Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?24424

Bondage-Kleid aus der Pre-Fall-2015-Kollektion von Hervé Leger (Bild: Hervé Leger by Max Azria)

Die Modemarke Hervé Leger sei nur für schlanke, junge Heteras gedacht, erklärte Vertriebsdirektor Patrick Couderc in einem Interview – darauf musste er seinen Hut nehmen.

Die internationale Modemarke Hervé Leger muss sich nach einem neuen leitenden Mitarbeiter umsehen. Patrick Couderc, der bisherige Vertriebsdirektor des Labels in Großbritannien, wurde nach diskriminierenden Äußerungen entlassen.

In einem Interview mit der britischen "Mail of Sunday" hatte Couderc die Zielgruppe des Unternehmens definiert – und dabei lesbische, füllige und ältere Frauen ausgeschlossen.

Wörtlich sagte der Manager etwa: "Wenn du eine bekennende Lesbe bist und dein ganzes Leben lang Hosen trägst, wirst du niemals ein Kleid von Leger kaufen. Die wollen eher burschikos und gemütlich aussehen." Auch "üppige Frauen mit breiten Hüften und wenig Brust" sollten die rund 2.000 Euro teuren Kleider besser nicht tragen.

Nur für "Menschen mit einer Expertise"

Für ältere Frauen sei die Mode von Hervé Leger ebenfalls nicht gedacht, sagte Couderc: "Was sie nicht sehen, ist dass ihr Dekolletée zwei Inches zu tief hängt, weil sie 55 sind. Dann sei es Zeit, nicht mehr alles so zu präsentieren als sei man 23." Insgesamt wünsche er sich, dass die Kleider von "Menschen mit einer Expertise" getragen würden.

Der Konzern des tunesisch-amerikanischen Designers Max Azria distanzierte sich prompt von den Aussagen. "Die Marke Hervé Leger by Max Azria und ihr Mutterunternehmen, die BCBGMAXAZRIA Group, sind schockiert und empört über Patrick Coudercs Kommentare in der Mail on Sunday", ließ das Unternehmen am Dienstag verlauten. "Diese Statements reflektieren in keinster Weise die Ideale oder Ansichten beider Firmen, und Couderc gehört nicht mehr zum Unternehmen."

Die US-Künstlerin Margaret Cho und Aktivisten hatten zuvor wegen des Interviews zu einem Boykott von Hervé Leger aufgerufen.

Hervé Leger wurde 1985 vom französischen Designer Hervé Peugnet gegründet und Ende der 1990er-Jahre von Max Azria übernommen. Die Modemarke ist für ihre elastischen "Bondage-Kleider" bekannt, die mit Spandex-Einlagen die Figur formen. Zu den Fans von Hervé Leger gehören u.a. Nicki Minaj, Rihanna und Caitlyn Jenner. Bislang wurden die Kleider aber auch von kurvigeren Promis wie Jennifer Lopez oder Kim Kardashian getragen. (cw)



#1 ollinaieProfil
  • 19.08.2015, 08:12hSeligenstadt
  • Konsequente und richtige Reaktion. Ar***löcher weg von der Macht. So muss das sein!

    Werde mir zukünftig leider trotzdem keine Kleider von Hervé Leger anziehen.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 NinoAnonym
#3 HomoAnonym
#4 AndiAnonym
  • 19.08.2015, 09:27h
  • Antwort auf #3 von Homo
  • Die Erfahrung musste ich leider auch schon oft machen.
    Einige schwule Männer (keine Pauschalisierung) haben offenbar Probleme mit lesbischen Frauen.

    Zum Artikel: Super, dass das Unternehmen sofort etwas unternimmt und wundervoll, dass Margaret nach wie vor neben wunderbarer Comedy Aktivismus betreibt.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Patroklos
  • 19.08.2015, 09:37h
  • Sehr gut, daß Herr Couderc seine Koffer packen und die längste Zeit Mitarbeiter dieses Labels war! Jeder Mitarbeiter, der eine Führungsposition im Unternehmen einnimmt und meint, LGBTIPAs mit unflätigen Worten zu diskriminieren, sollte fristlos gefeuert werden!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 DeshanAnonym
  • 19.08.2015, 10:44h
  • Wenn er mal kurz an Mike Jeffries von "Abercrombie and Fitch" gedacht hätte, wäre ihm vielleicht aufgefallen, dass solche Aussagen in der Öffentlichkeit gar nicht gut ankommen ...
  • Antworten » | Direktlink »
#7 viceversaAnonym
#8 BorchiAnonym
#9 ThorinAnonym
  • 19.08.2015, 13:04h
  • Antwort auf #7 von viceversa
  • Auf jeden Fall, Lesben sind fast immer gegen Männer(-rechte), besonders gegen Schwule! Versuch mal als Mann in eine lesbische Bar reinzukommen und die hetzen die Polizei auf dich. Eine Schwulenbar hingegen ist für alle offen.
  • Antworten » | Direktlink »