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  • 13.08.2015, 16:29h           3      Teilen:   |

Vorstoß der Regierung

Costa Rica will Homo-Paare rechtlich anerkennen

Präsident Luis Guillermo Solís hat versprochen, homosexuelle Paare rechtlich abzusichern
Präsident Luis Guillermo Solís hat versprochen, homosexuelle Paare rechtlich abzusichern

Die Regierung von Costa Rica hat am Mittwoch angekündigt, Lebenspartnerschaften für homo- wie heterosexuelle Paare einführen zu wollen. Damit löst der sozialdemokratische Präsident Luis Guillermo Solís, der seit einem Jahr im Amt ist, ein Wahlversprechen ein.

Mit dem Gesetzentwurf (PDF), der in Kürze dem Parlament vorgelegt werden soll, will die Regierung eine Art Lebenspartnerschaft etablieren, die von hetero- oder homosexuellen Paaren vor einem Richter geschlossen werden kann. Darin sind praktisch alle Rechte der Ehe enthalten, etwa im Erbschafts- oder Versicherungsrecht. Um die Lebenspartnerschaft zu schließen, müssen Paare allerdings nachweisen, dass sie seit mindestens drei Jahren eine Beziehung unterhalten.

2006 hatte der Oberste Gerichtshof von Costa Rica entschieden, dass der Staat gleichgeschlechtliche Beziehungen anerkennen darf. Seither gab es im Parlament mehrere Anläufe für Lebenspartnerschaften. 2013 öffneten die Abgeordneten die Ehe sogar aus Versehen, als ein linker Parlamentarier einen derartigen Paragrafen heimlich in ein Gesetz einfügte (queer.de berichtete). Allerdings stoppte ein Gericht die Anerkennung, weil die Ehe an anderer Stelle als Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau definiert sei (queer.de berichtete).

Insbesondere die katholische Kirche, der mehr als 70 Prozent der 4,5 Millionen Einwohner angehören, kämpft gegen die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Beziehungen. Erst vor einer Woche hatte Erzbischof José Rafael Quirós bei einer Predigt in Cartago erklärt, dass die heterosexuelle Ehe nicht durch Homo-Paare entwertet werden dürfte. Im Publik saß auch Präsident Solís.

Neben der Lebenspartnerschaft will die Regierung auch die künstliche Befruchtung legalisieren, die gegenwärtig im Land sowohl für Heterosexuelle als auch für lesbische Frauen verboten ist. Auch hier hat die Kirche ihren Widerstand angekündigt. (dk)

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Tags: costa rica, lebenspartnerschaft
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Reaktionen zu "Costa Rica will Homo-Paare rechtlich anerkennen"


 3 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
13.08.2015
16:34:00


(-2, 2 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Costa Rica ist Deutschland mit den Entscheidungen Deutschland wieder meilenweit enteilt!


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#2
13.08.2015
17:13:44


(+5, 7 Votes)

Von Marek


Schön, dass an immer mehr Orten Diskriminierung abgebaut wird.

Allerdings:
wieso in einer Zeit, wo alle die Ehe öffnen, noch eine Ehe 2. Klasse für Schwule und Lesben einführen? Die sollten lieber gleich die Ehe öffnen. Wir leben schließlich im Jahr 2015.


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#3
13.08.2015
17:15:30


(-1, 7 Votes)

Von Markus44


Sehr erfreulich wenn auch Costa Rica nunmehr ein Lebenspartnerschaftsinstitut erhält.

-----------------------------
Übrigens fast alle historisch links regierten Länder der Welt haben bis heute homosexuelle Paare nicht anerkannt: Venezuela, Kuba, Nicaragua, Vietnam, Kambodscha, China, Angola und Russland. Nirgendwo in diesen Länder gibt es ein Lebenspartnerschaftsinstitut oder eine Eheöffnung.

Soviel zum Thema, das mit linksideologischen Regierungen in den dortigen Ländern Menschenrechte gewahrt, Minderheitenrechte geschützt und homosexuelle Paare anerkannt werden.

Es sind vielmehr die demokratischen Länder, die liberal, sozialdemokratisch, linkskonservativ oder grün regiert werden, wo es LGBT-Fortschritte und Gleichstellung gibt.

WO aber linke Regierungen an der Macht sind und waren, geschah NICHTS an LGBT-Fortschritten auf der Welt.


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