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  • 21. Februar 2005, noch kein Kommentar

Die 19. Teddy Awards mussten zwar ohne große Gala auskommen, dennoch wurden die besten Homo-Filme des Jahres ausgezeichnet.

Von Jan Gebauer

Die 19. Teddy Awards, die seit 1987 verliehenen Preise für Homo-Filme im Rahmen der Berlinale, wurden am Freitag (18. Februar) verliehen. Die mit je 3000 Euro dotierten Preise wurden in drei Kategorien vergeben: Bester Kurzfilm, Bester Dokumentar-/Essayfilm und Bester Spielfilm. Die neun Mitglieder der Teddy-Jury, die aus dem Kreis schwuler oder lesbischer Filmfestivalmacher gewählt wurden, sichteten 40 Filme aller Sektionen des Festivals, die in einem schwulen, lesbischen und/oder transgender Kontext standen. Danach nominierte die Jury drei Filme aus jeder Kategorie. Die angekündigte Teddy-Gala in der Columbiahalle mit Fernsehaufzeichnung und großem Unterhaltungsprogramm fand aufgrund von Geldmangel nicht statt (queer.de berichtete).

Das spanische Drama "Un ano sin amor" von Anahi Berneri wurde als bester schwul-lesbischer Spielfilm ausgezeichnet. Der Film schildert die Leidensgeschichte eines Aidskranken. "Für ein atmosphärisch dichtes Portrait eines Mannes, seine Auseinandersetzung mit Einsamkeit und Aids. Ein kompromissloser Film, der sein Publikum herausfordert", verkündigte die Jury auf der offiziellen Teddy-Homepage.

Der Schweizer Film "Katzenball" von Veronika Minder hat den Preis als bester schwul-lesbischer Dokumentarfilm erhalten. Das Werk erzählt die Geschichten lesbischer Frauen in der Schweiz gestern und heute: Ihre Beziehungen und internationalen Netzwerke, ihre Suche nach Identität, ihre oft geheimen Treffpunkte. Der Film werfe "einen einfühlsamen und humorvollen Blick auf die lesbische Seite der Schweiz", schreibt die Jury.

Ausgezeichnet wurde auch der US-Kurzfilm "The Intervention" von US-Filmemacher Jay Duplass. "Für die verblüffende und freche Darstellung eines Outings, das durch seine Geradlinigkeit und Unmittelbarkeit besticht", war der Film für die Jury in der Kategorie "Bester Kurzfilm" preiswürdig. "The Invervention" erhielt ferner den Silbernen Bären der Berlinale in gleicher Kategorie.

Als Sonderpreis wurde eine Auszeichnung der Leser der Zeitschrift "Siegessäule", dem Schwulen-Magazin Berlins, vergeben. Der mit 1.000 Euro dotierte Preis ging an "Transamerica" von Duncan Tucker. In dem Film wird gefühlvoll die Geschichte eines Vaters beschrieben, der sich nach vielen Jahren zu einer Geschlechtsanpassung entscheidet und sich diesbezüglich auch mit seiner Familie auseinander setzen muss.

21. Februar 2005