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  • 01.08.2015, 14:07h           27      Teilen:   |

Afrika

Senegal: Schwuler Journalist zu Haftstrafe verurteilt

Artikelbild
Im Palais de Justice de Dakar wurde Tamsir Jupiter Ndiaye am Freitag verurteilt (Bild: Wiki Commons / Peter F. Smith / CC-BY-SA-3.0)

Wegen homosexueller Akte wurde der bekannte senegalesische Kolumnist Tamsir Jupiter Ndiaye am Freitag in der Hauptstadt Dakar zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt.

Gleichgeschlechtlicher Sex wird in dem westafrikanischen Land nach Paragraf 319 des Strafgesetzbuches mit bis zu fünf Jahren Haft geahndet. Ndiaye saß bereits von 2012 bis 2013 wegen seines Schwulseins im Gefängnis.

Der Journalist war im Juni festgenommen worden, als ein junger Mann ihm öffentlich eine Vergewaltigung vorgeworfen hatte. Ndiaye wurde deshalb von einem wütenden Mob durch Dakar gejagt, bis er in einem Polizeirevier Schutz suchte.

Senegal ist ein mehrheitlich muslimisches Land mit rund 13 Millionen Einwohnern. Der Staat hat in der Vergangenheit immer wieder Menschen wegen gleichgeschlechtlicher Beziehungen verurteilt. Zudem sollen mehrfach auf Friedhöfen die Leichen von mutmaßlichen Homosexuellen ausgegraben und bespuckt worden sein (queer.de berichtete). Bei einer 2013 durchgeführten Umfrage gaben 96 Prozent der Senegalesen an, dass ihre Gesellschaft Homosexualität nicht akzeptieren dürfe. (cw)

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Tags: senegal, tamsir jupiter ndiaye
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Reaktionen zu "Senegal: Schwuler Journalist zu Haftstrafe verurteilt"


 27 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
01.08.2015
15:45:10


(+6, 8 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


Ohne Worte!, nur soviel, eine Schande der gesammten Menschheit.


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#2
01.08.2015
16:29:28


(+5, 9 Votes)

Von XDAS


Und weiterhin wird dieses Regime mit westlichen Geldern (auch aus Deutschland) an der Macht gehalten...


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#3
01.08.2015
18:49:14


(+6, 8 Votes)

Von hubbi
Antwort zu Kommentar #2 von XDAS


Und weiterhin wird dieses Regime mit westlichen Geldern (auch aus Deutschland) an der Macht gehalten...

Für unsere Bundeskanzlerin sicher kein großes Problem, trotz ihrer wiederholten Beteuerung, sie würde Homosexuelle nicht diskriminieren. Solange sie - anders als Obama - zu derartigen Menschrechtsverletzungen schweigt, ist das in meinen Augen nur ein Lippenbekenntnis. Da ist ihr Bauchgefühl schon ehrlicher.


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#4
01.08.2015
20:11:09


(-3, 9 Votes)

Von TPAB
Antwort zu Kommentar #2 von XDAS


Da muss niemand an der Macht gehalten werden, schon gar nicht von Deutschland aus. Die breite Bevölkerung (90%+X) ist nämlich in Sachen Homosexualität voll auf Regierungslinie und nicht selten sogar deutlich radikaler.

Also was willst du vorschlagen? Gewalttätiger Regime Change im Senegal? Auf dass das dazu beiträgt, dass eine zutiefst homophobe Gesellschaft auf einmal ihre Vorurteile überwindet? Unrealistisch. Für die Leute vor Ort ist Homosexualität mit ihrer afrikanischen Kultur nicht vereinbar und das wird sich so schnell nicht ändern.


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#5
01.08.2015
22:44:24


(+6, 8 Votes)

Von XDAS
Antwort zu Kommentar #4 von TPAB


1. Nur dass die Mehrheit der Einwohner ähnlich homophob ist, bedeutet nicht, dass sich dieses Regime deshalb an der Macht halten kann. Dafür sorgen nur die Gelder aus dem Westen.

2. Dass die Einwohner so homophob sind, wird ja auch durch das Regime am Laufen gehalten. Indem sie Aufklärung verhindern, Kampagnen durchführen, etc.


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#6
02.08.2015
13:44:15


(-3, 5 Votes)

Von seb1983
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von XDAS


In Kuba und Iran hat man nach Jahrzehnten an Sanktionen inzwischen gemerkt wie sinnlos das ist.

Wie hieß es vor ein paar Wochen noch aus einem anderen afrikanischen Land?
Unsere Werte sind wichtiger als Entwicklungshilfe.

Außerdem wette ich mit dir:
Wenn diese halbwegs gemäßigte Regierung stürzt dann kommen erst so richtig radikale Islamisten an die Macht die auf die afrikanisch islamische Pauke hauen...


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#7
03.08.2015
08:25:08


(+1, 5 Votes)

Von XDAS
Antwort zu Kommentar #6 von seb1983


Da gibt es aber massive Unterschiede.

In den von Dir genannten Staaten wird die Regierung nicht von anderen an der Macht gehalten, sondern die hält sich auch ohne Unterstützung an der Macht. Außerdem sind die wirtschaftlichen Verhältnisse ganz anders.

Es geht nicht um Sanktionen (wie bei Deinen Beispielen), sondern einfach darum, diesem Regime nicht auch noch Geld zu geben.

Im übrigen wüsste ich gerne, was an Senegals Regierung "gemäßigt" sein soll...


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#8
03.08.2015
13:40:35


(-1, 3 Votes)

Von seb1983
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #7 von XDAS


Blicken wir rüber nach Simbabwe. Das Land ist völlig runtergewirtschaftet, Mugabe international geächtet und wird trotzdem bis zu seinem Tod an der Macht kleben.

Ich kann die Bauchschmerzen verstehen, aber letztendlich ist der Westen da völlig machtlos. Zieht er sich sich zurück springt China in die Bresche, spült der korrupten Regierung weiterhin Geld in die Taschen aber es sterben noch mehr Menschen weil den Chinesen das sogar noch weniger schert als den Westler.

Man hat es da mit Regierungen zu tun denen die Bevölkerung und die wirtschaftlichen Verhältnisse zu 100% einfach am Arsch vorbei gehen solange sie sich selbst die Taschen vollmachen kann.
Der Bevölkerung wird das dann auch noch als Widerstand gegen den weißen Mann verkauft und die jubelt.


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#9
03.08.2015
14:33:23


(+4, 4 Votes)

Von ehemaligem User yelimS


"Regime"

Hat sich mal jemand die Mühe gemacht sich über die politische Kultur des Senegal zu informieren? Ah.

Das Land ist nahezu vollständig muslimisch, die lokalen und regionalen Anführer der diversen sunnitischen muslimischen Bruderschaften, Marabouts, haben erheblichen Einfluß auf die öffentliche Meinung und die Politik. Diese Bruderschaften sind mehrheitlich dem Sufismus zugehörig und interpretieren die Scharia verhältnismäßig moderat. Daran gemessen ist der Senegal ein ziemlich überzeugendes Beispiel für eine einigermaßen funktionierende postkoloniale Demokratie. Umso mehr, mißt man das System an den Horrorvorstellungen einiger "Islamkritiker" hier. Siehe die verfassungsgemäße Übergabe des Präsidentenamts 2012.

Es gibt dort keine Strukturen der Aufklärung und der Laizität. Deshalb ist die Trennung von Religion und Staat "unvollkommen". Neben dem Islam dominieren aber auch althergebrachte Vorstellungen von Geschlechterrollen die Gesellschaft.

Entwicklungshilfe wird im Wesentlichen von Frankreich, den USA, Japan und China geleistet. Die senegalesischen Streitkräfte - die sich einer vorbildlichen Enthaltsamkeit in Sachen Politik befleißigen - von Frankreich, den USA und Deutschland finanziell und logistisch unterstützt.


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#10
03.08.2015
15:33:46


(-1, 3 Votes)

Von XDAS
Antwort zu Kommentar #8 von seb1983


Dir ist aber schon klar, dass zwar immer wieder Leute über Mugabe mosern dass der aber nach wie vor durch westliche Gelder an der Macht gehalten wird....


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