Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 26.08.2015, 11:38h           27      Teilen:   |

"Der IS verschafft sich so Renommee"

IS-Terror: LGBT berichten im UN-Sicherheitsrat über brutale Übergriffe

Artikelbild
Der IS veröffentlicht immer wieder Videos, in denen die Hinrichtung von mutmaßlichen Homosexuellen gezeigt wird

Der "Islamische Staat" lässt Schwule brutal töten und erhält dafür die Unterstützung von Teilen der Bevölkerung. Das berichteten Flüchtlinge im Weltsicherheitsrat.

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat am Montag in einem informellen Treffen über die Lage von Homosexuellen im von der Terrormiliz "Islamischer Staat" kontrollierten Gebieten beraten. Es war die erste Sitzung über LGBT-Rechte in diesem Gremium. Das Treffen war von Chile und den Vereinten Staaten anberaumt worden, um auf die "brutalen Übergriffe" der Islamisten gegen Schwule und Lesben aufmerksam zu machen.

Eingeladen waren Vertreter aller Mitgliedsstaaten. Von den derzeit 15 Mitgliedern des Sicherheitsrates waren 13 anwesend – nur die nicht ständigen Mitglieder Angola und der Tschad blieben nach Reuters-Informationen der Veranstaltung fern.

Bei dem Treffen berichteten mehrere Homosexuelle aus den IS-Gebieten über ihr Schicksal – so etwa der schwule Syrer Subhi Nahas, der in die USA fliehen konnte. Der aus Idlib stammende Mann berichtete, dass bereits unter Präsident Baschar al-Assad sexuelle Minderheiten verfolgt worden seien. Unter dem IS sei die Lage aber viel schlimmer geworden: So würden regelmäßig Schwule von Hausdächern gestoßen und – falls sie das überleben – gesteinigt. Daran würden sich auch regelmäßig Kinder beteiligen. "In IS-Gebieten werden Schwule die ganze Zeit gejagt und getötet", so Nahas.

Fortsetzung nach Anzeige


IS nutzt Facebook zur Schwulenverfolgung

Außerdem wurde der schwule Iraker Adnan via Telefon zugeschaltet. Er berichtete davon, dass der IS in Handys gespeicherte Informationen wie Facebook-Freunde professionell auswerte, um Homosexuelle zu enttarnen. "Sie jagen jeden einzelnen", sagte er, und könnten sich damit auch auf Unterstützung aus der Bevölkerung verlassen: "In meiner Gesellschaft bedeutet Schwulsein den Tod. Und wenn der IS Schwule tötet, sind die meisten glücklich, weil sie denken, dass wir böse sind. Der IS verschafft sich so Renommee."

Adnan erklärte, dass ihn sogar seine eigene Familie nach der Machtübernahme des IS an die Islamisten verraten wollte. Er schaffte es aber, über den Libanon in die Türkei zu fliehen. Dort würden ihn aber immer noch Todesdrohungen erreichen.

Angesichts dieser Verhältnisse fordert der grüne Bundestagsabgeordnete Volker Beck die Bundesregierung auf, mehr für LGBT-Flüchtlinge zu tun: "Die Bundesregierung muss beim Flüchtlingsschutz wie bei der Flüchtlingsunterbringung ein stärkeres Augenmerk auf homo- und transsexuelle Flüchtlinge haben", sagte Beck am Dienstag. So müssten diese Asylbewerber in Sammelunterkünften vor Übergriffen von homophoben Flüchtlingen geschützt werden.

In den letzten Monaten hatte der "Islamische Staat" in Syrien und im Irak rund 30 Männer wegen angeblicher Homosexualität hingerichtet und Fotos oder Videos der Morde in sozialen Netzwerken verbreitet. In seinem "Strafrecht" soll der IS die Todesstrafe für Homosexualität festgelegt haben (queer.de berichtete). (dk)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 27 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 84             4     
Service: | pdf | mailen
Tags: islamischer staat, vereinte nationen, uno
Schwerpunkte:
 IS
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "IS-Terror: LGBT berichten im UN-Sicherheitsrat über brutale Übergriffe"


 27 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
26.08.2015
12:40:23


(+8, 12 Votes)

Von HonestAbe
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 24.06.2012


Für den Moment gibt es da wohl nur eines:
Verfolgung aufgrund sexueller Orientierung und/oder Geschlechtsidentität ENDLICH und ohne Einschränkungen als Asylgrund anerkennen!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
26.08.2015
12:53:27


(+4, 12 Votes)

Von Linker


In solchen Taten manifestiert sich halt das gesellschaftliche Klima, an dem Politik und Kirchen so hart und fanatisch arbeiten...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
26.08.2015
13:07:57


(+8, 8 Votes)

Von Shinkaishi
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von HonestAbe


Absolut!

...man könnte es ja dann auch den rechtspopulistischen Parteien und Organisationen so verkaufen, dass gerade solche Flüchtlinge ja weder in das "Deutsche werden durch starke Geburtenraten bei Migranten verdrängt" Muster passen, noch Gefahr laufen ihre Verwandtschaft mit herholen zu wollen, angesichts der Tatsache dass eben jene Verwandtschaft sie gerne umbringen würde...

Allerdings sollte es auch wirklich angegangen werden dass sexuellen Minderheiten (oder auch religiösen oder ethnischen) gerade in den Flüchtlingsunterkünften von anderen Flüchtlingen Gefahr droht.
Effektiv haben wir zwischen xenophoben Attacken rechter Gruppierungen in Europa und Kriminalität von Flüchtlingen (Der IS kündigt selbst an Anhänger unter die Flüchtlinge zu mischen) eine Situation die unsere Strukturen stark überlastet, dies wiederum lässt diese Auswüchse noch mehr zunehmen.

Mich ängstigt es, dass wir der Flüchtlingssituation in ganz Europa nicht mehr Herr werden. Wenn es so weiter geht wird es noch weitaus mehr Probleme geben und wie wir sehen gibt es auch nicht wirklich irgendeine einfache Lösung für dieses Problem...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
26.08.2015
14:08:52


(+4, 10 Votes)

Von Ali Asül
Antwort zu Kommentar #2 von Linker


Ach so, dass der IS schwule Männer tötet, liegt also an den Kirchen?

Ist bei dir die Wahrnehmung verstellt?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
26.08.2015
14:11:14


(-3, 15 Votes)

Von Markus44


Da hilft nur eines: Abschaffung des Islams weltweit und Austritt aus der Religion Islam.

ISLAMAUSTRITT !!!

Eine wichtige Aufgabe für unsere Atheisten und Religionskritiker: hier könnt Ihr Euch beweisen, gell.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
26.08.2015
14:22:13


(+10, 10 Votes)

Von ursus
Antwort zu Kommentar #5 von Markus44


>"Abschaffung des Islams weltweit"

wenn wir uns auf friedliche strategien einigen können (welche schlägst du konkret vor?), mache ich mit. und wenn wir schon dabei sind, schaffen wir das christentum gleich mit ab. sicher ist sicher.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
26.08.2015
14:27:32
Via Handy


(+6, 6 Votes)

Von Shinkaishi
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von Ali Asül


Sofern man unter Kirche die einflussreichen islamischen Glaubensgemeinschaften versteht, und gesellschaftliche Trends wie "arab supremacism" und Verurteilung von Homosexualität als fremde westliche Dekadenz meint hat er recht...

Das Problem mit Dingen wie "Islamaustritt" wäre dann allerdings auch dass der als ein todeswürdiges Verbrechen behandelt wird, wenn man Atheisten gleich umbringt und mit Dissdenten das gleiche macht wird das halt wie im dritten Reich, nur dass diese Zustände in den Ländern immer weiter anhalten...
In Deutschland gelang die Entnazifizierung trotz einiger Probleme, auch andere Länder konnten ihre unterdrückerischen Systeme überwinden.
Der Islam in seiner, man muss leider sagen, Mainstream Auslegung hat allerdings diese Länder leider schon sehr lange im Griff und deshalb kam nach sem Sturz eines weltlichen Diktators dann meist die Herrschaft der Muslimbruderschaft oder der Ayatollahs...

...und jetzt das Kalifat des IS...

Wir sollten allerdings aus unserer eigenen Geschichte noch wissen, dass der Schritt zu einer fortschrittlicheren humaneren Gesellschaft schwierig ist, auch bei und kamen nach der französischen Revolution erstmal die Jakobiner und nach den Zaren die Sowiets...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
26.08.2015
15:28:04


(+6, 6 Votes)

Von michael008
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von Markus44


--Den Islam weltweit Abschaffen--

Eine Religion kann man nicht von Aussen abschaffen. Abschaffen kann sich eine Religion nur selbst, indem Ihre Gläubigen Ihr den Rücken kehren.
In !!unseren Breiten!! sind die christilichen Religionen ja auch schon auf dem besten Wege die Haftung zu Ihrem Glaubensvolk, und damit an Bedeutung zu verlieren.
Staatlicherseits dürften frühe Aufklärung, stringente Laizität und menschenrechtskonforme Gesetzgebung dieser Entwicklung Vorschub leisten.
Ebendiese Punkte sind leider in vielen Staaten alles Andere als gegeben.
Auch in Deutschland lässt mangelnde Distanz der Regierung Religionen noch erheblich zu viel Einfluss auf die Gesetzgebung und Meinungsbildung.
In Staaaten mit Staatsreligionen ist das ganze noch verschärft.
Und ja, die Türkei ist zwar offiziell laizistisch aber die regierende AKP demonstriert das Gegenteil.

--Islamaustritt--

Aus dem Islam kann man nicht "austreten"
da es keine Register gibt.
Man kann sich als Muslim natürlich
ohne darüber sprechen zu müssen, von seinem Glauben abwenden oder ihn nach eigener Auffassung leben, was viele Muslime in z.B. Deutschland sicherlich auch praktizieren.

Offiziell dem Islam abzuschwören oder zu einer anderen Religion zu konvertieren ,

-->Dir (Markus44)schwebt wahrscheinlich vor dass die "vernünftigen Moslems" dann evangelisch werden<--

ist für Menschen in Staaten mit der Staatsreligion Islam
mindestens gefährlich wenn nicht lebensgefährlich.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
26.08.2015
16:22:01


(+8, 14 Votes)

Von David77
Antwort zu Kommentar #4 von Ali Asül


Auf wessen Seiten schlägt sich der Vatikan eigentlich, wenn das bei der UN thematisiert wird?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
26.08.2015
16:30:01


(+7, 9 Votes)

Von michael008
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von HonestAbe


Absolut richtig und für diese Asylsuchenden sollte es auch explizit andere Unterkünfte geben


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  123  vor »


 Ort: New York


 POLITIK - INTERNATIONAL

Top-Links (Werbung)

 POLITIK



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Erste Folge online: Queer L-Vlog über das "Orgasmus-Muss" Queere Serie "Banana" im neuen Jugendangebot von ARD und ZDF Basels einst oberster Katholik outet sich als Transfrau Neue AfD-Hetze: Björn Höcke fürchtet sich vor Analverkehr
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt