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Diese Gruppe von rund 30 Australiern sprach sich im Namen aller Ureinwohner gegen eine Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare aus

Die letzte Woche im Namen aller Aborigines dem Parlament übergebene "Uluru Bark Petition" gegen eine Ehe-Öffnung hat bei den Ureinwohnern wenig Rückhalt.

Sie wurde mit großem Tamtam und weltweitem Medienecho als "kulturelle Initiative" präsentiert, ist in Wahrheit jedoch wohl vor allem eine Aktion homophober Christen: In Australien distanzieren sich immer mehr Ureinwohner von der "Uluru Bark Petition" gegen eine Ehe-Öffnung, die in der vergangenen Woche dem Parlament übergeben worden war. Dort steht im Plenum in Kürze wieder eine Abstimmung über eine Gleichstellung schwuler und lesbischer Paare an (queer.de berichtete).

Die etwa 30 Unterzeichner hatten in dem auf Baumrinde geschriebenen Appell angeblich im Namen von rund 70 indigenen Stämmen und Gruppen erklärt, seit "Tausenden von Jahren" werde bei den Ureinwohnern die "Unverletzlichkeit der Ehe zwischen Mann und Frau in Ehren gehalten". Weiter heißt es: "Es ist ein Affront gegen die Ureinwohner von Australien, ein andere Definition der Ehe ins Spiel zu bringen."

Onlinepetition gegen die homophobe Initiative


Auf Baumrinde, aber mit wenig Rückhalt: Uluru Bark Petition

Seit der Veröffentlichung nimmt die Kritik an der "Uluru Bark Petition" kein Ende. Immer mehr bekannte Aborigines distanzieren sich von dem Vorstoß, auch eine Onlinepetition gegen die homophobe Initiative wurde bereits ins Leben gerufen.

In der Zeitung "The Guardian" bezeichnete Dameyon Bonson vom LGBT-Ureinwohnerprojekt "Black Rainbow Living Well" die Petition als "Missbrauch" historischer Baumrinden-Appelle – die "Yolngu Bark Petition" hatte 1963 etwa große Bedeutung für die Aufnahme von Menschenrechten der indigenen Bevölkerung in die australische Verfassung. Die "Uluru Bark Petition" hingegen entstelle Aborigines und ihre Kultur, so Bonson. "Aber das ist die Absicht der weißen Vorherrschaft, um Uneinigkeit unter Aborigines zu erzeugen."

Nach einem Bericht von "The Australian" hatten die Mitglieder der Mutitjulu-Community im Schatten des Inselbergs Uluru vor Veröffentlichung nie etwas von der Initiative gehört. Man würde sich hier über eine Ehe-Öffnung "nicht einmal Sorgen machen", sagte Dorothea Randall, Direktorin der Mutitjulu Community Aboriginal Corporation, der Zeitung.

Initiiert wurde die "Uluru Bark Petition" von dem als homophob bekannten evangelikalen Pfarrer Peter Walker. Dieser hatte 2012 behauptet, dass sich Homosexuelle "durch sexuellen Missbrauch von Kindern vermehren". (mize)



#1 YannickAnonym
  • 22.08.2015, 17:29h
  • Jetzt maßen religiöse Fanatiker sich auch schon an, als Herrscher über die Ureinwohner deren Willen diktieren zu wollen.

    Gut, dass die Aborigines sich von dieser homophoben Aktion distanzieren.

    Das zeigt aber auch, wie verzweifelt die Homohasser für ihre Ideologie des Hasses kämpfen.
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#2 Patroklos
#3 Patroklos
#4 Yuuki83Profil
#5 hugo1970Profil
  • 22.08.2015, 20:52hPyrbaum
  • Na ihr christenversteher, sagt ihr immer noch das der christliche Glaube nicht so gefährlich ist wie andere religionen

    "Sie wurde mit großem Tamtam und weltweitem Medienecho als "kulturelle Initiative" präsentiert, ist in Wahrheit jedoch wohl vor allem eine Aktion homophober Christen"
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#6 hugo1970Profil
  • 22.08.2015, 20:56hPyrbaum
  • "Initiiiert wurde die "Uluru Bark Petition" von dem als homophob bekannten evangelikalen Pfarrer Peter Walker."

    Soll mir keiner mehr sagen, das die verlogenen rechten neoliberalkonservativen evangelikalen die Welt beherschen wollen.
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#7 hugo1970Profil
#8 Joachim-BNAnonym
  • 22.08.2015, 21:20h
  • Antwort auf #4 von Yuuki83
  • Christliche Fundamentalisten instrumentalisieren indigene Völker für ihre politische Agenda.

    Im Kontrast dazu habe einen Artikel von dem Jahr 2014 bei Google gefunden, der ein differenziertes Bild liefert. Ein schwuler Aboriginal schildert darin beides innerhalb seines indigenen Umfeldes Diskriminierung und Akzeptanz, lesenswert:
    "Not in our culture? Open hearts helped me grow up Indigenous and gay"
    Erschienen auf "theguardian.com" am 31.10.2014:

    www.theguardian.com/commentisfree/2014/oct/31/not-in-our-cul
    ture-open-hearts-helped-me-grow-up-indigenous-and-gay


    Vor allem führt er aus, dass es vor der Eroberung durch die Weißen über 190 Völker in Australien gab, und mit den Menschen wurde auch ein Großteil von deren Kulturen ausgelöscht, so dass gar kein Wissen darüber besteht, welches Konzept bezüglich LGBT gelebt wurde. Viele alten Traditionen seien auch unter dem Einfluss der Kolonialisierung verfälscht worden.
    Am Ende schreibt er:

    "As for gay people being accepted in Aboriginal communities, I know a dozen or more black LGBT people who are strong and powerful leaders in their communities. Some have led their mobs to successful native title consent determinations a role that is built on trust. A native title case would include holding secret knowledge of sacred sites, family histories and land management practices, not to mention being entrusted to negotiate on behalf of thousands of claimants.

    This responsibility would not be given lightly. It is a position that involves trusting a persons character. The fact that LGBT people have been entrusted in these processes speaks volumes for the support we have within our communities. (...)".
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#9 J-eyeAnonym
  • 22.08.2015, 22:19h
  • "In der Zeitung "The Guardian" bezeichnete Dameyon Bonson vom LGBT-Ureinwohnerprojekt "Black Rainbow Living Well" die Petition als "Missbrauch" historischer Baumrinden-Appelle die "Yolngu Bark Petition" hatte 1963 etwa große Bedeutung für die Aufnahme von Menschenrechten der indigenen Bevölkerung in die australische Verfassung. Die "Uluru Bark Petition" hingegen entstelle Aborigines und ihre Kultur, so Bonson. "Aber das ist die Absicht der weißen Vorherrschaft, um Uneinigkeit unter Aborigines zu erzeugen.""

    Ist es auch schon zu viel verlangt, die 10 Gebote zu befolgen? Zur Erinnerung: "Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten."
    Zu behaupten, man vertrete die Meinung dieser Stämme, was nicht der Fall zu sein scheint, ist eine dreiste Lüge und Lügen stehen in den 10 Geboten, nicht, dass nur Mann und Frau heiraten dürfen. Hinterhältige Bande. Wenn man schon selber nicht mehr so toll hetzen kann, dann geht man halt nach Uganda und führt lynchende Mobs an oder schiebt in Australien die Jahrhunderte alte Tradition der Aborigines vor.
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#10 thorium222Profil
  • 22.08.2015, 23:19hMr
  • Leute instrumentalisieren und missbrauchen ist ja praktisch christliches Einmaleins, insofern nun wirklich keine Überraschung und tiefer sinken können die ja auch nicht mehr.
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