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Nach abschätzigen Äußerungen über Regenbogenfamilien

Dolce entschuldigt sich


Domenico Dolce (li.) und Stefano Gabbana versichern, dass sie doch nichts gegen Regenbogenfamilien haben

Fünf Monate nach seinen abwertenden Äußerungen über Regenbogenfamilien und diversen Boykottaufrufen entschuldigt sich der italienische Modemacher.

Modemacher Domenico Dolce hat sich im Magazin "Vogue" für seine umstrittenen Kommentare entschuldigt. Im März hatte er zusammen mit seinem Partner Stefano Gabbana erklärt, dass Homo-Paare keine Kinder großziehen sollen. Dolce benutzte dabei abwertende Bezeichnungen wie "synthetische Nachfahren" (queer.de berichtete).

"Es tut mir so leid. Ich hatte nicht die Absicht, irgendjemanden zu beleidigen", erklärte Dolce jetzt in Mailand. "Ich habe mit Stefano viel darüber gesprochen. Ich habe festgestellt, dass meine Worte nicht in Ordnung waren und entschuldige mich." Durch künstliche Befruchtung entstandene Kinder seien "nur Kinder", so Dolce weiter. Kinder müssten nicht mit einem Label versehen werden.

Weiter sagte er, jeder solle selbst entscheiden, in welcher Familie er leben wolle. "Ich weiß nicht alles über künstliche Befruchtung, aber ich finde es toll, wenn Menschen glücklich sind. Das ist wie Medizin. Die Wissenschaft existiert, um Menschen zu helfen." Seine früheren Äußerungen seien auf seine Erziehung zurückzuführen, so der regelmäßige Kirchgänger. Der Katholizismus sei nun mal "unsere Tradition".

Gabbana beklagt italienische Politik gegenüber Regenbogenfamilien

Gabbana, der mit Dolce bis 2005 insgesamt 20 Jahre lang auch privat liiert gewesen war, ergänzte in dem Interview, dass er selbst gerne ein Vater geworden wäre. "Aber das ist nicht möglich in Italien", so der 52-Jährige. "Ich hatte darüber nachgedacht, nach Kalifornien zu gehen und ein Baby zu haben, aber ich konnte es nicht zurückbringen nach Italien, weil man den Pass der Mutter braucht. Ich habe mich wegen einer Adoption in Italien erkundigt. Aber es ist schwierig für ein Hetero-Paar hierzulande – stellen Sie sich vor, was mit Schwulen ist." Vor vier Monaten hatte Gabbana in dem berüchtigten "Panorama"-Interview noch verkündet: "Die einzige Familie ist die traditionelle."

Bereits kurz nach dem verhängnisvollen Interview im März hatten Dolce und Gabbana via CNN Schadensbegrenzung versucht, sich aber nicht entschuldigt (queer.de berichtete). Ihre gemeinsame Luxusmarke hat unter der Kontroverse gelitten, nachdem Elton John zu einem Boykott aufgerufen hatte. Mehrere weitere Promis schlossen sich diesem Aufruf an, darunter die Sänger Ricky Martin, Victoria Beckham und Courtney Love, Fernsehproduzent Ryan Murphy ("Glee", "Nip/Tuck"), Schauspieler John Barrowman ("Torchwood") und Ex-Tennisprofi Martina Navratilova. (dk)



#1 KirchgaengerAnonym
  • 17.08.2015, 13:57h
  • Jetzt geht wohl den beiden Schwestern gehörig die Muffe. Für Umsatzsteigerung ist denen auch nichts zu blöd. Auch noch Kirchgänger? Vielleicht auch noch ein paar Verhältnisse im Vatikan, da muß man ja bigott sein - wie die alle.
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#2 HonestAbeProfil
  • 17.08.2015, 14:10hBonn
  • "Ich hatte nicht die Absicht, irgendjemanden zu beleidigen"

    Was denn dann? Doch nicht etwa die Absicht, sich selbst zu Erhöhen, indem man andere niedermacht?

    "Es tut mir so leid."

    Das glaube ich dir mal, obwohl mit diesem pawlowschen "das hab ich doch gar so gemeint" Reflexzusatz immer alles so einen faden Beigeschmack behält.

    Naja, hoffen wir mal auf ein echtes "vom Saulus zum Paulus" - wohlgemerkt nur im sprichtwörtlichen Sinne. Den biblischen St. Paulus verachte ich zutiefst.
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#3 TheDad
  • 17.08.2015, 14:18h
  • ""Ich habe festgestellt, dass meine Worte nicht in Ordnung waren und entschuldige mich."""..

    Man KANN sich nicht "entschuldigen"..

    Man kann darum BITTEN !
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#4 Patroklos
#5 NicoAnonym
  • 17.08.2015, 14:30h

  • Wenn eine Entschuldigung 5 Monate dauert, dann geschieht das nicht aus Überzeugung, sondern nur, weil sich mittlerweile absehen lässt, dass es einen finanziellen Schaden gibt und die gesunkene Nachfrage sich nicht wieder erholt.

    Das ist keine aufrichtige, ehrlich gemeinte Entschuldigung, sondern da geht es nur darum, den eigenen finanziellen Schaden dieser beiden Multi-Millionäre zu begrenzen.
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#6 lucdfProfil
  • 17.08.2015, 14:34hköln
  • Dolce entschuldigt sich?
    Zu spät mein Lieber! Wir mögen dich nicht und deine Klamotten kannst du nach Russland exportieren.
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#7 Markus44Anonym
#8 SebiAnonym
#9 EhlaAnonym
  • 17.08.2015, 15:47h

  • Und jetzt boykottieren wir Müllermilch wegen dem homophoben Gabalier!!! Außerdem hab ich gehört, dass sie heimlich die NPD finanzieren was aber zu Müllermilch passt.

    Ich kaufe schon längst keine Müllermilch mehr und habe schon anderen erfolgreich davon abgeraten.
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#10 NoMercyAnonym