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  • 22.08.2015, 14:15h           47      Teilen:   |

Veranstaltung der Frauen-Union

Düsseldorf: Lesung von Birgit Kelle lockte Rechtsradikale an

Plakat zur Veranstaltung in Düsseldorf
Plakat zur Veranstaltung in Düsseldorf

Die umstrittene Veranstaltung der Frauen-Union am Freitagabend in einem städtischen Gymnasium wurde von rechtsextremen Agitatoren dominiert.

Auf Einladung der Frauen-Union las die homophobe und rechtspopulistische Autorin Birgit Kelle am Freitagabend im Düsseldorfer Gymnasium Koblenzer Straße aus ihrem populistischen Bestseller "Gender-Gaga". Nach einem Bericht der lokalen Internetzeitung "report-D" wurde die Veranstaltung von Rechtsradikalen "als Plattform für ihre muslim- und amerikafeindliche Propaganda" missbraucht.

"Während im Saal ein Polizist Schutz zu gewähren glaubte vor den linken oder homosexuellen Angreifern – die niemals vorhatten, zu kommen – gingen rechtsextreme Agitatoren auf dem Parkplatz vor dem Saal völlig ungestört ans Werk", schreibt das Düsseldorfer Onlineportal. So seien Broschüren an die Autos geklemmt worden, in denen die Flüchtlingswelle als Mittel US-amerikanischer Geostrategen bezeichnet wurde.

Im Saal musste sich die CDU-Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der örtlichen Frauen-Union, Sylvia Pantel, laut "report-D" mehrfach von muslimfeindlichen Redebeiträgen distanzieren. Insgesamt waren rund 180 Menschen ihrer Einladung gefolgt. Kelle-Kritiker waren in der Minderheit.

Birgit Kelle, die u.a. für den "Focus" und die rechte Zeitung "Junge Freiheit" schreibt und mit ihren Thesen auf der homophoben "Demo für alle" ebenso begehrter Gast ist wie in Talkshows, behauptete in der Lesung, dass Lesben und Schwule der Mehrheit – "ganz normalen Familien" – ihre Werte und Lebensvorstellungen aufoktroyieren wollten.

Im Vorfeld hatte u.a. das Forum Düsseldorfer Lesben-, Schwulen- und Trans*-Gruppe Pantel gebeten, die Lesung abzusagen und sich "nicht von Frau Kelle vor ihren Karren spannen" zu lassen, "damit diese auf Kosten der Volkspartei CDU Stimmung macht gegen eine moderne Gesellschaft" (queer.de berichtete). Zwischenzeitlich hatte sich auch das Schulamt eingeschaltet, die Veranstaltung jedoch zugelassen. (cw)

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Tags: birgit kelle, düsseldorf, frauenunion, sylvia pantel
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Reaktionen zu "Düsseldorf: Lesung von Birgit Kelle lockte Rechtsradikale an"


 47 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
22.08.2015
15:19:41


(-13, 15 Votes)

Von Serkan


"...hat aber auch starke Diskussionsmomente."

"...es gab spannende Ansätze an diesem Abend.
Wenn es doch nur öfter gelänge, miteinander und nicht bloß übereinander zu reden."

Na also.


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#2
22.08.2015
15:31:54
Via Handy


(+14, 14 Votes)

Von Marc


Für jeden gesellschaftswissenschaftlichen Unterricht in Deutschland ist "Kontroversität" vorgeschrieben: Was in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert wird, muss auch den Schülern in seiner "Kontroversität" vor Augen geführt und mit ihnen diskutiert werden. Diese Veranstaltung hier - in einer Schule! - war laut Titel und Teilnehmern an Einseitigkeit nicht zu überbieten. Keller musste sich ja argumentativ keiner Gegner erwehren, sondern bekam von der FrauenUnion ein dankbares, gleichgesinntes Forum. Wie verantwortet das der Schulleiter dieses Gymnasiums eigentlich? Wie bringt er das mit seinem gesetzlichen Bildungsauftrag zusammen?


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#3
22.08.2015
15:35:40


(+12, 12 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


Die Folgen dieser erzreligiösen rechten neokonservativen neofaschisten kennen wir, vermehrt Angriffe auf Flüchtlingsheimen.


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#4
22.08.2015
15:57:16


(+15, 15 Votes)

Von Ralf


Seit Jahrtausenden oktroyieren miltante Heten wie Frau Kelle uns auf, wie und wohin wir uns sexuell, emotional und mental zu orientieren haben. Das akzeptieren wir heute halt nicht mehr. Und das ist Frau Kelles und ihrer Gesinnungsgenossen ganzes Problem: Freiheit und Vielfalt passen nicht in ihr christlich-totalitaristisches Weltbild.


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#5
22.08.2015
15:57:40


(+10, 12 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013


Ist doch super, daß da ganz klar sichtbar wird, wessen Sympathien Kelle und Konsorten haben.
Vielleicht denkt das Schulamt ja für zukünftige Auftritte dieser Art nochmal darüber nach, ob eine Schule der richtige Ort für rechte Propaganda ist.


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#6
22.08.2015
17:30:40


(+14, 14 Votes)

Von Yannick


Ist doch klar, dass braunes Gedankengut auch Nazis anlockt.

Und sowas darf in einer staatlich finanzierten Schule stattfinden...

So weit ist es in Deutschland schon...


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#7
22.08.2015
17:38:03


(+7, 11 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Birgit Kelle selbst behauptete in der Lesung, dass Lesben und Schwule der Mehrheit "ganz normalen Familien" ihre Werte und Lebensvorstellungen aufoktroyieren wollten.

Da sieht man mal wieder die Dumm- und Falschheit dieser Schreckschraube: "aufoktroyieren" gibt's als Wort, ist aber ein Pleonasmus und eine typische Stilblüte seichter Autoren! "Oktroyieren" bedeutet "aufdringen" bzw. "aufzwängen":

Link zu www.duden.de

Frau Kelle, setzen, SECHS!!!


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#8
22.08.2015
19:59:20


(+10, 10 Votes)

Von Robby69
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #6 von Yannick


Das sehe ich genauso. Wo nur "braune Scheiße" drin ist, kommt auch nur "braune Scheiße" raus.


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#9
23.08.2015
01:11:00


(-6, 10 Votes)

Von Dont_talk_about
Aus Frankfurt (Hessen)
Mitglied seit 14.01.2014


Dass Frau Kelle ordentlich einen an der Waffel hat, dürfte ja unstrittig sein. Trotzdem sollte das kein Ausschlußkriterium für Diskussionen sein, ansonsten müsste man ja auch hier den ein oder anderen User sperren


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#10
23.08.2015
01:42:51
Via Handy


(+7, 7 Votes)

Von miepmiep
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ich hätte großes Interesse an einem Mitschnitt oder Transkript der Verabstaltung. Wurde gefilmt?


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