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  • 26.08.2015, 06:05h           52      Teilen:   |

Ermittlungen von Homeland Security

Schlag gegen schwule Sexarbeit: Chef von Rentboy.com verhaftet

Artikelbild
Auch Pornostar Killian James hat ein Profil auf Rentboy.com

Polizisten durchsuchten am Dienstag das New Yorker Büro der internationalen Callboy-Seite. Das Vermögen wurde beschlagnahmt.

Für Staatsanwalt Kelly Currie war es ein Schlag gegen einen "Internet-Puff" und "Werbung für illegale Prostitution": Beamte der US-Bundespolizei durchsuchten am Dienstag die New Yorker Büroräume des schwulen Callboy-Portals Rentboy.com. Geschäftsführer Jeffrey Hurant und sechs weitere Mitarbeiter wurden festgenommen, Geschäftsunterlagen beschlagnahmt.

Darüber hinaus ließen die Ermittler sechs Bankkonten von Rentboy.com mit einem Vermögen von 1,4 Millionen US-Dollar einfrieren. Die Seite selbst ist noch online, allerdings haben die Behörden bereits Schritte eingeleitet, um Zugriff auf die Domain zu bekommen.

"Die Erleichterung und Förderung der Stratat Prostitution über die Grenzen von Bundesstaaten und anderen Ländern hinweg ist ein Bundesverbrechen", erklärte Ermittler Glenn Sorge vom Ministerium für Innere Sicherheit (Homeland Security). "Es macht es noch ungeheuerlicher, wenn dafür unverhohlen durch ein globales kriminelles Unternehmen geworben wird."

Fortsetzung nach Anzeige


Den Angeklagten drohen bis zu fünf Jahre Haft

Geschäftsführer Jeffrey Hurant mit HustlaBall-Shirt. Das schwule Partyevent wurde ebenfalls von Rentboy.com veranstaltet
Geschäftsführer Jeffrey Hurant mit HustlaBall-Shirt. Das schwule Partyevent wurde ebenfalls von Rentboy.com veranstaltet

In einem Statement am Rande des Termins vor dem Haftrichter wies Rentboy.com-Geschäftsführer Jeffrey Hurant den Vorwurf der Werbung für illegale Prostitution zurück. "Ich denke, wir tun gute Dinge für gute Menschen", meinte er lapidar. Im Falle einer Verurteilung drohen Hurant sowie den anderen sechs Angeklagten jeweils bis zu fünf Jahre Haft sowie eine Geldstrafe von maximal 250.000 Dollar. Berichten zufolge müssen sie sich außerdem wegen Geldwäsche verantworten.

Rentboy.com wurde 1997 von Jeff Davids and Melanie Nolan als erstes schwules Callboy-Portal der Welt gegründet. Es wirbt heute damit, mit bis zu einer halben Million Besuchern am Tag das größte dieser Art zu sein. Escorts und Masseure können auf der Seite gegen Gebühr ein Profil anlegen, in dem sie ihre Dienstleistungen und Preise annoncieren. Die Datenbank soll über 10.500 Sexarbeiter in 2.100 Städten enthalten. Für die Kunden ist der Service kostenlos. Der Schwerpunkt von Rentboy.com liegt in den USA – in Deutschland stehen derzeit nur 17 Sexarbeiter zur Auswahl.

Rentboy.com hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder für die Rechte von LGBT sowie von Sexarbeitern eingesetzt und Community-Projekte finanziell gefördert, dazu gehört ein eigenes Stipendiatenprogramm. Auf Twitter wirbt das Unternehmen mit dem Slogan "Geld kann keine Liebe kaufen, alles andere ist Verhandlungssache." (cw)

Links zum Thema:
» Die Anklage gegen die Rentboy.com-Mitarbeiter
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Tags: rentboy.com, sexarbeit, prostitution, homeland security, jeffrey hurant, callboys
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Reaktionen zu "Schlag gegen schwule Sexarbeit: Chef von Rentboy.com verhaftet"


 52 User-Kommentare
« zurück  123456  vor »

Die ersten:   
#1
26.08.2015
07:59:55


(-9, 13 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby


Hauptsache Ehe für alle, einfach heiraten, Treuegelübde ablegen, dann braucht man auch keine Sexarbeiter. #Prohibition


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#2
26.08.2015
08:00:04


(+12, 14 Votes)

Von uwekrefeld
Aus Krefeld (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 12.07.2013


aha,
also doch wieder zurück in die Steinzeit.
Weil es einige Wenige nicht wahr haben wollen, dass Sex was Schönes sein kann.
Jagt diesen "Currie" zurück ins Gewürzglas wo er keinen Schaden anrichten kann!


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#3
26.08.2015
10:14:58


(-5, 9 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Da kommt einem das Kotzen!


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#4
26.08.2015
10:39:35


(-6, 16 Votes)

Von GeorgG


Andere Länder, andere Gesetze. Es ist alles eine Mentalitätsfrage, genau so wie die Tatsache, dass man in den meisten Staaten der USA keinen Alkohol auf der Straße trinken darf.

Wem diese Gesetze nicht passen, muss sie ändern.

Wir Deutsche sollte nicht besserwisserisch über die Gesetzgebung anderer demokratischer Staaten urteilen.


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#5
26.08.2015
10:53:48


(+10, 12 Votes)

Von michael008
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von reiserobby


Ich finde es schade, dass hier die gesellschaftliche Notwendigkeit einer Ehe für Alle immer gegen den Spass am Sex und freie schwule Lebensweisen ausgespielt werden.
Ich greife ungern auf Autobiografisches zurück wenn ich kommentiere, aber es muss doch manchmal sein.
Ich lebe mit meinem Partner mittlerweile fast ein Vierteljahrhundert zusammen und ich kenne persönlich!! kein homosexuelles oder heterosexuelles Paar das mehr füreinander einsteht als wir. Aber:
Sexuelle Treue war hier nicht das große Thema. Für uns war wichtig ehrlich mit sexuellen Wünschen umzugehen.
Und wir haben uns auch schon gemeinsam oder getrennt mal einen Sexarbeiter gegönnt.
Aber zwischen uns geht herzenstechnisch kein Blatt Papier!
Trotzdem möchten wir gerne heiraten -- nicht verpartnern, das ist eben nur 2klassig --, weil
es dem Stellenwert unserer Beziehung entspricht.


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#6
26.08.2015
10:56:54


(+5, 11 Votes)

Von lucdf
Aus köln (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 04.09.2011


Prostitution habe ich nie als Krönung der Emanzipation und als Weg zur Selbstverwirklichung betrachtet. Abgesehen davon finde ich, dass ein Verbot von Prostitution nichts bringt.


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#7
26.08.2015
11:11:25


(+9, 11 Votes)

Von michael008
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #6 von lucdf


Das ist sie natürlich auch nicht.
Aber sie kann auch gut und förderlich sein.
Vor Allem für Menschen, die ohne Prostitution
keinen Zugang zu Zärtlichleiten resp.Sex (mehr) hätten.


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#8
26.08.2015
11:12:48


(+11, 15 Votes)

Von Peer


Ginge es da nicht um schwulen Sex, sondern um Callgirls, dann wäre es wohl okay für die...


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#9
26.08.2015
11:25:36


(+4, 8 Votes)

Von -hw-


"Ermittler Glenn Sorge vom Ministerium für Innere Sicherheit (Homeland Security). "Es macht es noch ungeheuerlicher, wenn dafür unverhohlen durch ein globales kriminelles Unternehmen geworben wird." ..."

Man bereitet sich auf Rudelficks und Gangbangs in epidemischen Ausmaß vor?

"The Homeland Security Department wants to buy more than 1.6 billion rounds of ammunition in the next four or five years"

Link zu www.fbo.gov


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#10
26.08.2015
11:38:18
Via Handy


(+14, 14 Votes)

Von Shinkaishi
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Antwort zu Kommentar #8 von Peer


Das halte ich für fragwürdig, soweit ich weiß gibt es genug Attacken auch gerade gegen die Sexindustrie für heterosexuelle Männer...

Beispielsweise sind hierzulande wie auch in Amerika viele feminiatische Organisationen kräftig dabei, Stimmung gegen Prostitution und Pornographie zu machen, und bei den Vertretern dieser Ideologie ist auch homosexuelle Pornographie nicht gerne gesehen, "da sie ja die Muster misogynistisher Unterdrückung perpetuiert und imitiert".
Das ist leider kein Scherz...

Ich denke es könnte aber ein kleiner Weckruf sein was es am Ende bedeutet, wenn man hierzulnde vielleicht Prostitution wieder illegalisert.
Diese Initiativen, egal wie oft sie die Interessen ausgebeuteter Menschen als ihr Hauptziel ausgeben, sind genau die Leute die vor allem eine repressive Kontrolle der Sexualität erreichen wollen.
Wer aus einvernehmlichen sexuellen Kontakten Misbrauch und Vergewaltigung machen will sollte aufgehalten werden bevor dieser Spuk noch weitegeht. Amerika ist auf drm besten Weg mit aktuellen Gesetzesinitiativen genau die prüde, puritanische Kontrolle über Sexualität einzuführen die unter vielen Mühen von vorherigen Generationen zurückgedrängt wurde!

Sexuellen Misbrauch bekämpft man, indem man die tatsächlichen Opfer schützt, nicht indem man willkürlich alle Sexualität, die einem nicht genehm ist dazu erklärt.


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