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Transmann Alex Salinas, der als Kind im Kirchenchor sang, wurde wegen des Streits mit dem Bischof in ganz Spanien bekannt

Sieg für einen 21-jährigen Transmann aus Andalusien: Die katholische Kirche hält Transsexuelle nicht mehr grundsätzlich für ungeeignet, die Patenschaft eines Kindes zu übernehmen.

Rafael Zornoza Boy, der Bischof von Cádiz und Ceuta, hat nach heftigen Protesten einem Transsexuellen doch noch erlaubt, Taufpate zu sein. Das meldet die spanische Nachrichtenagentur EFE. Damit darf der 21-jährige Alex Salinas aus San Fernando in Andalusien, ein präoperativer Transmann, doch Pate seines vor wenigen Monaten geborenen Neffen werden.

Zunächst hatte der örtliche Pfarrer die Patenschaft abgelehnt. Der Bischof verteidigte daraufhin die Entscheidung in den spanischen Medien und warf dem Transsexuellen vor, dass sein "Lebensstil" nicht mit der Lehre der Kirche in Einklang gebracht werden könne (queer.de berichtete).

Das Verbot führte zu erheblichen öffentlichen Protesten, insbesondere in sozialen Medien. So unterzeichneten 35.000 Menschen eine Online-Petition, in der die Kirche aufgefordert wurde, das Verbot zurückzunehmen. Zudem kündigte die Mutter des Kindes an, ihren Sprössling so lange nicht taufen zu lassen, bis ihr Bruder Taufpate sein dürfe.

Transsexualität "etwas Neues für die Kirche"

Salinas, der sich als überzeugter Katholik bezeichnet, sagte am Wochenende, sein örtlicher Pfarrer habe ihn schließlich am Donnerstag angerufen und erklärt, dass er nach Rücksprache mit dem Bistum doch seine Patenschaft befürworten könne. Transsexualität sei nun mal "etwas Neues für die Kirche", habe er argumentiert; nur aus mangelndem Wissen sei die Verwirrung entstanden. Nachdem sich die Beteiligten über Transsexualität informiert hätten, hätten sie ihre Einwände fallengelassen. Nach dem Meinungswandel ist die Taufe nun für September geplant.

"Es ist weise, dass die Kirche ihre Meinung geändert hat. Sie hat ja 2.000 Jahre Erfahrung darin", kommentierte Carla Antonelli, die bekannteste transsexuelle Aktivistin Spaniens, die Entscheidung der Kirche. Antonelli, die für die Sozialistische Partei im Stadtrat von Madrid sitzt, erklärte weiter, dass Transsexuelle genauso Christen sein könnten wie alle anderen auch. "Und sie können gute oder schlechte Menschen sein", fügte sie an.

Die Kirche hat in der Vergangenheit auch Homosexuelle wegen ihrer sexuellen Orientierung als Taufpaten abgelehnt. Bekannt wurde etwa 2011 der Fall eines Schwulen, der die Patenschaft nicht übernehmen durfte, weil er einen Ehepartner hat und nach Ansicht seines Pfarrers "strikt unmoralisch" lebt (queer.de berichtete). Bislang hat sich die spanische Kirche nicht geäußert, ob nur Heterosexuelle das Patenamt übernehmen dürfen. (dk)



#1 Markus44Anonym
  • 10.08.2015, 14:55h
  • "Die Kirche hat in der Vergangenheit auch Homosexuelle wegen ihrer sexuellen Orientierung als Taufpaten abgelehnt. Bekannt wurde etwa 2011 der Fall eines Schwulen, der die Patenschaft nicht übernehmen durfte, weil er nach Ansicht seines Pfarrers wegen seiner sexuellen Orientierung "strikt unmoralisch" sei (queer.de berichtete). Bislang hat sich die Kirche nicht geäußert, ob nur Heterosexuelle das Patenamt übernehmen dürfen."

    --->
    Leider ist der Artikel so nicht richtig und wimmelt leider vor Verallgemeinerungen, insbesondere im letzten Absatz. Ich verteidige zwar ungern die Katholische Kirche, aber halte mich doch lieber an die Fakten.

    Sowohl transsexuelle Menschen als auch homosexuelle Menschen können nach der Lehre der römisch-katholische Kirche Taufpate sein. Es gibt im katholischen Katechismus noch sonstwo in den katholischen Verlautbarungen aus Rom ein Verbot für transsexuelle oder homosexuelle Menschen

    Denn es geht sowohl im Falle in Spanien als auch bei dem Fall von 2011 um eine falsche Einzelfallentscheidung eines katholischen Priesters, die nicht im Einklang mit der katholischen Lehre stand.

    Schade das die Queer hier verallgemeinernd berichtet und dadurch ein Stück an Glaubwürdigkeit in der Artikelarbeit verliert. Da habe ich hier schon bessere Artikel gelesen.
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#2 Reiserobby_MobilAnonym
#3 SebiAnonym
#4 Reiserobby_MobilAnonym
  • 10.08.2015, 15:53h
  • Antwort auf #1 von Markus44

  • Homosexuelle, die ihre Homosexualität nicht unterdrücken, verleumden oder entsagen, werden werden von den katholischen Theofaschisten massiv ausgegrenzt und regelrecht verteufelt,
    Predige hier also keine Lügen, du Theo-Faschisnus-Verharmloser!
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#5 Patroklos
#6 Reiserobby_MobilAnonym
#7 ursus
#8 toleranzAnonym
  • 10.08.2015, 16:37h
  • schön nett zu sehen wie TOLERANT die katholische KIRCHE zur letzten zeit geworden ist

    und da behauptet man doch immer noch manchmal, die kirche sei intolerant, verstaubt.....

    von wegen - die kirche denkt einfach nur in jahrhunderten, nicht in jahrzehnten!
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#9 YannickAnonym
  • 10.08.2015, 16:46h
  • >> Transsexualität "etwas Neues für die Kirche"

    ALLES, was nicht aus dem Mittelalter stammt und nicht mit deren totalitärem Menschenbild vereinbar ist, ist für die #Neuland.
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#10 TheDad