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Die Ärzte konnte das Leben der 16-jährigen Shira Banki nicht retten

Die 16-jährige Shira Banki erlag am Sonntag im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen.

Trauer in Israel: Mit Shira Banki ist am Sonntag eines der sechs Opfer der Messerattacke auf den Jerusalem Pride gestorben. Das nur 16 Jahre alte Mädchen erlag im Hadassah-Ein-Karem-Hospital ihren schweren Verletzungen. Ihr Zustand galt von Anfang an als kritisch.

"Unsere magische Shira wurde ermordet, weil sie eine glückliche 16-Jährige und voller Leben und Liebe war, die gekommen war, um ihre Unterstützung für das Recht ihrer Freunde zu zeigen, so zu leben wie sie wollen", gab die Familie der Getöteten in einer Mitteilung bekannt. Das Mädchen habe aufgrund "des Bösen, von Dummheit und Nachlässigkeit" sterben müssen.

"Schlimme Dinge passieren guten Menschen, und eine sehr schlimme Sache passierte unserem erstaunlichen Mädchen", heißt es weiter in der Stellungnahme. Die Familie mit drei weiteren Kindern drückte darin ihre Hoffnung aus "auf weniger Hass und mehr Toleranz".

Der Name "Shira" ist im Hebräischen auch der Begriff für Gedicht, Lied und Poesie.

Ein Opfer befindet sich noch im Krankenhaus


Shiras Schule hatte am Wochenende die Regenbogenflagge als Zeichen des Mitgefühls gehisst. Inzwischen soll sie auf Halbmast hängen.

Bei dem Angriff am Donnerstag waren insgesamt sechs Menschen verletzt worden (queer.de berichtete). Laut der Tageszeitung "Haaretz" befinden sich zwei von ihnen noch im Krankenhaus, ihr Zustand soll stabil sein. Erst am Freitag hatte der oberste Rabbi des Landes, Aryeh Stern, die Opfer im Krankenhaus besucht.

Bei dem Angreifer handelt es sich um einen ultra-orthodoxen Juden, der bereits 2005 auf Teilnehmer des Jerusalemer CSDs eingestochen hatte. Er wurde während der Tat festgenommen und befindet sich in Untersuchungshaft.

Als Reaktion auf die schreckliche Tat hatten am Samstag in mehreren Städten Israels zehntausende Menschen gegen Homophobie und Gewalt demonstriert (queer.de berichtete).

Stellungnahme von Ministerpräsident Netanjahu

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu übermittelte der Familie von Shira Banki sein Beileid. "Shira wurde ermordet, weil sie sich mutig für die Prinzipien eingesetzt hat, dass jeder sein Leben in Ehre und Sicherheit leben kann", heißt es in einer Stellungnahme des konservativen Regierungschefs. "Wir werden es diesem verachtungswürdigen Killer nicht erlauben, die Grundwerte der israelischen Gesellschaft zu untergraben. Wir verurteilen seinen Hass und seine Gewalt aufs Schärfte. Wir werden alles Menschenmögliche tun, damit dieser Mörder zur Rechenschaft gezogen wird."

Das Jerusalem Open House als Veranstalter des CSDs lädt am Sonntag um 20 Uhr zur einer Trauerkundgebung am Zion Square ein. "Das Messer, das Shira tödlich verletzte, wurde von Jahren der Aufstachelung geschärft", heißt es in einer Stellungnahme. "Das Messer richtete sich gegen alle, die an eine gerechte Gesellschaft glauben, in der jede Frau und jeder Mann frei und ohne Angst vor Gewalt und Verfolgung leben kann."

Auch die Tel Aviver LGBT-Organisation Aguda hält um 20 Uhr eine Mahnwache im Meir-Park ab. Die Aktivisten haben auch Busse zum Gedenken nach Jerusalem organisiert. (cw)

 Update  22.50h: Bilder der Trauer-Kundgebungen

Jerusalem



Tel Aviv



#1 tOrbyAnonym
#2 Robby69
#3 12345Anonym
  • 02.08.2015, 17:35h
  • Dann ist es jetzt Mord aus Hass auf Homosexuelle. Ein Hassverbrechen.

    Der Typ, der das getan hat, gehört für immer ins Gefängnis, bis er stirbt. Er war ja schonmal im Gefängnis und hat sofort nach seiner Entlassung wieder Menschen mit einem Messer attackiert und diesmal dabei auch das besagte Mädchen ermordet. Damit hat er bewiesen, dass er lebenslang sicher verwahrt werden muss und nie mehr in Freiheit kommen darf, damit andere nicht gefährdet werden.

    Soll er im Gefängnis vor sich hingammeln und seine religiösen Überzeugungen mit der harten Gefängnismauer teilen.
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#4 sanscapote
#5 PeerAnonym
  • 02.08.2015, 17:53h
  • Schlimm!

    Ich hoffe, dass der Mörder jetzt nicht nochmal auf die Menschheit losgelassen wird...
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#6 kuesschen11Profil
  • 02.08.2015, 18:04hDarmstadt
  • Das ist eine sehr traurige Nachricht. Meine Anteilnahme gilt der Familie und allen Angehörigen des ermordeten Mädchens.

    Die Schattenseite der Religion hat wieder und immer wieder gezeigt, was geschürter Hass mit biblischem Hintergrund alles anrichtet.
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#7 AdamAnonym
#8 Patroklos
#9 TritonAnonym
#10 hugo1970Profil
  • 02.08.2015, 18:22hPyrbaum
  • Alle religionsführer der ganzen Welt sind festzusetzen und hart zu bestrafen
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