALLE wissen, keineswegs immer der Fall. Bestenfalls in der Hälfte aller Fälle, wahrscheinlich aber sogar noch seltener. Inwiefern soll das also überhaupt ein Argument sein?

Und weiter: Was ist mit denen, die einfach nicht in derartigen Beziehungen leben wollen? Die sollen weiterhin getriezt werden, dieses katholische Idealbild endlich zu erfüllen? Dann sollte der Herr Heß und alle von seinem Schlag bitte ENDLICH mal damit anfangen, zuallererst sich selbst zu triezen. Wie kann man nur jemandem glauben, der von aller Welt ein Ideal einfordert, dass er selbst nicht erfüllt? Ist doch völlig lächerlich sowas und in jeder anderen Situation mit der Ausnahme der Religion, würden wir diese Vorbildhaftigkeit auch einfordern.

Naja, ist ja nicht mein Verein, aber ein gut gemeinter Rat an alle gläubigen Katholiken: Lasst euch doch nicht immer so verarschen! Diese Priester sind ganz schlechte Vorbilder, weil sie ihr ständig gepredigtes Ideal selbst nicht leben. Was für ein Schlag Mensch muss man sein, um so etwas zu tun? Und solchen Leuten hängt ihr dann auch noch an den Lippen ...


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#7
01.08.2015
14:26:19


(+9, 9 Votes)

Von schwarzerkater
Profil nur für angemeldete User sichtbar


gut gedacht, bischof heße:
"Oder wollen wir sozusagen eine 'Kirche der Reinen' ohne existenzielle Schwierigkeiten und Brüche?"
denn schon im neuen testament heisst es sinngemäß >wer von euch ohne schuld ist, werfe den ersten stein<

nur die unbelehrbarsten betonköpfe und die größten heuchler der katholischen kirche ignorieren dieses zitat (der nächstenliebe) und hetzten gegen uns schwule weiter.


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#8
01.08.2015
15:53:35


(+2, 8 Votes)
 
#9
01.08.2015
16:02:32


(+5, 9 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015
Antwort zu Kommentar #6 von HonestAbe


"Und weiter: Was ist mit denen, die einfach nicht in derartigen Beziehungen leben wollen? Die sollen weiterhin getriezt werden, dieses katholische Idealbild endlich zu erfüllen?"

Diese religion ist wie alle anderen religionen schlicht und ergreifend eine Sekte nichts anderes.
In Afrika fordert der Vatikan ein Kondomverbot, sollen noch mehr Kinder an Hunger sterben?
Sollen noch mehr Menschen an AIDS sterben?

Was meinst Du, warum der Vatikan gegen Scheidung ist?, die haben schlicht und ergreifend Angst das noch wenniger Katholische Kinder gemacht werden.


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#10
01.08.2015
17:04:08


(+8, 12 Votes)

Von Katrin
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #6 von HonestAbe


Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass der Bischof und sein Fahrer schon seit langem ein treues Paar sind und beide nichts von der Haushälterin wollen.


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