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David Denson hofft, dass ihm das Coming-out hilft, ein selbstbewussterer, besserer Sportler zu sein

David Denson von den Milwaukee Brewers spielt in einer Regionalliga – und hat seine eigentliche Karriere noch vor sich.

In den USA hat sich am Wochenende, in einem Gespräch mit seiner Lokalzeitung, erstmals ein Baseballspieler während seiner Karriere geoutet. Der 20-jährige David Denson spielt bei den Milwaukee Brewers in der Pioneer League. Entsprechende Regionalligen des Minor League Baseball gelten für Spieler als Vorstufe zur verbundenen Hauptliga Major League Baseball (MLB).

Dem "Milwaukee Journal-Sentinel" sagte Denson, er habe lange überlegt, wann und wie er sich outen solle. Dann habe ihn ein Mitspieler in der Kabine scherzhaft als "Schwuchtel" bezeichnet. "Sei vorsichtig, was du sagst. Du kannst es nie wissen", sei seine Antwort gewesen. In Folge habe er vor der Mannschaft sein Coming-out gehabt und viel Unterstützung erhalten.

Er habe aber gespürt, dass das nicht ausreiche, die Wahrheit auch in die Öffentlichkeit gehöre. Daher habe er sich mit Billy Bean, einem früheren Baseball-Profi, der sich nach der Karriere outete und inzwischen Diversity-Botschafter der Liga ist, lange über den richtigen Weg unterhalten.

Denson hatte vor dem Coming-out mit den Eigentümern des Clubs gesprochen. Für sie mache die sexuelle Orientierung keinen Unterschied, betonten sie, das Ziel sei weiter, für ihn einen großen Club zu finden. Vor dem Coming-out war es spielerisch schlecht gelaufen für Denson, der von psychischen Problemen berichtet – er habe schon von seinem Schwulsein gewusst, als er zum Team kam, und dann ein kräftezehrendes Versteckspiel aufgeführt. Nach dem Coming-out konnte er seine Leistung steigern und wurde zum wichtigsten Spieler des Teams gewählt.

Bisher haben sich nur zwei Profi-Baseballspieler geoutet, Glenn Burke und Bean, beide nach dem Ende ihrer Karriere. Im Juni outete sich noch der Pitcher Sean Conroy von den Sonoma Stompers, die aber zu der von der MLB unabhängigen Liga Pacific Association gehören.



#1 Patroklos
  • 16.08.2015, 18:20h
  • Erst der Rugbyspieler Keegan Hirst und jetzt auch der Baseballspieler David Benson - viele Sportler sollten sich an den beiden ein Beispiel nehmen und vor allem die deutschen Profifußballer, die bisher immer noch ein Schrankschwesterndasein fristen!
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#2 hugo1970Profil
  • 16.08.2015, 18:40hPyrbaum
  • Herzlichen Glückwunsch zu Seinem Wahren Ich Beckennen und ich wünsche Ihm alles Gute in Seinem weiteren Lebenslauf.

    Wir brauchen einfach mehr sollche Beispiele, die den ewiggvorgestrigen zeigen, das sie, die hetzer einer Minderheit gehören und nicht wir, die die Welt zu einer besseren Welt verändern wollen.
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#3 SebiAnonym
  • 16.08.2015, 20:14h
  • Prima!

    Immer mehr Sportler verleugnen sich nicht mehr selbst und hören auf, ihren Fans eine peinliche Schmierenkomödie vorzuspielen.

    Ich wünschte, deutsche Sportler würden das auch tun.

    Es ist nicht schlimm, schwul zu sein. Es ist nur schlimm, seine Fans zu belügen...
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#4 hugo1970Profil
#5 EhlaAnonym
  • 17.08.2015, 12:27h

  • Sehr gut. Jugendliche die sich nicht zu "outen" trauen, brauchen solche Vorbilder!
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#6 UlliAnonym