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  • 02.08.2015, 21:47h           43      Teilen:   |

"Freude am Glauben", Tag 2 und 3

Fulda: Der Aufschrei der Erz-Homophoben

Artikelbild
Nach eigenen Angaben hatte der "freudige" Kongress 1.500 Gläubige im Kongresszentrum Esperanto versammelt, er ließ sich auch via Livestream verfolgen

Auch am Samstag und Sonntag sprachen beim Kongress des Forums Deutscher Katholiken zahlreiche Homo-Hasser – und versicherten sich gegenseitig, nicht rechts zu sein.

Von Norbert Blech

Homo-Ehe, Schulaufklärung über Homosexualität und Gender-Ideologie – das waren die beherrschenden Themen beim diesjährigen Kongress "Freude am Glauben" des Forums Deutscher Katholiken, der von Freitag bis Sonntag in Fulda stattfand. Bereits das Motto, "Ehe und Familie – gottgewollter Auftrag und Weg zum Glück", und die Rednerliste ließen ein Schaulaufen homophober Reaktionäre erwarten, das auch der Vernetzung und Mobilmachung dienen würde. Dazu kam es dann auch.

Vor allem der erste Tag der Konferenz, über den wir bereits berichtet haben, hatte für Trubel gesorgt: Der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen sprach in seiner Eröffnungspredigt im Dom von der "destruktiven" Idee einer Segnung von Homo-Paaren und Hedwig von Beverfoerde trommelte beim Kongress ordentlich für ihre Bewegung "Demo für alle".

Vor allem sorgte aber der Schweizer Bischof Vitus Huonder für die Unterhaltung des Publikums, als er eine Bibelstelle zur Tötung Homosexueller zitierte und meinte, diese Aussage aus dem Alten Testament müsse quasi die Antwort der Kirche auf Bestrebungen zur Anerkennung von Homo-Paaren sein. Am Sonntag hat mit der französischsprachigen "Le Temps" die erste schweizerische Zeitung die Bischofsworte aufgegriffen – nachdem seit Sonntag ein Video-Mitschnitt der Rede Huonders als Beweis des queer.de-Berichts vom Samstag vorliegt, dürfte weitere Empörung folgen (die Passage findet sich ab der 21. Minute).

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Gegen die "staatlich verordnete sexuelle Verführung unserer Kinder"

Eine derartige Entgleisung sollte an den restlichen beiden Tagen des Kongresses nicht mehr folgen, aber genügend Freude an der der Homophobie zeigten noch einige Gäste. Den besonderen Schutz von Ehe und Familie, den das Grundgesetz verspricht, gebe es nicht mehr, betonte etwa am Samstag Werner Münch, der frühere Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, der mit Vorträgen gegen Homo-Ehe und Gender Mainstreaming durch deutschsprachige Länder zieht (queer.de berichtete). Auch in Fulda nahm er kein Blatt vor den Mund: Die "Gender-Ideologie" werde "aggressiv betrieben" und Gegner dieses "Unsinns" würden als "Fundamentalisten, Ewiggestrige, Homophobe, Rechtsradikale" bezeichnet, beklagte er.



Nach der Gleichstellung von Lebenspartnerschaften mit der Ehe würde die Aufhebung des Verbots der Leihmutterschaft gefordert, das der Polygamie, es würden "Diskussionen über Sexualverkehr mit Kindern, vielleicht sogar mit Tieren" folgen, so Münch. "Wo ist denn eigentlich die Grenze bei dem Schlagwort 'Ehe für alle'? Es gibt dann keine mehr."

"Unter dem Verkaufsschlager 'sexuelle Vielfalt' haben sich seit langem schulfremde 'Experten' an die Arbeit gemacht, um der sexuellen Anleitung – nicht Aufklärung – in der Schulen ihren Stempel aufzudrücken", phantasierte Münch weiter. Diese "Diktatur der Sexualpädagogik" biete "schamzerstörende Übungen" auf "primitivste Weise". Zum Aktionsplan im Ländle sagte Münch, Ministerpräsident Kretschmann solle von "dieser Verführung unserer Kinder in den Schulen seines Landes unverzüglich und unmissverständlich Abstand nehmen".

Später in der Rede, die sich u.a. auch gegen Abtreibung und Frauenemanzipation richtete, sagte er unter großem Applaus: "Wir brauchen keine Schwulen-, Lesbenverbände, die unsere Kinder zum Sex anleiten. Wir sind bereit, gegen die Gender-Ideologie anzugehen, weil wir Anhänger einer christlichen Religion, der Schöpfungstheologie und der Kulturtradition des christlichen Abendlandes sind". Man sei "gegen das totale Lustprinzip" und "gegen unzählige Geschlechteridentitäten, für stabile heterosexuelle Ehen mit natürlicher Fortpflanzung und gegen gleichgeschlechtliche Ehen".

"Unser Kampf gegen Abtreibung, gegen die Gender-Ideologie, gegen die staatlich verordnete sexuelle Verführung unserer Kinder und für die Wahrung der Würde von Ehe und Familie hat nichts, aber auch rein gar nichts mit Rechtspopulismus zu tun", meinte Münch weiter, "sondern lediglich damit, dass wir uns der biblischen Wahrheit verpflichtet fühlen." Es sei "keine Diskriminierung, wenn jemand den Vorrang der Ehe vor gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften betont".

Medialer Kampf gegen den "Gender-Wahnsinn"

Die Diskussion über die "Ehe für alle" führe letztendlich zu "Polygamie und Polyamorie", meinte auch Jürgen Liminski, Moderator beim Deutschlandfunk, der sich vor allem der medialen Aufbereitung der konservativen Reizthemen widmete.

So sei die gleichgeschlechtliche Ehe nicht das "weltweite Grundrecht", als das sie dargestellt werde – nur 22 Länder erlaubten sie, 180 nicht. "Diese Zahlen werden sie nicht lesen oder hören." Das sei eine "Methode der Übertreibung", die zugleich auf emotionale Einzelfälle setze, aber nicht auf das Wesen der Ehe eingehe, die der "Natur des Menschen" entstammt und nicht "manipuliert" werden könne.



Leminski beklagte den "Trend" und die "Masche", dass katholische und evangelikale Christen, die sich für Ehe und Familie und "gegen den Gender-Wahnsinn" einsetzten, als rechtsradikal definiert würden: Mit "subtiler Verschwörungstheoretik" würden Menschen wie Birgit Kelle oder Hedwig von Beverfoerde in die Nähe von Nazis gerückt und stigmatisiert. Er verwies auf eine Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung über christliche Fundamentalisten, die nach Beschwerden aus dem Netz genommen worden sei und dem "Spiegel" eine einstweilige Verfügung eingebracht hätte, und auf ein "manipulatives Feature" des Bayrischen Rundfunks zur "APO von christlich-rechts" – "Machwerke klassischer Desinformation" wie zu Zeiten des KGB "mit dem Ziel, Andersdenkende mundtot zu machen", so Liminksi. In Wirklichkeit hatten die Autoren das Zusammenspiel fundamentalistischer und rechter Netzwerke fundiert analysiert.

Gleichzeitig beklagte Liminski eine "neue Intoleranz", so würde "im Namen der Nicht-Diskriminierung" die katholische Kirche gezwungen, ihre Haltung zur Homosexualität oder Frauenordination zu ändern. Journalisten seien überwiegend links, häufig "selbst betroffen" und ideologisch. Dagegen arbeite etwa der "Verein für faire Medien" (der Sender zu Bildungsplan & Co. mit Programmbeschwerden überhäuft), auch könne man sich "noch vernünftig informieren", etwa auf dem (AfD-nahen) Portal "Freie Welt": "Man muss halt filtern."

Nicht der Homosexuelle wird verfolgt, sondern der Christ

Ein weiterer Gast am Samstag war die Wiener Theologin Gudrun Kugler mit einem Vortrag über "Intoleranz im Namen der Toleranz"; sie versucht mit einer Beobachtungsstelle nicht nur, Gewalt gegen Christen oder Kirchen zu dokumentieren, sondern auch Kritik an reaktionären Äußerungen als eine Art Christenphobie darzustellen. "Homophob, fundamentalistisch, rechtsradikal oder intolerant" seien "Keulenbegriffe" für Menschen, die sich nur für "Vater, Mutter, Kinder" engagierten, meinte sie in Fulda.



Kugler ließ Bilder einspielen, etwa von Farbanschlägen auf Anti-Abtreibungsorganisationen oder von einem Straßengraffiti "Besetzt alle Kirchen – we will rise" – das wäre auch das Motto von Conchita Wurst gewesen, bog sie sich die eigene homophobe Welt mit einer Lüge zurecht. Christen würden "sozial diskriminiert bis hin zum sozialen Tod", meinte sie ernsthaft, man sei schon "einen Schritt weit in die Straße des Ausmerzens hinein gegangen".

So gebe es 42 Gesetze in 15 EU-Ländern, die die Religionsausübung einschränkten. Das bezog sie etwa darauf, dass Standesbeamte homosexuelle Paare trauen müssten. Auch würden die Elternrechte eingeschränkt. Kugler erinnerte an einen Fall aus Deutschland, in der Eltern gar in den Knast mussten – weil sie sich geweigert hatten, ein Bußgeld zu bezahlen, nachdem sie ihr Kind nicht zum Sexualkundeunterricht gelassen hatten (die "Besorgten Eltern" reden übrigens auch viel von diesem Fall, unterschlagen dabei aber oft die Zwischenstation des Bußgeldes).

Ferner beklagte Kugler eine Einschränkung der Meinungsfreiheit durch Gesetze gegen Hassrede in einigen europäischen Ländern – ihre zahlreichen Beispiele bezogen sich bemerkenswerterweise alle auf Aussagen zur Homosexualität. Und sie beklagte, dass immer mehr Länder Gleichbehandlungsgesetze einführten, die zur Folge hätten, dass christliche Bäcker oder Floristen verklagt werden könnten, wenn sie schwule oder lesbische Paare nicht bedienen wollten. Immerhin Deutschland habe hier die Religionsfreiheit im Antidiskriminierungsgesetz berücksichtigt (Paragraf 20, lesenswert), neue geplante EU-Richtlinien könnten das aber zunichte machen.

Drei "Drahtzieher" gebe es bei dieser "Intoleranz" gegenüber Christen, analysierte Kugler: "Radikale Feministinnen, radikale Genderisten und Atheisten und Humanisten". Die Genderisten wollten etwa "nicht nur die Homo-Ehe und die Adoption, sondern sie wollen auch volle gesellschaftliche Anerkennung. Sie können nicht damit leben, nur toleriert zu werden." Darum könnten sie nicht mit gesetzlichen Ausnahmen für Religionsgemeinschaften leben.

Von all diesen Strömungen würden Christen "in ein Ghetto gedrängt", so Kugler. Aus diesem müssten sie raus, hinein in Institutionen und Parteien, und für ihre Rechte kämpfen.

Geis übt Kritik an Karlsruhe

Dabei sind sie da längst. Am Sonntag redete sich der ehemalige CSU-Bundestagsabgeordnete Norbert Geis über die Homo-Ehe in Rage, bei einer Podiumsdiskussion unter Gleichgesinnten. Die Familie lebe und wirke am besten in die Zukunft, wenn sie aus "Vater und Mutter" bestehe und die "Grundlage" in der Ehe habe. "Und unter der Ehe verstehen wir die Verbindung von Mann und Frau und nicht von Mann und Mann und Frau und Frau."



Geis erinnerte sich an die Einführung von Eingetragenen Lebenspartnerschaften 2001: "Die Union war ziemlich geschlossen dagegen. Dann sind wir zum Verfassungsgericht gegangen." Karlsruhe habe dann festgestellt, dass der Staat andere Rechtsformen neben die Ehe stellen kann – "ich bin nicht der Meinung, dass das richtig ist", so Geis. Aber Karlsruhe habe damals "immerhin" festgestellt, dass Lebenspartnerschaft und Ehe nicht das gleiche sind.

In den Folgejahren habe Karlsruhe dann doch "das selbe" daraus gemacht, beklagte Geis. "Und das ist die große Gefahr, in der wir stecken. Unser höchstes Gericht begreift nicht, dass es auf einem Irrweg ist." Da klatschte der Saal, auch als Geis zum Kampf für die Ehe aus Mann und Frau aufrief. "Allen anderen Bewegungen und Interessen müssen wir uns heftig entgegenstellen", sagte er, "und wenn wir das tun, lassen wir uns deswegen nicht in die rechte Ecke stellen."

Die Podiumsdiskussion hätte dabei noch schlimmer ausfallen können: Skandal-Bischof Walter Mixa hatte bereits während der Woche seine Teilnahme aus gesundheitlichen Gründen abgesagt und der Salzburger Weihbischof Andreas Laun, der mehrfach mit kruden homophoben Äußerungen im Archiv von queer.de auftaucht, war am Samstag während des Kongresses zusammengebrochen (tatsächlich der Bischof, nicht sein Stuhl).

Abschluss mit homophobem Bischof und Resolution

Die Abschlussmesse im Dom las der Prager Kardinal Dominik Jaroslav Duka, der am Sonntag zugleich Schlagzeilen machte, weil er zwei Veranstaltungen zum Prager CSD in einer Pfarre untersagte, da homosexuelle Handlungen "innerlich ungeordnet" seien und "nicht gutgeheißen werden" könnten. 2011 hatte er sich sogar "traurig" über die CSD-Parade gezeigt, über die "Propagierung eines freien Lebensstils, der weder verantwortungsbewusst noch würdig noch schön" sei (queer.de berichtete).



Während des Wochenendes hat der Kongress noch eine Resolution verabschiedet, in der sich die Unterzeichner unter anderem verpflichten, "wo und wie immer möglich, den zerstörerischen Ideologien entgegenzutreten, die Ehe und Familie allgemein und konkret unsere Kinder und Jugendlichen in zunehmend intoleranter Weise bedrohen."

Mehr zum Thema:
» Bischof Huonder zur Homo-Ehe: Bibel sieht Todesstrafe vor (01.08.2015)
» Katholische Bischöfe treffen auf die Demo für alle (26.07.2015)
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Reaktionen zu "Fulda: Der Aufschrei der Erz-Homophoben"


 43 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
02.08.2015
22:02:48


(+1, 7 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Das war klar, daß Politoldie Geis bei dem Kongreß auch sein Unwesen trieb!


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#2
02.08.2015
22:03:56


(+4, 12 Votes)

Von Evchen B


Schön finde ich, dass alle hier so adrett, dynamisch und geisterfüllt aussehen und ihre offensichtliche Freude und Zuversicht am Glauben in die Welt tragen!
Bleibt nur noch, den Brüdern Laun und Mixa baldige Genesung (körperlich, geistig und geistlich) zu wünschen.


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#3
02.08.2015
22:19:36


(+15, 15 Votes)

Von American_alien
Aus Hannover (Niedersachsen)
Mitglied seit 18.09.2014


Dieser ganze Wust aus "Verführungs-und Sexualisierungsideologen", "frommen Christen", die hübsch Täter-Opfer-Umkehr betreiben, inkl. dem Poltergeis(t) und ein paar kath. Röckchenträgern ist nichts weiter als ein menschenfeindlicher Haufen Ewiggestrige, die zurück ins unaufgeklärte Mittelalter wollen und alles verurteilen, was nicht in ihr geistig umnachtetes Hinterstübchen passt.

Ein "Käfig voller Narren", wenn es nicht ernst wäre, zum Totlachen!


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#4
02.08.2015
22:21:32


(+14, 14 Votes)

Von metoo


Können diese Leute eigentlich an nichts anderes als an Sex denken? Die sind ja völlig sexbesessen ...


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#5
02.08.2015
22:26:09


(+13, 13 Votes)

Von Uschi


70 Jahre früher fanden solche Veranstaltungen in Nürnberg statt... Geändert hat sich nix...


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#6
02.08.2015
22:26:26


(+16, 16 Votes)

Von PFriedrich
Aus Trier (Rheinland-Pfalz)
Mitglied seit 19.02.2015


"... Auch in Fulda nahm er kein Blatt vor den Mund: Die "Gender-Ideologie" werde "aggresiv betrieben" und Gegner dieses "Unsinns" würden als "Fundamentalisten, Ewiggestrige, Homophobe, Rechtsradikale" bezeichnet, beklagte er. ..." -

"Mörder" hast du in deiner Aufzählung vergessen, Herr Münch, wie man jetzt an dem ermordeten Mädchen in Israel herzzerreißend sehen kann, potentielle Mörder und Mordhetzer treffen sich auf euren "Kongressen". Arschloch.


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#7
02.08.2015
23:25:07


(+10, 10 Votes)

Von American_alien
Aus Hannover (Niedersachsen)
Mitglied seit 18.09.2014


Ich frage mich manchmal echt, was diese Leute dazu ermuntert, so einen menschenverachtenden Stuss von sich zu geben.

Glauben die wirklich, was die da erzählen, oder läuft es letztendlich nur auf "Berühmtheit" und die Möglichkeit, evtl. damit Geld zu verdienen, hinaus?


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#8
02.08.2015
23:26:36


(+10, 10 Votes)

Von HonestAbe
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 24.06.2012


"da homosexuelle Handlungen "innerlich ungeordnet" seien"

Prust! :-D

Da kennt Kardinal Duka seinen eigenen Katechismus nicht. Da heißt es nämlich in selbiger Passage "objektiv ungeordnet" und nicht "innerlich ungeordnet", was den Sinn der Aussagen völlig verändert.

Noch ein Kracher? Auf fucking kath.net heißt es zuvor "Zwar verfüge eine nicht zu übersehende Anzahl von Männern und Frauen über angeborene homosexuelle Neigungen, weshalb sie mit "Achtung, Mit- und Zartgefühl" anzunehmen seien, betonte der Prager Erzbischof."

Zartgefühl, ja?
Schon verstanden, Herr Erzbischof! Sie wollen also Männer mit homosexuellen Neigungen "mit Zartgefühl annehmen"!

Was für ein lächerlicher Clown!

Oder aber - und das halte ich für wesentlich wahrscheinlicher - haben die Leute von KATHPRESS, Wien diese Aussagen peinlicherweise falsch übersetzt, weil sie den Katechismus selber nicht gelesen haben. Dieses ignorante Verhalten von Gläubigen gegenüber dem alles offenbarenden Hauptwerk ihrer menschenverachtenden Organisation kommt mir irgendie von "Mein Kampf" her bekannt vor.


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#9
02.08.2015
23:30:02


(+13, 13 Votes)

Von kuesschen11
Aus Darmstadt (Hessen)
Mitglied seit 26.08.2012


Der Ton dieser Deutschen Katholiken wird immer aggressiver und die Täter-Opfer-Umkehr ist ein Indikator für faschistoides, rechtes Gedankengut. Herr Geis braucht sich da nicht herauszureden.

Alle diese Klerikal-Katholiken stellen die Waffen gegen uns, werfen geistige Brandbomben, dabei fordern wir nur unsere Gleichberechtigung vor dem Gesetz ein.

Ich frage mich, wie weit soll diese Hetze gegen Menschengruppen noch voranschreiten und wie lange wird das anhalten?


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#10
03.08.2015
00:21:10


(+4, 6 Votes)

Von Daniel Flaccus
Antwort zu Kommentar #9 von kuesschen11


Keiner weiß wie Heterosexualität, Homosexualität, Bisexualität entsteht.

Link zu www.psychiatry.org

Was ist Heterosexualität?Der Stern hat einen interessanten kritischen Text verfasst.

Link zu www.stern.de

Behandele jeden so wie Du selbst behnadelt werden möchtest. Wenn Heterosexualität irgendwann als Krankheit anerkannt wird, müssten Heteros selbst wenn diese eine Mehrheit bilden dies akzeptieren und beweisen das man nicht krank ist.

Auch eine Mehrheit muss sich an Wissenschaft und Gesetze halten. LGBT's haben sich auch gefallen lassen müssen als krank zu gelten.

Nur weil man als hetero eine Mehrheit darstellt , bedeutet es nicht , dass man gegen Wissenschaft immun ist.


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