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  • 04.08.2015, 12:47h           34      Teilen:   |

Gary Bauer will christliche Konservative schützen

US-Republikaner liebäugelt mit homofreien Schutzgebieten


Gary Bauer war 2000 der Kandidat der religiösen Rechten im Präsidentschaftswahlkampf.


Was wäre, wenn Erz-Konservative Altötting zu einer Stadt erklären würden, in denen Schwule und Lesben keine Rechte haben? Genauso eine Idee hat nun ein ehemaliger amerikanischer Präsidentschaftskandidat für sein Heimatland.

Gary Bauer träumt. Der republikanische Präsidentschaftskandidat aus dem Jahr 2000, der heute in zwei christlich-fundamentalistischen Lobbygruppen aktiv ist, träumt von einer Stadt, in der er keine Atheisten, Homos oder arme Mexikaner sehen muss. Im Online-Magazin "American Thinker" zeigt er auf, wie er sich diese Traumwelt vorstellt:

Was wäre, wenn es Städte als Schutzgebiete für religiöse Konservative gibt?

Stellen Sie sich vor, wenn eine Stadt im konservativen Teil Amerikas – vielleicht Little Rock (Arkansas), Dallas (Texas) oder Bowling Green (Kentucky) – sich dafür entscheiden würden, ein Zufluchtsort für ungeborene Kinder zu werden und keine Lizenzen an Abtreibungskliniken verteilt?

Was, wenn eine Stadt ein Schutzgebiet für die zehn Gebote wird und sie in Schule, Büchereien und dem Amtsgericht offen zeigt?

Was, wenn eine Stadt entscheiden würde, dass es wichtig für Kinder ist, Mutter und Vater zu haben, und sich zu einem Schutzgebiet für die traditionelle Ehe erklärt und keine Ehescheine an gleichgeschlechtliche Paare ausgibt?

Das ist ein Scherz, aber nicht wirklich: Denn die Nachrichten zeigen, wie wichtig ein Zufluchtsort für Konservative ist.



Ein Beispiel hat er natürlich auch parat: Das christliche Ehepaar Aaron und Melissa Klein, das gemeinsam eine Bäckerei/Konditorei in Oregon betrieben hat, bis es sich weigerte, ein lesbisches Paar zu bedienen. Dieses verklagte die Bäcker wegen Diskriminierung und gewann (queer.de berichtete). Die religiöse Rechte zeigte sich empört und forderte, dass Christen weiterhin die Erlaubnis erhalten, Homo- oder Transsexuelle zu diskriminieren, weil diese Personen in der Bibel als schlecht dargestellt werden würden.

Bauer schließt mit der Vorhersage, dass Homos oder Ausländer bald die Herrschaft übernehmen und Christen an den Rand drücken könnten:

Erinnern Sie sich, als Liberale gesagt haben, dass man illegalen Einwanderern einen Aufenthaltsstatus gewähren sollte, um sie aus dem "Schatten der Gesellschaft" zu holen? Erinnern Sie sich, als Liberale darauf bestanden haben, dass Schwule die vollen Eherechte erhalten sollen, damit sie nicht mehr versteckt leben müssen?

Nun, diese Gruppen sind aus dem Schatten gekommen, aber ihr altes Versteck muss bald wieder gefüllt werden. Christen: Wenn Liberale ihr Ziel erreichen, müsst Ihr euch verstecken.



Zwar spricht der hysterische Politiker kaum für die Mehrheit der Republikaner, allerdings gibt es in der Partei nach wie vor eine große Abneigung gegenüber Menschen, die nicht den eigenen Ansprüchen entsprechen. Das führt dazu, dass im Vorwahlkampf unter den 17 Präsidentschaftswahlen der wild prahlende Milliardär Donald Trump mit Sprüchen gegen einwandernde Mexikaner ("Das sind Vergewaltiger!") an der Spitze der Umfragen liegt (keine Angst, das ändert sich; 2011 lag auch mal Michele Bachmann zwei Wochen an der Spitze).

Zuletzt berichtete das LGBT-Magazin "Washington Blade", dass die Parteiführung auf nationaler Ebene in Resolutionen bis Freitag darüber abstimmen wird, ob die Gesamtpartei die Ehe-Öffnung verurteilt und die Erwähnung von Homosexualität an Schulen ablehnen wird. Noch ist völlig unklar, ob es dafür eine Mehrheit gibt. (dk)

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Tags: gary bauer, republikaner, usa, ehe-öffnung
Schwerpunkte:
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Reaktionen zu "US-Republikaner liebäugelt mit homofreien Schutzgebieten"


 34 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
04.08.2015
13:06:45
Via Handy


(+12, 12 Votes)

Von Nico


Das zeigt nur wieder mal den Wahnsinn und Menschenhass der Homohasser und religiösen Fanatiker.

Und dass die Republikaner vor keinem Rechtspopulismus zurückschrecken.


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#2
04.08.2015
13:22:06


(+11, 13 Votes)

Von TheDad
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Wow..

Da denkt man immer, die haben das Ghetto erfunden um andere Menschen zu separieren und unterdrücken zu können..

Aber nein..
Sie wollen es nun sogar nutzen um sich selbst zu unterdrücken..

Und ihre Kinder ungestört zu verdummbibeln !


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#3
04.08.2015
14:09:07
Via Handy


(+11, 13 Votes)

Von Luca


>> Christen, wenn Liberale ihr Ziel erreichen, müsst Ihr euch verstecken.

Verfolgungswahn?

Es geht nur darum, dass GLBTI nicht mehr diskriminiert werden und dass auch Religionen nicht über dem Gesetz stehen. Das sollte eigentlich in einer Demokratie selbstverständlich sein. Aber die wollen ja gar keine Demokratie, sondern einen diktatorischen Gottesstaat.

Deren System der Macht kann nur funktionieren, wenn sie Hass schüren und unterdrücken können.


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#4
04.08.2015
16:42:11


(+7, 9 Votes)

Von Marek
Antwort zu Kommentar #3 von Luca


Diese Fanatiker werden nie kapieren, dass man nur weil man eine Gruppe nicht mehr diskriminiert nicht als Ersatz eine andere Gruppe diskriminiert.

Nicht jeder ist so wie die und muss vor lauter Frust andere zwanghaft diskriminieren.

Wenn er aber unbedingt einen Schutzraum für religiösen Fanatismus haben will, wo Diskriminerung und das Schüren von Hass gerne gesehen sind, so gibt es genug Staaten, wo das der Fall ist. Da kann er ja gerne hinziehen.


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#5
04.08.2015
16:47:40


(+8, 8 Votes)

Von Michael Menges


Ich mag ja die maskuline Gesichtsgestaltung ... Gott, sich selbst hassende Klemmschwestern sind echt eine Seuche ...


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#6
04.08.2015
16:52:50


(+9, 9 Votes)

Von Heiner


Ausgerechnet diejenigen, die am meisten gegen andere hetzen und anderen das Leben zur Hölle machen, fordern jetzt "Schutzgebiete" für ihren Hass.

Wieso müssen solche Deppen ihre Dummheit eigentlich auch noch immer so laut rausschreien?


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#7
04.08.2015
16:59:58


(+10, 10 Votes)

Von Julian 80


"Bauer schließt mit der Vorhersage, dass Homos oder Ausländer bald die Herrschaft übernehmen und Christen an den Rand drücken könnten"

Jaja, und nach den bösen Homos und Ausländern kommen dann noch die Außerirdischen, die ihn ins All entführen.


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#8
04.08.2015
18:28:37


(-4, 6 Votes)

Von Isaak


Wieder so ein Aufregerthema, das eigentlich keines ist. Bauer ist nämlich eine politisch absolut irrelevante Figur, deren einzig nennenswerter Bezug zur Republikanischen Partei darin besteht, die Vorwahlen für 2000 als Verkündigungs- und Selbstdarstellungsplattform genutzt zu haben, um dann nach nicht einmal 1% in New Hampshire aus dem Rennen zu scheiden. Das ist inzwischen auch schon 15 Jahre her, der evangelikale Einfluss auf die Partei ist seitdem massiv im Schwinden begriffen und auch für die Vorwahlen im kommenden Jahr verdichtet sich das Bild, dass Rechtsaußen-Schwärmer keine ernsthafte Chance haben werden.

Inhaltlich muss man die Bauer'sche Utopie natürlich vor allen Dingen als Juristenschelte und Koketterie begreifen, die auch weit über den LGBT-Themenkomplex hinausgeht. Das mit den öffentlich aufgestellten Zehn Geboten bezieht sich zum Beispiel ziemlich offensichtlich auf ein entsprechendes Urteil des Oklahoma Supreme Courts vom Monatsanfang, nach dem ein (privat gestiftetes) Monument zu Ehren der Gebote vor dem Regierungssitz entfernt werden muss. Das war eine ziemlich bittere Pille für die Verteidiger des Christentums - nachzulesen auch in der WaPo:

Link zu www.washingtonpost.com

Summa summarum: Nicht ernst nehmen. Tut die republikanische Führung auch nicht.


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#9
04.08.2015
21:11:12


(+7, 7 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015
Antwort zu Kommentar #8 von Isaak


Die Republikaner sind keine wählbare Partei, aus unserer sicht nicht und auch im sozialen, umweltsektor auch nicht.
Ich erwähne die aktuelle Gesetzesvorlage von Obama, was den Umweltschutz betrifft und ich bin mir sicher das die USA wieder keine Gesetze beckommen die den CO2 Austoß reduzieren.


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#10
05.08.2015
03:07:36


(-3, 5 Votes)

Von Isaak
Antwort zu Kommentar #9 von hugo1970


Beziehen Sie sich auf eine bestimmte Aussage meinerseits? Ich fürchte, ich stehe diesbezüglich etwas auf dem Schlauch.

Ihre Ausführungen mögen im Fazit richtig sein, doch sollte man stets bedenken: Die Republikaner sind vor allem deshalb keine wählbare Partei, weil sie schon grundsätzlich überhaupt keine Partei nach unserem mitteleuropäischen Parteienverständnis sind. Denn "Republikaner" ist ein Sammelbegriff für eine enorme Bandbreite an Ansichten und Haltungen, von klassisch konservativ über paläokonservativ, libertär, scharf rechts bis hin zu moderatem Wohlfühltraditionalismus in den Neuenglandstaaten. Kann man also kaum verallgemeinern und interessiert in den USA auch keinen Menschen. Abgeordnete, ja, auch Gouverneure wechseln Parteien gerne mal nach Lust und Laune (Charlie Crist als Beispiel) und man muss nicht einmal einer Partei angehören, um für diese als Präsidentschaftskandidat zu kandidieren. Deshalb finden sich alle vier Jahre auf beiden Seiten auch eine ganze Menge an Individuen ein, von Performance-Künstlern über Langzeitinhaftierte bis hin zu religiösen Fanatikern, denen es primär um Selbstdarstellung geht. In diese Gruppe lässt sich auch der erwähnte Bauer getrost zählen.

Aber weil die Republikaner keine Partei im eigentlichen Sinne sind kann man natürlich auch nicht republikanische Umwelt- oder Sozialpolitik dergestalt geißeln, wie Sie es hier versuchen. Denn eine klare Parteilinie existiert faktisch nicht. Was Sie vermutlich meinen ist die mehrheitliche Haltung der Republikaner im Repräsentantenhaus, aber auch hier gilt: Das sind zunächst einmal Individuen, die nicht über eine Liste oder Parteivorgaben sondern nach harten Vorwahlkämpfen allesamt direkt von den Bürgern gewählt werden und von denen einige halt ein (R) hinter ihrem Namen haben. Die sind dann meist etwas konservativer aber mit Sicherheit keine geschlossene und homogene Gruppe nach Art einer deutschen Bundestagsfraktion.


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