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Der in New York City ansässige Weltsicherheitsrat wurde 1946 gegründet

Unter Führung der USA und Chile beschäftigt sich das UN-Gremium zum ersten Mal mit dem Schicksal von LGBT.
Am 24. August wird der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in einem informellen Treffen über die Angriffe der Terrormiliz "Islamischer Staat" auf Homosexuelle beraten. Das gab Samantha Power, die US-Botschafterin bei der UN, nach AFP-Angaben am Donnerstag bekannt. Die Amerikaner werden die Sitzung gemeinsam mit Chile leiten. Alle 193 Mitgliedsstaaten, die Interesse an dem Schicksal von LGBT hätten, können sich daran beteiligen. Die Botschafterin erwartet "viele Teilnehmer".

Laut Power soll bei dem Treffen über "die systematischen Übergriffe auf LGBT-Personen, die sich in vom IS kontrollierten Gebieten befinden", debattiert werden. "Das wird ein historisches Treffen sein. Es wird die erste Debatte im Sicherheitsrat über LGBT-Rechte", sagte Power. Es soll beraten werden, welchen Schutz die internationale Gemeinschaft Homo- und Transsexuellen bieten und wie sie gegen Vorurteile und Gewalt gegen sexuelle Minderheiten vorgehen kann.

Bei den Treffen sollen auch Männer aussagen, die wegen ihrer Homosexualität aus dem Irak oder Syrien flüchten mussten. Außerdem wird als Expertin Jessica Stern gehört, die Chefin der International Gay and Lesbian Rights Commission.

Vermehrt Berichte von Hinrichtungen

In den letzten Monaten hat der IS immer wieder Bilder oder Videos von brutalen Hinrichtungen veröffentlicht, die mit einer angeblichen Homosexualität der Opfer begründet wurden. Zuletzt veröffentlichte die Terrororganisation Bilder, in denen gezeigt wird, wie ein angeblich schwuler Mann von einem hohen Silo geworfen wird (queer.de berichtete)

Anfang des Jahres gab es Medienberichte, wonach der "Islamische Staat" ein Strafrecht beschlossen hat, das den Tod für Homosexualität vorsieht (queer.de berichtete). Mit dem Tod werden auch Ehebruch, der Abfall vom Glauben und das Spionieren für den Gegner bestraft, ebenso wie Mord und Blasphemie. Für einige Taten werden speziell Steinigung (Ehebruch) oder Kreuzigung (Raubmord) vorgesehen. (dk)



#1 hugo1970Profil
  • 14.08.2015, 14:29hPyrbaum
  • Und was für Folgen werden dann folgen?, nähmlich keine.
    So lange Diktaturen in allen UNO Institutionen sind wird sich nichts ändern, im Gegenteil.
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#2 goddamn liberalAnonym
  • 14.08.2015, 15:51h
  • Antwort auf #1 von hugo1970
  • ich sehe das auch und in erster Linie als eine Mahnung nach Innen.

    An die Huonders, die schwärmerisch alte Schriften aus primitiven Kulturen zitieren, in denen wir mit blutigem Mord bedroht werden.

    An die von Beverfoerdes, die von Krieg, Schlacht und Kampf faseln.

    Sie fischen kulturgeschichtlich in denselben trüben Quellen wie der IS.

    Die Decke der Zivilisation ist fragil.
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#3 TritonAnonym
#4 seb1983
  • 14.08.2015, 16:27h
  • Antwort auf #3 von Triton
  • In der Region passieren täglich Massaker. Ob es nun Jesiden, "untreue" Frauen, Kinder, Schwule oder sonstwer sind.

    Ich sehe das auch eher als ein "warmmachen" bezüglich schwuler Themen in der UN.

    In ferner Zukunft, wenn dort unten eine halbwegs staatliche Ordnung herrscht, dürfen Schwule immerhin darauf hoffen "nur" ins Gefängnis gesteckt zu werden statt gelyncht. Mehr ist dort die nächsten 100 Jahre nicht drin.
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#5 TritonAnonym
  • 14.08.2015, 16:50h
  • Antwort auf #4 von seb1983
  • Natürlich muss man die UN und ihre Gremien objektiv und von daher kritisch sehen - die Mehrheit der Staaten im sogenannten "UN-Menschenrechtsrat" praktizieren die Todesstrafe für Homosexuelle - im "Menschenrechtsrat" sind so "Rechtsstaaten" wie Saudi-Arabien vertreten, von daher darf man sich bei so manchen Aktionen der UN nicht wundern.
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#6 goddamn liberalAnonym
  • 14.08.2015, 16:52h
  • Antwort auf #4 von seb1983
  • Fakten, Fakten, Fakten.

    In der Region liegt auch die Türkei.

    Da ist Homosexualität seit 1858 straffrei.

    Die Rechtsgeschichte Deutschlands sieht anders aus.

    Aber hier wie in der Türkei sind rechte Kräfte mit frommem Mützchen die größte Gefahr für unsereinem.

    Ich freu mich übrigens darüber, dass mittlerweile unsere Menschenrechte bei der UN eine Rolle spielen.

    Wir galten lange genug als rechtlose Untermenschen.
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#7 Traurig genugAnonym
  • 14.08.2015, 17:22h
  • "beschäftigt sich das UN-Gremium zum ersten Mal mit dem Schicksal von LGBT."

    Traurig genug...
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#8 seb1983
#9 Shinkaishi
  • 14.08.2015, 17:51h
  • Antwort auf #6 von goddamn liberal
  • Gerade die Türkei finde ich hier sehr bedenklich...

    Der CSD wird verboten und von Polizeikräften gewaltsam gestoppt, Regerierungsbeamte zeigen Nazisympathien und Holokaustleugnung, Erdogans eigene Verwandtschaft soll in die Umtriebe des IS indirekt verwickelt sein (Handel, Versorgung der IS Kämpfer in türkischen Krankenhäusern) und statt massiv gegen den IS vorzugehen wird vor allem der Kampf gegen die Kurdne vorangetrieben...

    Das Osmanische Reich entkriminalisierte Homosexualität, Attatürk setzte mit viel Aufwand eine Säkularisierung durch, dieses Erbe wird im Moment von der Erdogan Regierung verspielt...

    Und Präsident Obama lässt die Türken gegen die Kurden, die bisher mit sehr viel Einsatz gegen den IS kämpften gewähren...

    So sehr ich Obamas Unterstützung von GLBT Rechten schätze, seine Nahostpolitik scheint mir nur insofern zu rechtfertigen, dass er hier die eh schon sehr überstrapazierten Amerikanischen Finanzen schonen will, ich hoffe dass dies nicht noch alle sehr viel teurer zu stehen kommt...

    Der IS brüstet sich darüberhinaus damit, dass seine Leute bereits unter den Flüchtlingen sind die nach Europa strömen.
    Mit anderen Worten, es besteht die Gefahr dass hier noch sehr viel mehr Aufruhr entsteht, wenn dadurch rechtsextreme Kräfte bei uns Aufwind bekommen.

    Die gesamte Situation ist hoch gefährlich und unsere Mittel, in Europa wie in Amerika sind bereits sehr strapaziert...

    Ich hoffe dass es hier vielleicht zu UN weiten weitaus effektiveren Schritten gegen den IS kommt, ich weiß allerdings nicht wie realistisch das ist...
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#10 goddamn liberalAnonym