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Der brutale Überfall fand in einem Linienbus in Genua statt

Mehrere Personen schlugen einen heterosexuellen Mann brutal zusammen, weil sie ihn für schwul hielten – jetzt kämpft das Opfer um sein Leben.

Im norditalienischen Genua hat die Polizei Ermittlungen wegen versuchten Mordes aufgenommen, nachdem zwei Frauen und drei Männer vergangenen Monat einen 44-Jährigen und dessen Begleiter für ein schwules Paar hielten und sie in einem öffentlichen Bus zusammengeschlagen haben. Die Angreifer schlugen unter anderem auch auf den Kopf der Männer ein; sie benutzten dabei neben den Händen auch ihre Füße und sogar Eisenketten. Einer der Opfer befindet sich wegen des Angriffs derzeit in Lebensgefahr.

Wie die Zeitung "La Stampa" berichtet, hatte einer der Frauen die zwei heterosexuellen Männer für schwul gehalten und beschuldigt, ihren Freund angestarrt zu haben. Sie beschimpfte sie dann homophob und schlug gemeinsam mit ihren Begleitern zu.

Die beiden Opfer konnten zunächst mit Prellungen fliehen und nahmen schließlich ein Taxi nach Hause. Die nächsten Tage verschlechterte sich der Gesundheitszustand des 44-jährigen Mannes allerdings. Als er eine Woche nach dem Vorfall ins Krankenhaus ging, wurde eine Gehirnblutung als Folge von Schlägen auf den Kopf diagnostiziert. Die Ärzte führten sofort eine Notoperation durch und versetzten ihn in ein künstliches Koma. Der Mann ist zwar inzwischen aus dem Koma erwacht, sein Zustand soll aber nach wie vor lebensbedrohlich sein. Er könne derzeit weder Nahrung zu sich nehmen noch sprechen.

Anklage gegen Busfahrer

Bislang haben die Behörden nur Anklage gegen den Busfahrer wegen unterlassener Hilfeleistung erhoben. Der Mann hatte den brutalen Übergriff beobachtet, aber weder selbst eingegriffen noch die Polizei alarmiert. Nun sucht die Polizei nach den bislang unbekannten Tätern.

In Italien gibt es derzeit eine große öffentliche Debatte um die Anerkennung von Homo-Paaren. Die Mitte-Links-Regierung von Ministerpräsident Matteo Renzi hat versprochen, eingetragene Partnerschaften einzuführen, allerdings gibt es dagegen noch erheblichen Widerstand (queer.de berichtete). (dk)



#1 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 04.08.2015, 15:31h
  • "Homophobie" bzw. Hass auf Homos und Hassverbrechen sind kein Minderheitenproblem, sondern ein gesamtgesellschaftliches Desaster.
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#2 NicoAnonym
  • 04.08.2015, 16:01h

  • Schlimm!

    Spätestens jetzt müsste doch eigentlich ein Aufschrei durch Italien gehen...

    Die Homohasser sind in ganz Europa auf dem Vormarsch. Nicht nur wegen homophober Politiker und religiöser Fanatiker, sondern vor allem auch wegen der schweigenden Mehrheit, die tatenlos zusieht bzw. wegsieht.

    Die brauchen sich gar nicht rausreden, dass sie selbst das nicht so sehen - solange sie nichts dagegen unternehmen, machen auch sie sich mitschuldig.
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#3 yelimSEhemaliges Profil
  • 04.08.2015, 16:21h
  • In der vagen Hoffnung daß es eine Chance auf Genesung gibt: Alles Gute, tutti il migliore, Luca. Gute Besserung.
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#4 MarekAnonym
  • 04.08.2015, 16:36h
  • 1. Ich hoffe, dass der Mann überlebt und auch wieder ganz gesund wird.

    2. Diese Täter sind eine Gefahr für die Menschheit und gehören auf Lebenszeit eingesperrt.

    3. Der Busfahrer, der nichts unternommen hat und nicht mal die Polizei verständigt hat, ist offenbar nicht zur Personenbeförderung geeignet. Der sollte nie mehr einen Bus oder ein anderes Verkehrsmittel führen dürfen und gehört natürlich auch für seine unterlassene Hilfeleistung bestraft.

    4. Es muss sich endlich auch in Italien etwas ändern. Die brauchen die rechtliche Gleichstellung (damit LGBTI nicht schon per Gesetz Untermenschen sind), Bildungsprogramme (gerade auch mehr Aufklärung an Schulen), mediale Berichterstattung, Diskriminierungsschutz und Gesetze gegen Hassverbrechen.
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#5 Julian 80Anonym
  • 04.08.2015, 16:38h
  • Was muss noch alles passieren, ehe in Italien und ganz Europa endlich mal Politik und Gesellschaft aufwachen und sich endlich etwas ändert?!
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#6 HeinerAnonym
  • 04.08.2015, 16:47h
  • Ich hoffe, dass für das Opfer alles wieder gut wird und dass die Täter und auch der untätige Busfahrer, der nicht mal die Polizeit gerufen hat, mt aller Härte bestraft werden.

    Und hoffentlich gibt es wenigstens jetzt eine gesellschaftliche Debatte in Italien. Ich hoffe, dass die endlich kapieren, dass auch wenn die Katholiban sich nicht selbst ihre Hände schmutzig macht, sie doch zu den geistigen Brandstiftern zählt, die das Klima für solche Taten schaffen.

    Man muss aber auch noch mal darauf hinweisen, dass auf EU-Ebene schon seit Jahren einige Gesetze auf ihre Verabschiedung warten, die einen besseren Schutz vor Diskriminierung und Hassverbrechen bringen würden. Aber die werden maßgeblich vom übermächtigen Deutschland (also von CDU, CSU und SPD, davor auch FDP) blockiert.
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#7 MarekAnonym
  • 04.08.2015, 17:39h
  • Antwort auf #5 von Julian 80
  • Ich frage mich auch immer, wann dieser Wahnsinn endlich ein Ende hat.

    Vor dem Hintergrund solcher Taten finde ich es pervers, wie Pfaffen und homophobe Politiker immer noch Diskriminierung rechtfertigen und jeden Fortschritt blockieren.
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#8 sanscapote
  • 04.08.2015, 17:52h
  • Wir beide wuenschen den beiden Opfern und besonders dem einen in Lebensgefahr baldige Genesung.
    Es ist unfassbar, dass ein Mann, der Menschen befoerdert nicht eingriff. Auch dieser muss wegen unterlassener Hilfeleistung zur Rechenschaft vor den Kadi gezogen werden.
    Bei solchen Vergehen, wie auch denjenigen der Redner am Kongress in Fulda - da hilft nur die Kettensaege!
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#9 YannickAnonym
  • 04.08.2015, 18:27h
  • Mal ganz abgesehen davon, dass es sich hier nicht mal um einen Schwulen gehandelt hat. Aber egal, ob Irrtum oder nicht:

    wie wahnsinnig muss man im Kopf sein, um andere Menschen anzugreifen, nur weil die anders fühlen und lieben als man selbst...

    Solche Wahnsinnigen gehören weggesperrt.
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#10 SvenAnonym
  • 04.08.2015, 18:27h
  • Das ist echt ein Bericht den man den Fanatikern der Kirchen und Gendermainstreamfantasten aus dem alternativen Bereich um die Ohren hauen kann.

    "Be careful what you wish for!" Auch Dich könnte es dann treffen wenn die Hetze weiter geht.

    Hetero oder Homo interessiert dann nicht.

    Hoffentlich geht es dem Mann bald wieder besser. Zumindest kleine Schritte sind erkennbar.
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